Wanderausstellung: „Die Kinder vom Bullenhuser Damm“

Das Ehepaar Wache, Sigmaringen, hatte am 26. Juni 2011 in der Ehemaligen Synagoge Rexingen eine Wanderausstellung über „Die Kinder vom Bullenhuser Damm“ eröffnet.

Im Folgenden soll über den Besuch dieser Ausstellung berichtet werden – das scheint im Zuge der Vernetzung zum Dachverband  „Gäu-Neckar-Alb“ (mit insgesamt 9 Synagogen- und KZ-Gedenkstätten)  sinnvoll, um einen Einblick über Veranstaltungen/Ausstellungen in anderen Mitgliedsvereinen zu geben. Die Ausstellung selbst war auf einen knappen Zeitraum beschränkt und es war eine glückliche Fügung, dass uns eine Einladung zum 4. Synagogenfest in Rexingen am 17. Juli 2011 erreichte, eine Woche bevor die Ausstellung beendet wurde.

Zunächst der Text vom Flyer zu dieser Ausstellung: Zwanzig Kinder, fünf- bis zwölfjährige Jungen und Mädchen aus ganz Europa, von ihrem Zuhause fortgeschafft, nur weil sie Juden waren, ihren Eltern im Konzentrationslager Auschwitz weggenommen, anschließend für ein halbes Jahr Opfer medizinischer Verusche im Konzentrationslager Neuengamme und zuletzt kurz vor Kriegsende in einer Hamburger Schule von SS-Männern erhängt.

Dem Engagement einzelner ist es zu verdanken, dass die Geschichte der Kinder dem Vergessen entrissen wurde. Sie suchten Spuren, fanden in Israel, Frankreich, Polen, den USA und vielen weiteren Ländern Angehörige und berichteten ihnen erstmals vom traurigen Weg ihrer Kinder. Gemeinsam mit den Angehörigen gründeten sie eine Vereinigung, die in den Kellerräumen der Schule, wo der Mord verübt wurde, eine Gedenkstätte initiierte.

Die Fotoausstellung dokumentiert den Lebens- und Leidensweg der Kinder und ihrer Angehörigen, die medizinischen Experimente und den Mord. Sie gibt einen Einblick in die Strafverfolgung von Nazi-Verbrechen in der Nachkriegszeit und informiert über die Aktivitäten, damit dieses Verbrechen nicht in Vergessenheit gerät. – Es folgten noch Angaben über die Öffnungszeiten und Dauer der Ausstellung!

←Die Redaktion der SÜDWEST PRESSE / NECKAR CHRONIC hat freundlicher Weise nebenstehenden  Artikel zur Ausstellung zur Verfügung gestellt – an dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank.


Die folgenden Fotos (U. Hentsch)  sind beim Besuch der Ausstellung am 17.Juli 2011 entstanden – die Texte sprechen für sich, so dass zusätzliche Beschreibungen/Kommentare nicht notwendig sind.

Bild 1 -3 Text zur Ausstellung/die Verschleppung der Kinder und die Schule

Bild 4 -10 Die Kurzgeschichte von sieben der 20 Kinder

Bild 11 – 14 „Stellwand“ / Text über „Vereinigung Kinder vom Bullenhuser Damm/die Namen der Kinder/der Rosengarten

Bild 15 – 24 Täter / Texte / Gerichtsurteile / 20 ermordete Kinder

Alle Bilder sind per „klick“ zu vergrößern und Texte werden so gut lesbar.

Wir danken dem Ehepaar Wache, dass wir  die Veröffentlichung von Teilen dieser außergewöhnlichen Wanderausstellung hier übernehmen konnten.


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Eine neue Gedenktafel auf dem KZ-Friedhof Bisingen

„Ein spezieller Tag für uns – die Suche ist beendet – er hat seinen Platz gefunden“…..

….das waren die Worte von Peter van Zantvoort am Sonntag Mittag, (19.Juni 2011) bevor wir gemeinsam zum KZ-Friedhof Bisingen fuhren. Dort war für 14:00h die Enthüllung des Gedenksteins für Alekzander Olszanski vorgesehen. Die Tochter, Janina Olszanska, und die Enkelkinder, Dorota Wrobel und Peter van Zantvoort, hatten in den letzten Jahren die Suche nach dem Verbleib des Vater und Großvaters intensiviert und erfuhren dann im September 2009 in Natzweiler-Struthof, dass der Gesuchte am 06. Februar 1945 im KZ Bisingen verstorben war. Der Ehefrau von Alekszander Olszanski hatte man 1952 mitgeteilt, dass ihr Mann in Natzweiler-Struthof verstorben wäre.

Der erste Kontakt mit den Hinterbliebenen wurde durch Dorota Wrobel im Januar 2010 hergestellt und im Mai 2010 besuchten sie dann zum ersten Mal unser Kirchspiel – siehe unter Kategorie 2010, Eintrag vom 14. Mai:  „Ich bin stolz, dass du hier bist“ – Abschied von Vater und Großvater.

In der Presse war die Gedenkstunde angekündigt und so ist an dieser Stelle all denen zu danken, die sich auf dem KZ-Friedhof Bisingen eingefunden hatten, um der Familie ihre Unterstützung und Anteilnahme zu bezeugen.

Es gab drei kleine Redebeiträge ( Vorsitzende des Vereins „Gedenkstätten KZ Bisingen, Janina Olszanska und Heinz Schwab, Bürgerverein Balingen).

Pater Joachim sprach einen Segen aus für die Familie und versammelte die Anwesenden zum gemeinsam gesprochenen „Vater unser…“ – ein in der Tat bemerkenswerter Abschluss dieser kleinen Gedenkveranstaltung. Für die Angehörigen von Alekzander Olszanski war die Anwesenheit der beiden geistlichen Leiter, Pfarrer Ulrich Günther von der evangelischen und Pater Joachim Rzesniczek von der katholischen Pfarrgemeinde Bisingens ein besonderes Geschenk, wie sie später berichteten.

Bisingens Bürgermeister, Herr Joachim Krüger, hatte den Gästen aus Holland und Belgien seine allerherzlichsten Grüße ausrichten lassen, er war mit seiner Familie im Urlaub und konnte daher nicht persönlich dabei sein. Presseberichte siehe ganz unten!

Es gab anschließend noch angeregte Gespräche auf dem KZ-Friedhof, die später im Heimatmuseum „Mut zur Erinnerung – Mut zur Verantwortung“ , den Ausstellungsräumen zum KZ-Bisingen fortgesetzt wurden.

In Vertretung Bürgermeister Krüger hatte am 17. Juni um 10:00h Romina Burkhardt  (Haupt-und Personalamt/Kulturamt Bisingen) die Familie ins Rathaus Bisingen eingeladen. Ausgezeichnet vorbereitet auf den Besuch mit vielen Fragen an die Gäste vertrat sie BM Krüger in sehr kompetent und persönlich voll engagiert. Auch ihr sei hier nochmals ein besonderer Dank ausgesprochen.

Am Mittwoch 15. Juni morgens wurde die 50kg schwere Gedenktafel zum Bisinger Steinmetz Rager gebracht und am Freitag, 17.Juni war alles auf dem KZ-Friedhof fertig aufgestellt. Auch Herrn Rager gilt nochmals Dank für seine gute Arbeit – es war ja nun bereits das dritte Mal, dass er für Überlebende und deren Hinterbliebene mit dieser Arbeit auf dem KZ-Friedhof Bisingen tätig wurde. Am Nachmittag besuchte die Familie auf Einladung von Bürgermeister Krüger die Burg Hohenzollern – ein Besucher-Magnet, dessen Besichtigung natürlich nicht ausgelassen werden darf. Da beim Besuch 2010 das Wetter sehr schlecht war, wollte die Familie noch einmal den Geschichtslehrpfad Bisingens besuchen – und damit fand dann der erste volle Besuchstag sein Ende.

Bleibt nun noch ein Ausflug nach Überlingen einzutragen. Wolfgang Rieg, Mitglied der „Dokumentationstätte Goldbacher Stollen und KZ Aufkirch e.V.“ und der Gedenkstätten KZ Bisngen e.V. hatte zu einer Führung im „Goldbacher Stollen“ eingeladen. Im nebenstehenden Bild eine Kurzinfo aus dem Internet!

Wolfgang Rieg begrüßte die Gäste und gab bevor es in den „Goldbacher Stollen“ hinein ging eine Reihe wichtiger Informationen über dieses wahnwitzige Unternehmen von 10/1944 – 04/1945

Der Campingplatz vor dem Goldbacher Stollen, der auf den Ausschüttungen  des Aushubs in den Bodensee später entstanden ist.

Mit einem Spaziergang durch Überlingen entlang des Bodensees fand dieser interessante Ausflug dann einen guten Abschluss. Vielen Dank an Wolfgang Rieg für Einladung zum „Goldbacher Stollen“ – und vielen Dank an Ingrid Wöhr (Schriftführerin des Vereins Gedenkstätten KZ Bisingen) die uns an diesem Tag gefahren hat.

Janina Olszanska, Dorota Wrobel und Peter van Zantvoort bedankten sich vor ihrer Rückreise nach Hause  am Montag, 20. Juni 2011 noch einmal sehr herzlich bei allen Beteiligten, die ihnen den Aufenthalt in Bisingen auf ihrem schweren Weg so angenehm gestaltet haben.

Gedenkfeier in Eckerwald am Sonntag 08. Mai 2011

Voranmerkung: nachstehend ein Bericht von Leny und Cees de Brouwer-Fontaine über die Gedenkfeier in der „Gedenkstätte Eckerwald“, die dort jedes Jahr am 08.Mai begangen wird. Die Nachricht wurde so belassen wie sie eintraf – das emotionelle Ereignis für die Freunde aus den Niederlanden ist sehr gut nach zuerleben (siehe unter Kategorie 2010: „Jetzt wissen wir endlich….“ Juni 2010 / „Besuch aus Amsterdam“ November 2010)

Wir haben ein sehr emotionales, wertvolle und besonderes Wochenende in Eure sonniges Gegend gehabt. Zuerst Fritagabend mit Hanne, Gerhard und seinen Frau Margarete gegessen. Am Samstag war die Ausflug zum Freilichtmuseum in Neuhausen und Fahrt mit dem Sauschwanzle-bahn in Blumberg sehr schön und nachher Abendessen in der Becher in Rottweil, auch sehr gut.
Sonntagmorgen war dann das Gedenkfeier in Eckerwald. Zu dieses Gedenkfeier kamen auch 11 Neffen und Nichten von Leny. Die waren am Samstagabend mit dem auto in Balingen gekommen. Das Gedenkfeier hatte ein sehr grosse Eindruck auf uns Allen gemacht.
Nicht nur die Rede von Gerhard Lemmp, sondern auch die Performance einer Schülergruppe der Zinzendorfschulen Köningsfeld. Der Oberburgermeister Hernn Bross hatte uns allen eingeladen zum Mittagessen ( auch unsere 11 Neffen und Nichten).
Erstaunlich und unglaublich. Später sind wir nach Schömberg/Dautmergen gefahren für ein Gedenkfeier, wo Gerhard Lempp auch noch gesprochen hat. Wir haben noch Blumen gelegt bei der Würfel und haben nachdem noch mit einander Hand in Hand gestanden und gesungen. Wir haben uns dann verabschiedet und sind zum Heimatsmuseum in Bisingen gegangen, wir 8 und die andere 11 vom Familie. Dort hat Horst Prautsch und seiner Frau (Anmerkung: von den Gedenkstätten KZ Bisingen) uns begrüsst. Wir sind leider nicht so lange dort gewesen.

Alles mit einander war es ein sehr strenge Tag, emotional und viele Eindrücken und dass macht Müde. Wir haben mit die ganze Familië Abends in Balingen gegessen und am Montagmorgen (nachdem wir noch mit Hanne (Anmerkung: Gedenkstätten KZ Bisingen) gesprochen haben) wieder nach Hause gefahren. (von Stuttgart mit dem Zug).
Ein erklärung der Bilder.
1. Jacek Zieliniewicz aus Polen (überlebende)
2. Ein paar Neffen und Nichten von Leny
3. Ein paar Besucher
4. Ein Rede von Gerhard Lempp
5. Eine Performance von einem Schülergruppe.
6. Gerard Fontaine mit Nichte legen Blumen beim Würfel.
7. Kinder von Frans Fontaine: von L.
Frans Fontaine
Leny de Brouwer – Fontaine
Gerard Fontaine
Lidy de Vries – Fontaine
8. 11 Neffen und Nichten von Frans Fontaine (siehe Bild ganz oben)
9. Frans, Leny, Lidy und Gerard Fontaine mit mann und Frau
10.Rede von Gerhard Lempp beim Gedenkstätte
11.Besucher stehen Hand in Hand und singen zusammen
12.Namen aus das Buch in Heimatmuseum
13.Namen von 6 Niederlandische gestorben Häftlingen.


14.Franz Fontaine – Eintrag im Bisinger Nummerbuch 6 – im Heimat Museum Bisingen „Mut zur Erinnerung – Mut zur Verantwortung“

Das war es für heute.
Wir danken Euch allen herzlichst für alles.
Liebe Grüssen aus Amsterdam.
Leny und Cees

Die letzte Reihe im Bericht lautet: „Die Veranstaltung wurde gefördert von der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung, Zukunft“.

Ein Kranz für die jüdischen Opfer des KZ Bisingen in Yad Vashem


←Unter diesem Motto wurde am diesjährigen „Jom HaShoa“ 2011 in Yad Vashem, Jerusalem, der 6 Millionen jüdischen Opfer des Nazi-Regimes gedacht

Der Besuch Yad Vashems am „Jom HaShoa“ in 2010 veranlasste die Vorsitzende des Vereins „Gedenkstätten KZ Bisngen“, Uta Hentsch, darüber nach zu denken, ob für die jüdischen Opfer des Konzentrations-Arbeitslagers auf der Schwäbischen Alb nicht ein Kranz in Yad Vashem niederlegt werden solle. Die Anmeldung und Eintragung für die Teilnahme verlief völlig problemlos, die Eintrittskarte und Namensschilder  wurden von der „Bisinger Vereinsvorsitzenden“ am 27. April in Yad Vashem in Empfang genommen.

Der „Jom HaShoa“ wurde 1951 von David Ben Gurion eingeführt, 1959 als gesetzlicher Gedenktag an die 6 Millionen jüdischen Menschen, die im Holocaust ermordet wurden verabschiedet und liegt immer acht Tage vor der Wiederkehr der Proklamation des Staates Israel am 05. des Monats Ijar 5708 (14. Mai 1948). Viele öffentliche Einrichtungen sind geschlossen, im Fernsehen und Radio laufen keine Unterhaltungssendungen.

Die Organisation für die Anreise nach Yad Vashem zur Veranstaltung am Abend des 01. Mai 
wie auch dann für die Zeremonien am 02. Mai selbst, ließ keine Wünsche offen.

Für jede Nation gab es spezielle Delegierte, die sich um die Gäste  kümmerten und an ihre Plätze begleitete. Die Tochter von Freunden aus Bisingen-Steinhofen, als Langzeitvolontärin in einem Gästehaus  für Shoa-Überlebende in Shavei Zion, Israel, tätig, begleitete die Vorsitzende des Vereins zu den Gedenkveranstaltungen und vom Treffpunkt vor dem King David Hotel ging mit dem „VIP“-Shuttle nach Yad Vashem und wieder zurück

Yad Vashem selbst glich an beiden Tagen einem „Hochsicherheitstrakt“. Um die Gäste aus Israel selbst, aus aller Welt und die Veranstaltungen vor Terroranschlägen zu schützen geht es nicht ohne Sicherheitsschleusen und Passkontrollen – im Grunde genommen ein Zustand der Absurdität für eine derartige Veranstaltung und doch leider bitter nötig!

Zur Eröffnung der Zeremonie am Vorabend zum Jom HaShoa ertönten für zwei Minuten die Sirenen – es wurde stehend der Opfer gedacht. Es folgten Ansprachen von Israel Staatspräsidenten Shimon Peres und Israel Ministerpräsidenten Benyamin Netanyahu (Ausschnitte siehe Link am Ende).

Der Kaddisch, das Jüdische Totengebet bewegt, obwohl schon viele Male gehört, immer wieder emotional und hinterließ auch diesmal wieder ein Gefühl völliger Sprach- und Hilflosigkeit gegenüber dem millionenfachen Leid durch das Nazi-Regime. Als Deutsche an einer derartigen Zeremonie teil zu nehmen ist doch nach wie vor kein leichter Schritt – auch wenn der Kopf weiß und in Gesprächen erfährt, dass von „persönlicher  Schuld“  von keiner Seite die Rede ist. Im Gegenteil – die Teilnahme und Anteilnahme an den Gedenkveranstaltungen wird mit Hochachtung von jüdischer Seite bedacht!

Besondere Aufmerksamkeit galt den sechs Zeitzeugen, welche nacheinander sechs Fackeln zum Gedenken an „Sechs Millionen Opfer “ entzündeten. Ihre Geschichten wurden per Großbildübertragung vorgestellt. Diese Leidensodysseen sind in ihrer großen Unterschiedlichkeit immer wieder sehr  bewegend.

Mit der israelischen Nationalhymne, der Hatikwa, fand dieser Vorabend zum Jom HaShoa seinen Abschluss. Anschließend wurden alle Gäste zum Kennen lernen und Imbiss ins Restaurant von Yad Vashem eingeladen.

Am 02.Mai  dann begannen  in Yad Vashem um 10 Uhr die Kranzniederlegungen von Vertretern verschiedener Institutionen, Organisationen, Vereinen und Gruppen Überlebender aus vielen Nationen. Um 10 Uhr ertönten landesweit für zwei Minuten die Sirenen, der gesamte öffentliche Verkehr steht dann still – die Menschen steigen aus ihren Autos und aus den Bussen – es kann nicht beschrieben –es muss erlebt werden!

Die Kränze wurden vor dem Ehrenmal des Warschauer Ghetto Aufstandes niedergelegt (siehe auch Bild oben). Auch hier war alles ausgezeichnet organisiert. Helfer wiesen rechtzeitig zum Einreihen hin und es entstand schon ein sehr stark berührendes Gefühl als der  „Irgun (Verein) KZ Bisingen Germany“  aufgerufen wurde und wir  nach vorn gingen um den Kranz nieder zulegen.

Ein Rundgang durch die neue Ausstellung zum „50sten Jahrestag der Eichmann Verhandlungen in Jerusalem / 6 Millionen klagen an“ –  und ein Kaffee in der Pause überbrückte die Zeit bis zur

Zentralen Gedenkfeier in der „Memorial-Hall“ – die auch hier mit dem gemeinsamen Singen der „Hatikwa“ beendet wurde.

←↓diese beiden Bilder wurden mir von Yad Vashem freundlicher Weise zur Verfügung gestellt. Mein Dank dafür geht an Yael Lanzmann/Yad Vashem!!!

Auf der Rückfahrt zum Hotel gab es noch interessante Gespräche mit einer Teilnehmerin einer österreichischen Gruppe – auch für sie war das Hören über das „Unternehmen Wüste“ auf der Schwäbischen Alb eine „sehr erstaunliche Geschichte“!

Reden auszugsweise von Staatspräsident Shimon Peres und Ministerpräsident Benyamin Netanyahu: Reden zum Jom HaShoa-2011

←Hohenzollerische Zeitung am 17. Mai 2011

←Schwarzwälder Bote am 25. Mai 2011

Veränderungen im Vorstand / Yad Vashem / eine neue Gedenktafel auf Bisingens KZ-Friedhof / Bücher

Über die Jahreshauptversammlung mit Wahlen am 14. März 2011 kann im nebenstehenden Pressebericht nachzulesen. Der Verein Gedenkstätten hat einen neuen zweiten Vorsitzenden und eine neue Schriftführerin – wir freuen uns alle auf die vor uns liegende Zeit in der Arbeit „gegen das Vergessen“ !

An dieser Stelle möchte die Vorsitzende des Vereins Hanne Grunert und Horst Prautzsch für die gute Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren danken – Horst Prautzsch hatte im November 2003 die Gründung des Vereins vorangebracht (siehe Kategorie 2003) – er bleibt dem Verein als Mitglied erhalten und ist auch in Zukunft ein wichtiger Ansprechpartner. Hanne Grunert war als zweite Vorsitzende im Verein eine große Stütze für die Realisierung diverser, wichtiger  Projekte. Es ist gut dass durch die Kooeperation zwischen ihr, als Museumskuratorin der Gemeinde Bisingen und dem Verein eine gute Verbindung bestehen bleibt. Auch ihre Mitgliedschaft im Verein ist nicht aufgehoben.

Mehrheitlich wurde dem Beitritt des Vereins zum „Freundeskreis Yad Vashem Deutschland“ zugestimmt. „Erinnern, dokumentieren, forschen und unterrichten“ – das sind die Aufgaben der Holocaustgedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem.

Mit mehr als 2wei Millionen Besuchern pro Jahr ist sie das weltweite Zentrum des Gedenkens an die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Zweigstellen in Form von Freundeskreisen gibt es unzählige weltweit.

Die Vorsitzende des Vereins wird Teilnehmerin bei den Zeremonien des Jom HaShoa, in Yad Vashem, Jerusalem,  sein, die bereits am Vorabend zum 02. Mai beginnen. Am Vormittag des 02. Mai wird erstmals für die jüdischen Opfer des KZ Bisingen ein Kranz niedergelegt werden. Vertreter von 150 Vereinen, Organisationen  und Gedenkstätten-Initiativen weltweit sind zur Kranzniederlegung angemeldet. Begleitet wird die Vorsitzende von einer Volontärin, die im Gästehaus für Shoa-Überlebende in Shavei Zion, Nordisrael,  arbeitet und in Bisingen-Steinhofen zu Hause ist.

Vom 14.-20. Juni werden die Tochter und Enkelkinder des im Februar 1945 im KZ Bisingen verstorbenen Alekzander Olschanzki  nach Bisingen kommen und am 19. Juni eine kleine Gedenktafel für den Vater und Großvater auf dem Bisinger KZ-Friedhof enthüllen – siehe auch unter Kategorie 2010 im Mai der erste Besuch der Familie in Bisingen.

Isak Wasserstein, München, Überlebender des KZ Bisingen, hat viele Male mit seiner Frau Rosel Bisingen besucht. Zum letzten Mal im November 2006 – siehe unter Kategorie 2006 – Podiumsgespräch mit Ute Vogt! Isak Wasserstein hat dem Verein „Gedenkstätten KZ Bisingen“ die Autoren-Rechte an seinem Buch „Ich stand an der Rampe von Auschwitz“ übertragen. Es kann nun neu aufgelegt werden die entsprechenden Vorbereitungen sind bereits getroffen. Gleichzeitig gab er auch die Zustimmung zur Digitalisierung seines Buches für die Einstellung ins Internet.

Es ist dem Vorstand des Verein ein großes Anliegen, dass die Zeitzeugenberichte in Buchform der Bisinger KZ-Überlebenden nicht verloren gehen. So wird auch das Buch von Otto Gunsberger, Melbourne, „Berufswahl“ zu gegebener Zeit eine Neuauflage und Einstellung im Internet erfahren.


Die Übersetzung des Buches von Stanislaw Jerzy Sagan aus dem Englischen – deutscher Titel „Essensträger heraustreten“ – soll evtl. eine Projekt-Arbeit von Schülern werden – so ist es einmal zunächst angedacht und wäre sicher eine gute Sache!

Abschluss der AG-Spurensuche / Bisinger Schüler am 27. Januar 2011

Zu Beginn des Jahres 2011 gibt es über den Abschluss der Schüler AG-Spurensuche und über das Gedenken Bisinger Schüler zum Internationalen Holocaust Gedenktag zu berichten.

Zum 27.o1.2011 endete die AG-Spurensuche mit unseren elf  sechst und siebt Klässlern der Realschule Bisingen. Wie bereit in 2010 berichtet war es eine starke Gruppe – mit der Ende November/Anfang Dezember 2010 Briefe an unsere drei noch Überlebenden des KZ Bisingen entstanden. Jede der drei  durch Los zusammengesetzten Gruppen entwarf für Otto Gunsberger – Melbourne, Shalom Stamberg – Haifa und Isak Wasserstein – München einen kleinen Brief nachdem wir zusammen die Lebensgeschichten der Adressaten in Wort und Bild miteinander besprochen hatten. Es war ganz erstaunlich mit welchem Eifer  die 12 und 13jährigen Schüler diese Aufgabe lösten – nur kleine Korrekturen waren nötig. Bilder kamen dazu und alle unterschrieben jeden Brief. Eine Antwort von Isak Wasserstein kam sehr schnell – zur Freude der Gruppe.

Brief an Shalom Stamberg

Brief an Otto Gunsberger

Brief an Isak Wasserstein

Isak Wasserstein an die Schüler

AG-Spurensuche am Eingang zum KZ-Friedhof Bisingen Januar 2011

AG-Spurensuche-Abschluss am 27.01.2011

AG-Spurensuche - Gedenken am 27. Januar 2011

Presse zum Gedenken der Bisinger Schüler

Schüler der Grund-,Haupt und Werkrealschule Bisingen

Gedenken in der Realschule Bisingen

Gedenkfeier zum 27. 01. 2011 mit 4 Klassen der Realschule Bisingen