Eröffnung der KZ Gedenkstätte Hailfingen/Tailfingen


Der Oberbürgermeister von Rottenburg a.N., Stephan Neher und der Bürgermeister der Gemeinde Gäufelden, Johannes Buchter, hatten aus Anlass der Eröffnung der „KZ Gedenkstätte Hailfingen-Tailfingen am 06. Juni 2010 in die Bürgerhalle in Tailfingen  eingeladen.
Auch der Verein „Gedenkstätten KZ Bisingen“ hatte eine solche Einladung erhalten. Die Vorsitzende des Vereins und zwei weitere Mitglieder nahmen an dieser Veranstaltung teil und so ist es möglich, hier einen sehr bemerkenswerten Tag bezüglich der Aufarbeitung der Nazi-Verbrechen zu berichten. (durch anklicken der Bilder können diese zum anschauen und lesen vergrößert werden. Oben auf dem zweiten Bild eine kurze Legende zum ehemaligen „Nachtjägerflugplatz“ ).

Das Dokumentationszentrum im Rathaus Tailfingen ist in jeder Hinsicht sehr beeindruckend. Auf kleinem Raum ist die Fülle von Informationen für den Erstbesucher erst auf den zweiten Blick in ihrem ganzen Ausmaß erkennbar. Hier kann wohl jeder Geschichtsinteressierte Stunden um Stunden, ja sogar Tage verbringen. In der schriftlichen Information zur KZ Gedenkstätte Hailfingen/Tailfingen lesen wir: Was macht den didaktischen Kern der Konzeption aus? Über Filmaufnahmen von ehemaligen Lagerinsassen und Zeitzeugen aus der Bevölkerung soll den Ausstellungsbesuchern – Auge in Auge – vermittelt werden, wie die betroffenen diese Zeit erlebt haben. Dazu werden insgesamt elf Touch-Screen-Bildschirme in einer Zeittafel, in zwei Themenwänden bzw. drei 2,2 m hohen Stelen installiert. Diese Form der Geschichtsvermittlung wurde wegen ihrer kommunikativen Methodik gewählt und als Konzept auch von der Landeszentrale für Politische Bildung hervorgehoben.

Im Folgenden möchten Bilder, Ansprachen (als pdf.datei zu downloaden)  von einer großartigen Eröffnungs- und Gedenkfeier, in der auch durchaus sehr emotionelle Momente zu beobachten waren, berichten.

– Spender &Förderer

Dokumentationszentrum

– Besucher

– Nummernbuch

Luftbildmosaik einer US-Aufkärungsmaschine vom April 1945– Luftbild

– einer der 11 Touch-Sreene

die Rede von Birgit Kipfer, Verein „Gegen Vergessen – für Demokratie“,  hier als pdf.Datei zum downloaden: Rede von Birgit Kipfer – Verein Gegen Vergessen – fuer Demokratie

– Dr. Christine Glauning, Leiterin des Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit Berlin, hier ihre Rede zum downloaden: Dr. Christine Glauning -Vortrag Eröffnung Gedenkstätte Tailfingen 06.06.2010

Hier die bewegende Rede von Israel Arbeiter, Boston, USA, Überlebender des KZ Hailfingen/Tailfingen zum downloaden: Rede von Israel Arbeiter, Boston-USA

Israel Arbeiter im Gespräch nach dem Festakt am Vormittag des 06. Juni 2010

Fotos: U. Hentsch

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„Jetzt wissen wir endlich wo und wann….“

07.06.2010 auf 10:34 Kommentar zum Bericht: „Ich bin stolz, dass Du hier bist“

65 Jahren lang haben wir (4 Kinder) nicht gewusst wo und wenn unser Vater, Frans Fontaine, Kriegsgefangener, während die 2e weltkrieg gestorben ist. Wir haben immer verschiedene informationen gehabt und haben vergeblich gesucht. Mit Dank an H. Grunert wissen wir es seit 2 Wochen genau . Wir sind nach Hechingen abgereisd und haben zusammen met Frau Grunert Dautmergen, Bisingen und Schömberg besucht. Wir waren beim KZ-Friedhof und die Gedenkstätte. Haben dort zum erste mal die namen unsere vater auf die Gedenkstätte gesehen, mit 5 andere Niederlander. In Gemeinde Schömberg ist am 10-8-1945 notiert…..gestorben 14-11-1944 in Schömberg/Dautmergen.
Jetzt wissen wir endlich genau ..wo und wenn.
Wir danken allen, die es möglich gemacht haben, die Gedankstätte zu realiseren . Damit haben wir unsere Suchen und Unsicherheit können abschliessen und mehr ruhe in uns weitere leben habe. Wir haben jetzt ein platz gefunden.
Viele Dank,
fam. Fontaine

Foto: Grunert – auf dem KZ-Friedhof Schörzingen von li nach re: Cees de Brouwer, Lenny de Brouwer-Fontaine, Gerard Fountaine, Lidy de Vries-Fountaine

Dank des Kommentars zum Bericht: „Ich bin stolz, dass Du hier bist“ ist es der Redakteurin dieser Internetseite möglich über den Besuch der Familie Fontaine aus Holland einen Beitrag auf diese Seite zu stellen. Seit der Gründung des Gedenkstättenverbund  “ Gäu-Necker-Alb“ am 29. Mai 2010 in Rexingen besteht ein erweitertes Netzwerk von Synagogen – und KZ Gedenkstättenvereinen , sodass an dieser Stelle auf jeden Fall neue Ereignisse, die zum „Unternehmen Wüste“ gehören einen Eintrag finden sollen. Es ist für uns  sehr wichtig, dass auf dieser Seite alle derartigen Informationen weitergegeben werden – denn: die Geschichte der Aufarbeitung der Verbrechen unter der Nazi-Diktatur, hat, wie auch hier wieder erfahrbar, wohl noch lange kein Ende gefunden.

Hier nun im Folgenden zwei Zeitungsberichte über den Besuch aus Holland und ein Foto, dass mir Frau Grunert gegeben hat.

Die fünf Bilder unten hat mir die Familie Fontaine nachträglich zur Verfügung gestellt: Besuch der Gedenkstätten Eckerwald und Gespräch mit  Hanne Grunert im Heimatmuseum Bisingen

Alle Text und BIld – Beiträge können durch Anklicken (evtl. auch 2 x) vergrößert werden.

Mit Bisinger Zeitzeugen im Gespräch

Zum Freitag, 21. Mai 2010 hatte der Verein „Gedenkstätten KZ Bisngen“ zu seinem ersten Gesprächsstammtisch ins Heimatmuseum Bisingen eingeladen. Thema des Abends: „Mit Bisinger Zeitzeugen im Gespräch“. Auf eine formelle Gesprächsleitung war bewusst verzichtet worden, und so konnte der Abend einen sehr ausgesprochen lebhaften Verlauf nehmen, der neben den oftmals sehr erschütternden Aussagen durch Rückfragen und Ergänzungen des Gehörten durch Dritte geprägt war. Im Folgenden zwei Presseberichte über dieses Treffen.