Ehemalige Israel-Volontäre in Bisingen und Hechingen

Samstag, 03. März 2012: Jedes Jahr treffen sich Ende Februar/Anfang März In Maisenbach/Bad Liebenzell ehemalige Volontäre des „Liebeswerk Israel“, das im Norden Israels ein Gästehaus für 44 und ein Pflegeheim für 24 Shoa-Überlebende unterhält. Beide Häuser werden durch Spenden aus Deutschland getragen und bestehen seit. In jedem Jahr werden jeweils am Samstag Gedenkstätten und andere themenbezogene Orte besucht. In diesem Jahr stand nach Anfrage aus Israel ein Besuch der „Gedenkstätten KZ Bisingen“ und die „Alte Synagoge“ in Hechingen auf dem Programm.

Die beiden Häuser in Shavei Zion und Ma’alot bestehen seit 43  (von Nahariyya nach Shavei Zion) und seit 29 Jahren (Ma’alot). Das Gästehaus-Betrib begann „in kleinem Maßstab“ mit neun  Zimmern 1960 in Nahariyya, etwa 5 km nördlich von Shavei Zion. Die Vorsitzende des Vereins Gedenkstätten KZ Bisingen  hat 1 1/2 Jahre (06/1999 – 12/2000) im Büro des Gästehauses volontiert.

Da es nicht möglich war, die Ausstellung im Heimatmuseum zu besuchen – trafen wir uns auf dem KZ-Friedhof. Das herrliche Wetter machte es möglich, dass die 15 Teilnehmer zählende Gruppe auf den Stufen des großen Kreuzes sitzen konnte. Anhand von zusammengestellten Bildmaterial hörten die jungen Leute vom Unternehmen „Wüste“allgemein und vom „Wüstewerk“ II – Bisingen, die Massengräber, Exhumierungen und „Einweihung“ des KZ-Friedhof vor 65 Jahren im Besonderen. Die Betroffenheit war spürbar – das eine oder andere Taschentuch wurde aus der Tasche geholt!

Dass ein Überlebender des KZ Bisingen im Oktober 2002 im Gästehaus in Shavei Zion „entdeckt“ wurde, Shalom Stamberg,aus Haifa, und dieser drei Mal in Bisingen als Zeitzeuge besucht hatte, stellte einen besonderen Überraschungseffekt dar.

Es gab Informationen zu den fünf Gedenksteinen und -tafeln, ein Gang über den Geschichtslehrpfad musste aus Zeitgründen ausfallen.

Mit etwas Verspätung trafen wir in der „Alten Synagoge“ in Hechingen ein,  wo Frau Werner geduldig auf uns gewartet hatte. Den Erklärungen Frau Werners zu zuhören ist immer wieder ein Gewinn. Wie sie die Teilnehmer einer Gruppe mit einbezieht  ist unübertroffen – zumal sie auch die eine oder andere jüdische Anekdote zum Besten geben kann. Letztendlich waren doch alle in der Gruppe überrascht, welch vielfältige Symbolik sich in Hechingens wunderschöner Synagoge verbirgt.

Die Zeit reicht noch für einen kurzen Blick in die Ausstellung in der oberen Etage der Synagoge. Die kleine Gruppe verabschiedete sich mit herzlichem mit Dank für den interessanten und gehaltvollen Nachmittag in Bisingen und Hechingen.

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