Wegen schwerer Erkrankung der Autorin der Seite -vorübergehende Einstellung von Neueinträgen.

Vielen Dank für Ihr aller Interesse an unserer Arbeit „Gegen das Vergessen“ – diese Seite wird gbfls. als Link auf die neue Webseite des Vereins übernommen, so dass alle Informationen erhalten bleiben. Bitte bei Dieter Grupp nach der neuen Link-Adresse anfragen. Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen – Uta Hentsch

Neuer Besucherrekord beim Verein Gedenkstätten KZ Bisingen

Mit einem neuen Besucherrekord beschließt der Verein Gedenkstätten KZ Bisingen das Jahr 2015. Insgesamt wurden 39 Gruppen über den Geschichtslehrpfad und durch das Museum in der Kirchgasse geführt, darunter 22 Schulklassen. 17 Mal waren dabei die Jugendguides im Einsatz. Zusammen mit den sonntäglichen Einzelbesuchern im Museum und den Besuchern der drei Veranstaltungen im Januar, Juli und November kommt man damit auf eine Gesamtzahl von rund 1300 Personen

Die Zunahme bei den Schulklassen lässt sich mit dem Schneeballeffekt erklären. Seit etlichen Jahren kommen regelmäßig die Seminare für Lehrerbildung Rottweil und Tübingen mit ihren Geschichte-Referendaren zur Fortbildung nach Bisingen. Außerdem gibt es zur Gedenkstätte ein Unterrichtsmodul auf dem Landesbildungsserver, auf das Lehrer und Schüler kostenlos zugreifen können. Darin wird auch eine Lernorterkundung angeboten. Da der Besuch außerschulischer Lernorte und vor allem auch Gedenkstätten ausdrücklich empfohlen wird, sind viele Kollegen dankbar für entsprechende Angebote.

Dabei entscheiden sich immer mehr Schulen für eines der sogenannten „KZs vor der Haustür“, anstatt nach Dachau bei München zu fahren. Die späten Arbeitslager, die vor allem zu Rüstungszwecken errichtet und von einem größeren Stammlager aus verwaltet wurden – im Südwesten war das in der Regel Natzweiler im Elsass – gibt es an vielen Orten in Baden-Württemberg. Dass so viele Schulklassen aus der Region nach Bisingen kommen, liegt zum einen am umfassenden Angebot – es gibt den Lehrpfad und das Museum, zwei Informationshefte der Landeszentrale für politische Bildung, das Online-Modul und Lernmaterialien im Museum – zum anderen an der guten Verkehrsanbindung. Viele Gruppen reisen mit dem Zug an und können dann direkt vom Bahnhof, der ersten Station des Geschichtslehrpfades, zum ehemaligen Lagerstandort in der Schelmengasse und zum Schieferabbaugelände im Kuhloch marschieren.

Diter Grupp und Schüler GGS - TübingenDiese Gelegenheit nutzte im November und Dezember auch die – inzwischen wohl bundesweit bekannte – Geschwister-Scholl-Schule aus Tübingen (GSS) und kam mit der gesamten Klassenstufe 9 sowie einer zehnten Klasse nach Bisingen. In drei Tranchen und jeweils im Schichtbetrieb wurden die insgesamt sechs Klassen durch die Ausstellung im Museum und über das Gelände geführt. Die Begleitlehrer waren von der Organisation und professionellen Betreuung so begeistert, dass sie die Gedenstättenfahrt nach Bisingen nun in ihr Schulcurriculum aufnehmen, das heißt für alle 9er-Klassen verbindlich machen wollen.

Dass die GSS auf Bisingen kam, hat auch etwas mit dem Schneeballeffekt zu tun. Die Initiatorin Julia Murken engagiert sich ehrenamtlich in der Jugendguide-Ausbildung und lernte die Bisinger Gedenkstätte im Sommer anlässlich des diesjährigen Jugendguide-Workshops kennen. Nun kam sie mit sechs Klassen wieder. Der Schneeballeffekt wirkt übrigens in beide Richtungen: Einige von Julia Murkens Schülern haben sich inzwischen für den neuen Jugendguide-Kurs angemeldet.

Text und Foto: Dr. Ines Mayer

Bericht der Schüler über den Besuch auf der Homepage der Schule: Exkursion in die KZ-Gedenkstätte Bisingen

Worte des Danks von Dr. Julia Murken,  sie ist promovierte Historikerin und unterrichtet am Gymnasium der Geschwister-Scholl-Schule Tübingen: 

Liebe Verena Lohr, liebe Frau Mayer, liebe Frau Blum, lieber Dieter!

Im Namen meiner Kolleg/innen möchte ich mich nochmals ganz herzlich für die drei gut geplanten und informationsreichen Tage in Bisingen bedanken. Ich denke, es war ein nachhaltiges Erlebnis für unsere Schüler/innen. Aus Lehrersicht war es optimal, anhand eines regionalen Beispiels (wofür man also auch nicht so weit fahren musste), die Schrecken eines KZ deutlich zu machen.

Wir finden Ihr Konzept – Fußmarsch über den Gedenkpfad, kombiniert mit Museumsführung – sehr gut geeignet für Schüler der Mittelstufe! Gerade der Weg durch den Wald lässt immer wieder die Möglichkeit, das Gehörte zu überdenken, nachzufragen – oder sich auch zwischendurch legitim „auszuklinken“, was in meiner Klasse vor allem die Jungs genutzt haben, ohne dabei aber die Exkursion zu torpedieren. Die schwierige Frage der „verordneten Betroffenheit“ ist bei dieser Art von Exkursion sehr gut gelöst, finde ich.

Wir werden gerne im nächsten Jahr mit dem nächsten Jahrgang wieder kommen. Frohe Weihnachtstage und alles Gute für das neue Jahr,

Julia Murken, im Namen der Fachschaft Geschichte der Geschwister Scholl Schule Tübingen

HoZoZei Do 07. Januar 2016

 

Natzweiler-Struthof – ein Kolloquium am 2. und 3. Dezember 2015 in Paris

Einladung nach Paris -1Einladung nach Paris -2Leider ist der Beitrag zu dem Kolloquium „Natzweiler-Struthof – Ein Konzentrationslager auf beiden Seiten des Rheins“ im Deutsch Historischen Institut in Paris am 2. und 3. Dezember2015 noch nicht abgegeben.

Inzwischen möchte  das Programm einen Überblick zu dieser Veranstaltung geben!

Einladung nach Paris -1

 

Ein Zeichen gegen rechtsradikale Umtriebe

Am Sonntag,  8. November, besuchte die „Initiative gegen NPD“ – Haus Meßstetten – das Museum Bisingen mit der Ausstellung „Mut zur Erinnerung – Mut zur Verantwortung“ und den Geschichtslehrpfad Bisingen. Verena Lohr, Jugendguide und im Vorstand des Vereins „Gedenkstätten KZ Bisingen“ hatte die Führung für die Gruppe übernommen – für den Pressebericht zeichnete Klaus Stifel verantwortlich.

Ein Zeichen gegen rechtsradikale Umtriebe

Referendare des Lehrerseminars Rottweil zu Besuch in der Gedenkstätte KZ Bisingen

Außerschulische Lernorte zu besuchen ist seit langem ein wichtiger Bestandteil des Geschichtsunterrichts im Land. Im neuen Bildungsplan 2016 werden dabei auch ganz explizit die Gedenkstätten genannt. Um schon den Referendaren einen Zugang zu eröffnen, unternehmen jährlich die Seminare für gymnasiale Lehrerbildung der Region eine Halbtagesexkursion zur Gedenkstätte KZ Bisingen. Im Juli waren die Tübinger im Ort, letzte Woche – am 15. Oktober –  kam die Referendarsgruppe von Matti Münch aus Rottweil.

Jugendguide Verena Lohr zeigt Matti Münchs Referendaren im Museum noch einmal die Stationen des zuvor abgeschrittenen Geschichtslehrpfads.

Jugendguide Verena Lohr zeigt Matti Münchs Referendaren im Museum noch einmal die Stationen des zuvor abgeschrittenen Geschichtslehrpfads.

Den Vormittag hatten die Lehramtsanwärter – auch dies ist schon Tradition – in Hechingen-Stein in der Villa rustica verbracht, zum Mittagessen ging es dann nach Bisingen und von dort direkt auf den Geschichtslehrpfad. Geführt wurde die Gruppe von Jugendguide Verena Lohr, die selbst in Tübingen Geschichte auf Lehramt studiert.

Im Museum informierte anschließend Ines Mayer, zweite Vorsitzende des Gedenkstättenvereins, über die pädagogischen Angebote in Bisingen. Im Zentrum stand dabei das Unterrichtsmodul, das der erste Vorsitzende Dieter Grupp für den Landesbildungsserver erarbeitet hat. Die Lehrerkollegen im Land – ebenso wie die Schüler – können sich so im Internet über die Ausstellung im Museum und die Stationen des Lehrpfads informieren.

Am Ende bedankten sich Kursleiter Matti Münch und seine Referendare für die praktischen Anregungen. Freilich hat auch der Verein zu danken, handelt es sich doch bei den angehenden Lehrern um Multiplikatoren, die die Gedenkstätte Bisingen an ihren Schulen bekannt machen und Klassenfahrten organisieren. Dieser Schneeballeffekt ist denn auch an den jährlich steigenden Besucherzahlen ablesbar.

Text und Foto: Dr. Ines Mayer – Verein Gedenkstätte KZ Bisingen

Geschichte vor Ort

Fastnacht der Hölle” – Ausflug ins Haus der Geschichte am 28. Februar 2015

Siehe bitte auch Vorankündigung zum April 2015 – Bild unten – mehr dazu dann ab Ende März unter „Veranstaltungen“Fastnacht der Hölle Samstag, 28 Februar 2015 Wir fahren ins Haus der Geschichte zur Ausstellung “Fastnacht der Hölle – der Weltkrieg und die Sinne”. – siehe Link unten Abfahrt: 8.50 Uhr Treffpunkt um 8.30Uhr am Bahnhof Bisingen sein – Kauf von Metropol – Tickets Rückfahrt: 13.22 Uhr Bisingen: 15.07 Uhr

Link: Fastnacht der Hölle – Der Erste Weltkrieg und die Sinne
SO NAH - SO FERN - Plakat

Veranstaltung: Claus Graf Schenk von Stauffenberg im Heimatmuseum Bisingen

18.7. 2014 Veranstaltung mit Dotos MuthAm 20. Juli jährt sich zum 70. Mal das Attentat, mit dem Claus Graf Schenk von Stauffenberg vergeblich versucht hat, der NS-Diktatur unter Hitler ein Ende zu setzen. Dies nimmt der KZ-Gedenkstättenverein als Anlass, sich mit der Person Stauffenbergs auseinanderzusetzen.

Dazu hat der Verein die Stauffenberg-Expertin Doris-Astrid Muth, Historikerin am Kreisarchiv Sigmaringen, als Referentin eingeladen, die am Freitag, dem 18. Juli um 19.30 Uhr im Heimatmuseum Bisingen über das Thema “Claus Schenk Graf von Stauffenberg – Porträt eines Widerstandskämpferssprechen wird.

Doris-Astrid Muth hat die Ausstellung zu Stauffenberg in der Gedenkstätte in Albstadt-Lautlingen konzipiert und umgesetzt und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Thema. Im Anschluss an den Vortrag können Fragen gestellt werden. Der Eintritt ist kostenfrei. – Text: Dieter Grupp, Vorstand

 

 

 

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