Besuch bei Rosel Wasserstein in München

Unserem Verein ist es ein großes Anliegen, den Kontakt mit den Überlebenden des KZ Bisingen und deren Angehörigen aufrecht zu erhalten – so steht es auch unter „Ziele“ als erster Punkt in unserer Vereinssatzung.

Besuche bei unseren Überlebenden des KZ Bisingen sind/waren aus Gründen weiter Entfernungen nicht immer möglich, ganz davon abgesehen, dass wir in Bisingen von ihnen mehrmals besucht wurden. Otto e Gunsberger und seine Frau Evin Melbourne, Shalom Stamberg  und seine Frau Selda in Haifa und mindestens einmal jährlich bei Isak Wasserstein und seine Frau Rosel in München, konnten allerdings doch Mitglieder des Vereins und Bürgermeister Joachim Krüger in ihren Häusern begrüßen.

Wir berichteten, dass Isak Wasserstein am Donnerstag, 05. Januar 2012 verstorben ist (siehe Beitrag vom 14. 01. 2012) und so schien es an der Zeit, seine lieben Frau, Rosel Wasserstein in München zu besuchen. Unabhängig von einander hatten sich Bürgermeister Joachim Krüger mit Hanne Grunert für den 23. Juli, und die Vorsitzende des Vereins für den 18. Juli bei Rosel Wasserstein angemeldet.

Rosel Wasserstein lebt heute mit Bozena T., ihrer Betreuerin einer wunderbaren Persönlichkeit, zusammen, die auch bereits in der Zeit der letzten Tage von Isak Wasserstein im Haus war. Rosel Wasserstein erzählte, dass sie in den Tage nach dem Tod ihres Mannes alles was zu erledigen war wie im Traum durchführte. Die Vorbereitungen für die Überführung nach Israel benötigten viel Kraft bis es dann am Montag, 09. Januar 2012 „nach Hause ging“. Bozena begleitete Rosel Wasserstein auf diesem schweren Weg nach Israel – denn für Rosel Wasserstein war es nie eine Frage, ihr Ehemann, Isak, sollte  an der Seite ihrer beiden Kinder, David und Miriam, auf dem Friedhof von Herzlyia, hier wohnt ihre Schwiegertochter mit den Enkelkindern, beigesetzt werden. (Das Bild oben links hat uns Rosel Wasserstein zur Verfügung gestellt. Links oben hinter Isak Wasserstein Grab ist das Grab der Tochter Miriam – der Sohn David hat unmittelbar etwas  davor rechts seine letzte Ruhestätte! Beide, David und Miriam Wasserstein sind kurz hintereinander in den 90ziger Jahren an Krebs verstorben – was für eine Tragödie für die Eltern!)

Das jiddisches Lied „Schlaf mein Kind“, das Isak Wasserstein immer wieder leise vor sich her gesungen hat, dessen Autor nicht bekannt ist, wird im nächsten Jahr zum Jom HaShoa vom Chor der Münchener Synagoge vorgetragen.

Am Donnerstag 18. Juli 2012 besuchten wir den „Englischen Garten“ – herrliches Wetter, wunderschöne Natur, gute Gespräche, Tränen  und „dennoch“: viel Fröhlichkeit, wie dem Bild durchaus entnommen werden darf!

Vom Besuch unseres Bisinger Bürgermeisters, Joachim Krüger, mit Hanne Grunert am Montag, 23. Juli 2012 zwei Bilder von Bozena T.  Rosel Wasserstein erzählte, dass auch dieser Besuch eine große Freude für sie war mit einem Besuch am Starnberger See und einem kleinen Bummel durch München. Bei einem Treffen mit Bürgermeister Krüger sagte er gestern in einem Gespräch über den Besuch in München  abschließen zusammenfassend: „menschlich sehr wertvoll und wichtig!“

Fotos: Bozena T.

Hier eine Reihe von Links:  Berichte, Bilder und Videos zu Isak Wasserstein

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