Wanderausstellung: „Die Kinder vom Bullenhuser Damm“

Das Ehepaar Wache, Sigmaringen, hatte am 26. Juni 2011 in der Ehemaligen Synagoge Rexingen eine Wanderausstellung über „Die Kinder vom Bullenhuser Damm“ eröffnet.

Im Folgenden soll über den Besuch dieser Ausstellung berichtet werden – das scheint im Zuge der Vernetzung zum Dachverband  „Gäu-Neckar-Alb“ (mit insgesamt 9 Synagogen- und KZ-Gedenkstätten)  sinnvoll, um einen Einblick über Veranstaltungen/Ausstellungen in anderen Mitgliedsvereinen zu geben. Die Ausstellung selbst war auf einen knappen Zeitraum beschränkt und es war eine glückliche Fügung, dass uns eine Einladung zum 4. Synagogenfest in Rexingen am 17. Juli 2011 erreichte, eine Woche bevor die Ausstellung beendet wurde.

Zunächst der Text vom Flyer zu dieser Ausstellung: Zwanzig Kinder, fünf- bis zwölfjährige Jungen und Mädchen aus ganz Europa, von ihrem Zuhause fortgeschafft, nur weil sie Juden waren, ihren Eltern im Konzentrationslager Auschwitz weggenommen, anschließend für ein halbes Jahr Opfer medizinischer Verusche im Konzentrationslager Neuengamme und zuletzt kurz vor Kriegsende in einer Hamburger Schule von SS-Männern erhängt.

Dem Engagement einzelner ist es zu verdanken, dass die Geschichte der Kinder dem Vergessen entrissen wurde. Sie suchten Spuren, fanden in Israel, Frankreich, Polen, den USA und vielen weiteren Ländern Angehörige und berichteten ihnen erstmals vom traurigen Weg ihrer Kinder. Gemeinsam mit den Angehörigen gründeten sie eine Vereinigung, die in den Kellerräumen der Schule, wo der Mord verübt wurde, eine Gedenkstätte initiierte.

Die Fotoausstellung dokumentiert den Lebens- und Leidensweg der Kinder und ihrer Angehörigen, die medizinischen Experimente und den Mord. Sie gibt einen Einblick in die Strafverfolgung von Nazi-Verbrechen in der Nachkriegszeit und informiert über die Aktivitäten, damit dieses Verbrechen nicht in Vergessenheit gerät. – Es folgten noch Angaben über die Öffnungszeiten und Dauer der Ausstellung!

←Die Redaktion der SÜDWEST PRESSE / NECKAR CHRONIC hat freundlicher Weise nebenstehenden  Artikel zur Ausstellung zur Verfügung gestellt – an dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank.


Die folgenden Fotos (U. Hentsch)  sind beim Besuch der Ausstellung am 17.Juli 2011 entstanden – die Texte sprechen für sich, so dass zusätzliche Beschreibungen/Kommentare nicht notwendig sind.

Bild 1 -3 Text zur Ausstellung/die Verschleppung der Kinder und die Schule

Bild 4 -10 Die Kurzgeschichte von sieben der 20 Kinder

Bild 11 – 14 „Stellwand“ / Text über „Vereinigung Kinder vom Bullenhuser Damm/die Namen der Kinder/der Rosengarten

Bild 15 – 24 Täter / Texte / Gerichtsurteile / 20 ermordete Kinder

Alle Bilder sind per „klick“ zu vergrößern und Texte werden so gut lesbar.

Wir danken dem Ehepaar Wache, dass wir  die Veröffentlichung von Teilen dieser außergewöhnlichen Wanderausstellung hier übernehmen konnten.


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