Junge Grüne zu einer Mahnwache in Bisingen

HZ-13.09Von Tübingen mit Zug kam die kleine Gruppe junger Grüner am Sonntag, 13. 09.2009, nach Bisingen angereist. Ihr Vorhaben: eine Mahnwache für die Opfer des KZ Bisingen ab zu halten. Danach gab es in einer Gesprächsrunde im  Heimatmuseum Bisingen Erklärungen zum „Unternehmen Wüste“ insbesondere über das „Wüste Werk II“ in Bisingen von August 1499 – April 1945.

IMG_3764(Foto: Jörg Wahl, Bisingen) Aus der Gruppe selbst gab es Fragen, die zum Einen beantwortet werden konnten, zum Anderen, als eher spekulative Annahme bewertet, ohne Antwort bleiben mussten. Eine aufgeschlossene Gruppe, die es sehr interessant und wichtig fand, über die „Geschichte vor der Haustür“ informiert zu werden.

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Jugendgruppe aus New York besucht die Gedenkstätten KZ Bisingen

IMG_8721Am Donnerstag, 10. Juli 2009, gab es Besuch aus New York in den Gedenkstätten KZ Bisingen. Eingeladen von der Prinzessin Kyra von Preußen-Stiftung verlebten 16 Jugendliche im Alter von etwa 15 -20 Jahren vom 07.-15. September 2009 eine Freizeit auf der Burg Hohenzollern. Sie alle sind Angehörige von Opfern des Terror-Anschlags auf das World Trade Center in New York am 11. September 2001. Verantwortlich für die Gruppe ist die „Children’s Aid Society“, eine Organisation die bereits 1853 gegründet wurde. Ihr Anliegen: „die Lücken zwischen dem was Kinder benötigen und dem, was das Leben den Kindern vorenthält aus zu füllen“.IMG_8712

IMG_8714IMG_8716Nach einem Empfang im Rathaus Bisingen durch Bürgermeister Joachim Krüger war für die Gruppe mit ihren Begleitern der Besuch des KZ-Friedhofs mit anschließender Führung im Heimatmuseum Bisingen angesagt.

Die jungen Leute hatten in der Mehrheit bis zu diesem Tag noch nichts über die Verbrechen des Naziregimes gehört und zeigten große Betroffenheit über das, was sie über die Geschichte diese Friedhofs und das KZ Bisingen von August 1944 bis April 1945 hörten. Bereits auf dem Friedhof gab es viele Fragen und Nachfragen, die sich dann bei einer anschließenden Führung durch Heimatmuseum Bisingen fortsetzten.IMG_8722 Es war IMG_8727außerordentliche bemerkenswert, mit welch großem Interesse diese jungen Leute, die selbst so viel schreckliches Leid erfahren mussten, die IMG_8732Geschichte des „Unternehmen Wüste“, insbesondere die Geschichte des KZ Bisingen mit den damals leidvollen, menschenverachtenden Gegebenheiten für die Häftlinge aufgenommen haben.

Veranstaltung zum 70. Jahrestag des deutschen Überfalls auf Polen

Veranstaltung 01.09.2009Die Veranstaltung des Vereins „Gedenkstätten KZ Bisingen“ am Dienstag, 01. September 2009 war gut besucht – entgegen der vorangegangenen Befürchtungen unseres Referenten Hans Martin zu seiner großen Freude. Drei, evtl. vier neue Mitglieder für den Verein konnten gewonnen werden 🙂 Über den Verlauf der Veranstaltung kann in den Presseberichten nachgelesen werden:1-HZ-03.09

Schwa Bo 03.09

Einige Fotos (U.Hentsch) vom Abend im Heimatmuseum Bisingen zum Abschluß 01.09.0901.09.09

dieser Eintragung:01.09.09

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Sozialpraktikantin Luisa Jürgens in einem Interview mit Isak Wasserstein, einem Holocaust-Überlebenden des KZ Bisingen

IMG_4069LuisaEs war im Herbst 2008, als Luisa Jürgens, Bisingen, mich anrief und anfragte, ob sie bei uns ein  Sozialpraktikum abs0lvieren könnte. Natürlich konnte sie! Wir trafen uns dann erstmals im Heimatmuseum zum kennen lernen. Als Schülerin des Hechinger Gymnasiums ( 9. Klasse) war sie die Einzige ihre Klasse, die noch einen Platz für ein Praktikum benötigte – der Tip einer Lehrerin, bei uns anzufragen führte zum Erfolg. (Bild oben: Luisa schreibt die Adressen unserer Mitglieder und Freunde :-), da ich es noch immer nicht hin bekommen habe diese per „Seriendruck“ für Einladungen und Benachrichtigungen auszudrucken 😦 )

1-Interview BIsingen2-Interview mit Bisingern3-Interview mit BisingernWährend dieser Zeit erstellte Luisa (völlig selbständig einen Zeitzeugenbericht mit Aussagen von drei Bisinger Bürgern.  Luisa hat die Fragen selbst zusammengestellt – die Interview-Partner selbst herausgefunden und aufgesucht und die Antworten aufgenommen. So ist  hier noch einmal ein echtes Zeitzeugnis aus der Bisinger Bevölkerung heraus entstanden.

4-Isak-Luisa-HZ-ZAK 01.09Am 11. August 2009 besuchte die Vorsitzende des Vereins „Gedenkstätten KZ Bisingen“  mit Luisa Jürgens Isak Wasserstein, einen Holocaust-Überlebender des  KZ Bisingen  in München .  Für die 3. Ausgabe der „Gedenkstätten Rundschau“ (Zollernalbkreis-Bereich Oberer Neckar) sollte Luisa ein Interview mit Isak Wasserstein machen, in dem er über seine Erfahrungen am 01. September 1939 in Warschau erzählt. Aus Anlass einer öffentlichen Veranstaltung des Vereins Gedenkstätten KZ Bisingen am 01. September 2009  haben die Hohenzollerische Zeitung und der Zollernalb-Kurier den ersten Teil des Interviews an diesem Tag veröffentlicht, hier auch pdf.Datei abrufbar: Interview-IsakWasserstein

Isak 01.08Ein zweiter Teil des Interviews, in  welchem es dann nicht mehr um den 01. 09. 1939 geht, wird in den nächsten Tagen noch eingebracht.  Die Grundfragen kamen von Luisa selbst, ich hatte sie vorher durchgesehen und konnte sie so stehen lassen. Was mich persönlich sehr beeindruckte war, dass Luisa als so junge Schülerin absolut souverän und in jeder Situation flexibel nachfragend zu reagieren wusste. Ihr Bericht in der Schule über ihre Praktikumszeit in den Gedenkstätten KZ Bisngen und ihre eingereichten schriftlichen Arbeiten brachten ihr in Abschlussbewertung sehr verdient die Note „sehr gut“ ein.