Gedenkfeier beim Mahnmal in Eckerwald

Einladung zur Gedenkfeier 2015 II-2

Mahnmal des Bildhauers Siegfried Haas

Mahnmal des Bildhauers Siegfried Haas

Liebe Mitglieder und Freunde der Initiative Gedenkstätte Eckerwald,

in diesem Jahr erinnern wir uns während der Begegnungswoche und Gedenkfeier an die Auflösung der WÜSTE-Lager vor 70 Jahren. Für mehr als 5 000 Häftlinge kam dieses Ereignis zu spät. Sie wurden Opfer der „Vernichtung durch Arbeit“.

Diejenigen, die im März und April 1945 noch lebten, aber krank und nicht mehr gehfähig waren, wurden in offenen Viehwaggon in andere Lager abtransportiert. Auf dem tagelangen Transport starben viele. Die anderen wurden auf die Todesmärsche gezwungen. Eine unbekannte Anzahl, von denen, die am Ende ihrer Kraft waren und zusammenbrachen wurde an Ort und Stelle erschossen und verscharrt. Für einige Hundert Männer kam die Befreiung bereits am 22./23. April 1945 in Ostrach und in verschiedenen Orten Oberschwabens.

Einige Häftlingsgruppen wurden jedoch bis Schongau und Mittenwald weiter getrieben. Erst nach einem Leidensweg von über 250 km kam auch für sie die Freiheit. Die Überlebenden blieben für Ihr Leben gezeichnet. Krankheiten, Schmerzen und Traumata bestimmten ihren Alltag. Wir gedenken der Opfer und begegnen im April 2015 den letzten Zeugen, die noch zu uns kommen können. Angehörige, Kinder und Enkel von Opfern werden die Tage des Gedenkens mit uns begehen.

Liebe Mitglieder und Freunde, auf diesem Wege laden wir Sie ein, mit dabei zu sein.

Mit vielen Grüßen für die Initiative

Gertrud Graf, Brigitta Marquart Schad, Alfons Bulach und Helga Hanisch_____________________________!

Ja, auch in diesem Jahr trafen sich am Mahnmal im Eckerwald Überlebende mit Angehörigen und Nachkommen verstorbener ehemaliger Häftlinge mit vielen Freunden der Initiative Eckerwald aus der Region. Es war ein kühler sonniger Sonntagvormittag  an diesem Gedenkort im Eckerwald mit einem anspruchsvollen Programm – zwei Reden sind hier als pdf. Datei nachzulesen und einige Bilder geben einen Eindruck von der Atmosphäre dieses Vormittags wieder.

Annie-Mathilde Sublon

Annie-Mathilde Sublon

Zunächst das Grußwort von Annie-Mathilde Sublon – zu ihr im Link: Initiative Eckerwald zieht Billanz

Guten Tag, liebe Freunde,

sehr bewegt und mit vielerlei Gefühlen komme ich jedes Jahr an diesen geweihten Ort. Ebenso freue ich mich aber auch, Sie alle, liebe Freunde, die Sie so treu an der Erinnerung festhalten, wieder zu sehen.

Jetzt leben nur noch wenige unmittelbare Zeitzeugen und auch deren Kinder sind schon 70 Jahre und älter. Deshalb ist es notwendig, dass die junge Generation den Staffelstab übernimmt und ihn ihrerseits weitergibt. Was wird in einigen Jahren hier noch sein? Friedhöfe? Die Namenslisten auf den Gedenksteinen? Die Überreste der Lager? Einige Seiten in einem Geschichtsbuch? Reicht das?

Nein! Man muss darüber sprechen und immer wieder sprechen, Zeugnis geben, damit unsere Leiden nicht vergessen werden. Die Völker müssen sich dessen bewusst sein, dass solche Verbrechen immer wieder geschehen, überall in unserer unsicheren Welt, wo die extremistischen Bewegungen wieder aufwachen. Hier besteht Gefahr! Vergessen? Das würde bedeuten, dass wir unsere Helden, die ihr Leben gegeben haben, verraten und ebenso die Überlebenden, die am Tag ihrer Befreiung geschworen haben: „Nie wieder so etwas!“ Seit letztem Jahr haben wir Malou Celle verloren, eine Tochter von Robert Egly, Deportierter und Überlebender der Lager. Denken wir einen Moment an sie, die so viel gelitten haben. Ich danke Frau Mohm für die Übersetzung meines Berichtes und werde diesen jetzt vorlesen

Ich wünsche Ihnen allen einen schönen Tag und grüße Sie herzlich!

Ihr Bericht hier als pdf. Datei: Rede von Annie Sublon

Jacek Zieliniewicz

Jacek Zieliniewicz

Jazek

Jacek Zieliniewicz

Jacek Zieliniewicz

Zieliniewicz, 89, einer der letzten Überlebenden, war auch in diesem Jahr wieder Gast der Initiative Eckerwald – auch seine Rede hier als pdf. Datei: Ansprache von Jazek Zieliniewicz

Am Samstag, 25. April 2015 erhielt Jacek Zieliniewicz den Landesverdienstorden von Ministerpräsident Winfried Kretschmann für seine Veröhnungsarbeit. Darüber im nachfolgenden Link: Jacek Zieliniewicz: Er überlebte Auschwitz

Alle nachfolgenden Bilder von U. Hentsch – können per Klick vergrößert werden.

Gerhard Lempp - Initiator der Schüler-Performance

Gerhard Lempp – Initiator der Schüler-Performance

Schüler-Performance mit Schülern des Albertus-Magnus-Gymnasiums Rottweil

Schüler-Performance mit Schülern des Albertus-Magnus-Gymnasiums Rottweil

Gertrud Graf - Vorstand Initiative Eckerwald

Gertrud Graf – Vorstand Initiative Eckerwald

Brigitta Marquardt-Schad - Vorstand Initiative Eckerwald

Brigitta Marquardt-Schad – Vorstand Initiative Eckerwald

Musikalische Umrahmung - Musikschule Rottweil und Herr Prahl

Musikalische Umrahmung – Musikschule Rottweil und Herr Prahl

Jacek Zieleniewicz und U. Hentsch

Jacek Zieleniewicz und U. Hentsch

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Über das „Redende Schweigen“ – Johannes Czwalina im Museum Bisingen

17. April 2015 Johannes Czwalina im Museum Bisingen -317. Aproöl 2015 Johannes Czwalina im Musuem Bisingen -1Es war leider nur eine sehr kleine Besuchergruppe, die am Freitagabend, dem 17. April 2015 den Weg in Museum Bisingen fand, um Johannes Czwalin, Riehen/Schweiz und seinem Thema: „Das Schweigen redet – Wann vergeht diese Vergangenheit“, zu zuhören. Wie in Gesprächen mit Besuchern nach Abschluss des offiziellen Teils heraus zu hören war bestand Einstimmigkeit: es war ein hervorragender und wichtiger Abend und jeder der Anwesenden war froh darüber Johannes Czawlina kennengelernt und gehört zu haben.

Franziska Blum hat einen Bericht für die Lokal-Presse geschrieben, den sie an mich für unsere Seite weitergeleitet hat- danke dafür, liebe Franziska:

Johannes Czwalina spricht im Museum Bisingen
über das „Redende Schweigen“

„Das Schweigen redet“ heißt das Buch, über das der Autor Johannes Czwalina am vergangenen Freitag im Museum Bisingen sprach – die Landeszentrale für politische Bildung unterstützte diese Veranstaltung.

17. April 2015 Johannes Czwalina im Museum Bisingen -2Vor einem sehr interessierten Publikum erläuterte Czwalina die verpasste Vergangenheitsbewältigung der Generation des Dritten Reiches. In jahrelangen Gesprächen mit Opfern und Tätern des NS-Regimes sowie deren Nachfahren machte der Theologe und heute als Unternehmensberater tätige Czwalina die Beobachtung, dass nach jahrzehntelangem Schweigen über die NS-Vergangenheit die Belastungen in den nachfolgenden Generationen durchbrechen.

© 2013 ISBN 978-3-86506-462-2

© 2013
ISBN 978-3-86506-462-2

In den 1970er-Jahren zeigten sich diese in der Wut der RAF-Terroristen auf das Schweigen der Elterngeneration, die die Kinder der Täter und Mitläufer selbst zu Tätern werden ließ. Auch die Ursache für die heutige NS-verherrlichende Neonaziszene sieht Czwalina in einer mangelnden Aufarbeitung der Geschichte. „Schweigen ist kein Weg. Die Vergangenheit holt uns irgendwann ein, wenn sie nicht bearbeitet wird“, so der Autor.


17. April 2015 Johannes Czwalina im Museum BisingenAls ein Pionier für Versöhnungsinitiativen in Deutschland stellte Czwalina Albrecht Fürst zu Castell-Castell vor. Der fränkische Unternehmer rief anlässlich des 50. Jahrestages des Kriegsendes 1985 die sogenannten „Versöhnungswege“ ins Leben. Etwa 700 Christen reisten in die Länder, mit denen Deutschland Krieg geführt hatte. Dort stellten sie die Frage: „Könnt ihr uns vergeben?“ Diese Vertreter der Nachfolgegeneration brachten den Menschen ihre tiefe Betroffenheit über die Taten ihrer Eltern zum Ausdruck, wobei sich ergreifende Versöhnungsszenen ereigneten.

Czwalina selbst eröffnete 2011 in seinem schweizerischen Wohnort Riehen bei Basel eine private Gedenkstätte, die an das Schicksal der 35.0000 jüdischen Flüchtlinge während des Zweiten Weltkrieges an der Schweizer Grenze erinnert. Die Schweiz, die mit dem Deutschen Reich kollaborierte, lieferte Unzählige von ihnen wieder an das Deutsche Reich aus, was Deportation, KZ und für die meisten den sicheren Tod bedeutete. Czwalina berichtet wie er Widerstände und Entsetzen über seine Gedenkstätte erfährt. Bei der Frage einer Zuhörerin, ob er aufgrund der Schwierigkeiten nicht schon manchmal aufgeben wollte, antwortete er: „Viele machen mir auch Mut. Und Erfolg ist nicht daran zu messen, ob eine Sache gelingt oder nicht gelingt, sondern, ob sie richtig ist.“

Fotos: U. Hentsch

HoZoZei 15. April 2015  Jojannes CzwalinaHoZoZei 23. April 2015

70 Jahre nach Auflösung des KZ Hessental – ein Nachtrag

4.4. 2015 Idit Gil in HessentalAm 5. April 2015 nahm die Vorsitzende der Vereins „Gedenkstätten KZ Bisingen“ an der Gedenkfeier „70 Jahre nach Auflösung der Konzentrationslagers Hessental“ teil. Die Gedenkstätte, unmittelbar an den Bahngleisen des Bahnhofs Hessental/Schwäbisch Hall gelegen wurde im April 2001 eröffnet und beeindruckt durch ihr Stelenfeld mit Namen der Häftlinge, mit großen Einzeltafeln mit Häftlings- und Täterbiografin und einem Reichsbahngüterwaggon in dem sich eine Dokumentation über den Hessentaler Todesmarsch befindet.

Den Lebenden zur Mahnung. Vom 15, Oktober 1944 buis zum 5. April 1945 bestand hier das KZ-Kommando Hessental. Von 747 Häftlingen kamen mindestens 182 Juden ums Leben

Den Lebenden zur Mahnung. Vom 15, Oktober 1944 buis zum 5. April 1945 bestand hier das KZ-Kommando Hessental. Von 747 Häftlingen kamen mindestens 182 Juden ums Leben

An einer Stützmauer unterhalb des ehemaligen Kz-Geländes wurde 1981 eine Gedenkschrift durch den Verein „Friedenswoche Schwäbisch Hall“ angebracht. Von der Gedenkveranstaltung hatte ich im März 2015  in Bad Urach auf der Jahrestagung der LAGG erfahren – und den ausschlaggebenden Anlass nach Hessental zu fahren war die Gastrednerin aus Tel Aviv, Dr. Idit Gil, die ja im Oktober 2007 mit ihrem Vater Chaim Gil auf dem KZ-Friedhof Bisingen eine Gedenktafel für den Bruder von Chaim Gil aufgestellt hatten (siehe Link unten).

Das Trio

Das Trio „Alakart“ – von li nach re
Lars Rinas, Kontarbaß – Albrecht Kuder, Akkordeon – Armin Rager, Klarinette

Das Trio

Das Trio „Alakart“

Etwa 100+ Besucher nahmen an der Gedenkfeier teil, die von der Gruppe „Alakart“ mit Klezmermusik sehr sensibel und authentisch musikalisch umrahmt wurde. Ihr starker Vortrag des bekannten „Unser Stedtele brennt“ wird vielen Besuchern sicher in besonderer Erinnerung bleiben. Gedenkstätte KZ Hessental 5. April 2015Die 200 Namenstafeln wurden ab Oktober 2014 – an den Stelen angebracht – Manfred Krey, ehrenamtlicher Mitarbeiter hat für die Erforschung der Namen die maßgebliche Forschungsarbeit geleistet, durch viele Besuche des „Internationalen Dokumentationszentrum Arolsen“

Dr. Idit Gil, Tel Aviv

Dr. Idit Gil, Tel Aviv

Dr. Idit Gil, Tel Aviv

Dr. Idit Gil, Tel Aviv

Dr. Idit Gil, Open University Israel,  hielt die Gedenkrede – für ihre Studien wurde sie mehrfach ausgezeichnet – siehe dazu auch im Bild oben. Idit Gil hat mir Ihre Gedenkrede überlassen, die hier abrufbar ist: Gedenkrede Dr. Idi Gil Tel Aviv am 5. April 2015 in Hessental

Presse vom 6. April 2015:  Ineffizient und tödlich: Gedenkfeier 70 Jahre nach Auflösung des KZ-Außenlagers Hessental – mit einer Bilder-Galerie

Alle Fotos U. Hentsch – sie mögen einen kleinen Eindruck über diesen Gedenktag in Hessental wiedergeben.

Blick auf das Gelände

Blick auf das Gelände

Ein ehemaliger Reichsbahn-Güterwaggon

Ein ehemaliger Reichsbahn-Güterwaggon

Information zu den Todesmärschen Reichsbahn-Güterwaggon

Information zu den Todesmärschen imReichsbahn-Güterwaggon

Dr. Idit Gil - Manfred Krey, ehrenamtlicher Mitarbeiter - U. Hentsch, Bisingen

Dr. Idit Gil – Manfred Krey, ehrenamtlicher Mitarbeiter – U. Hentsch, Bisingen

Dr. Idit Gil im Gespräch mit Folker Förtsch, Historiker und Leiter des Stadtarchivs Crailsheim

Dr. Idit Gil im Gespräch mit Folker Förtsch, Historiker und Leiter des Stadtarchivs Crailsheim

Blick aus dem Reichsbahn-Güterwagen auf das Stelenfeld

Blick aus dem Reichsbahn-Güterwagen auf das Stelenfeld

200 Namensschilder wurden ab Oktober 2014 an den Stelen angebracht

200 Namensschilder wurden ab Oktober 2014 an den Stelen angebracht

Gedenkstätte KZ Hessental 5. April 2015 Stelenfeld Detail 1 Stelenfeld

Moszek Wassermann, 19 Jahre alt

Moszek Wassermann, 19 Jahre alt

Gedenkstätte KZ Hessental 5. April 2015 - Szmul HellerGedenkstätte KZ Hessental 5. April 2015 Josef GruGedenkstätte KZ Hessental 5. April 2015 Wolf KirszenbaumGedenkstätte KZ Hessental 5. April 2015 Majer HautmanGedenkstätte KZ Hessental 5. April 2015 Rafael Perel Link zur Gedenkstätte Schwäbisch Hall – Hessental Link zum Besuch von Idit Gil mit Ihrem Vater Chaim Gil in Bisingen im Oktober 2015: Besuch aus Tel Aviv mit einer neuen Gedenktafel für den KZ-Friedhof Bisingen

Ausstellungseröffnung „FREIHEIT – SO NAH SO FERN“ am 10. April 2015

Am Freitag, dem 10. April 2015 wurde aus Anlass des 70. Jahrestag der Auflösung des Konzentrationslagers Natzweiler links und rechtes des Rheins in der Hohenzollernhalle Bisingen die Ausstellung: „BIENTOT LA LIBERTE NOUS REVIENDRA – FREIHEIT – SO NAH, SO FERN“ eröffnet.

Gut fünfzig am Thema interessierte Besucher nahmen am Eröffnungsabend teil und sprachen später während eines kleinen Stehempfangs über „eine außerordentlich gute Eröffnungsveranstaltung“. Die letzten Besucher verließen die Hohenzollernhalle gegen 22.30 Uhr – ein gutes Zeichen für viele gute Begegnungen und Gespräche.

Bürgermeister Waizenegger, Bisingen

Bürgermeister Waizenegger, Bisingen

Das Grußwort von Bürgermeister Waizenegger, Bisingen, zu Beginn des Abends liegt leider nicht vor – nachfolgend das Grußwort der Vorsitzenden des Vereins „Gedenkstätten KZ Bisingen“ – Grußwort – Hentsch – am 10. April 2015 

Das Natzweiler LiedDas „Natzweiler Lied“ enthält den französischen Titel der Ausstellung: „Bientot La Liberte Nous Reviendra“ – mehr dazu im Grußwort von Uta Hentsch

Freiheit - So Nah, So Fern - Gedenkstätten KZ Bisingen e.V.  Kreisarchivar Dr. Andreas Zekorn-Balingen← Die Rede von Kreisarchivar Dr. Andreas Zekorn, Zollernalbkreis -Balingen, enthielt Teile aus seinem Beitrag für die Gedenkstätten-Rundscshau, Nr. 14 / März 2015 „Ende mit Schrecken…“. Hier in der pdf.Datei finden Sie den gesamten Beitrag: Ende mit Schrecken – Die Räumung der Lager des Unternehmens %22Wüste%22 im April 1945

Sr. Silvia Pauli, Riehen(Schweiz

Sr. Silvia Pauli, Riehen(Schweiz

Zwei getanzte Beiträge von 

Sr. Silvia Pauli und Stephan Brit, beide Riehen/Schweiz

Sr. Silvia Pauli, Enkelin von Johannes Pauli, Lagerführer des KZ Bisingen,  in Begleitung von Stephan Brit, Klarinette .

Sr. Silvia Pauli, Enkelin von Johannes Pauli, Lagerführer des KZ Bisingen,  in der Begleitung von Stephan Brit, Klarinette – beide aus Riehen in der Schweiz, gaben dem Abend einen sehr besonders bewegenden Eindruck zum Thema Aufarbeitung der eigenen Familiengeschichte.

Nachfolgend verschiedene Bilder zur Austellung (per „Klick“ vergrößern) – Fotos: Uta Hentsch

Abholung der Rollups in Mannheim - "es passt mal gerade eben so"

Abholung der Rollups in Mannheim – „es passt mal gerade eben so“

Aufbau der Ausstellung am 9. April 2015

Aufbau der Ausstellung am 9. April 2015

Aufbau der Ausstellung am 9. April 2015

Aufbau der Ausstellung am 9. April 2015

Im Foyer der Hohenzollernhalle Bisingen

Im Foyer der Hohenzollernhalle Bisingen

Bürgermeister Waizenegger, Bisingen - Dr. Andreas Zekorn, Kreisarchivar Zollernalbkreis,  - Balingen - Sr. Silvia Pauli - Dieter Grupp, Vorstand - Joachim Krüger, vormals Bürgermeister in Bisingen

Bürgermeister Waizenegger, Bisingen – Dr. Andreas Zekorn, Kreisarchivar Zollernalbkreis, Balingen – Sr. Silvia Pauli – Dieter Grupp, Vorstand – Joachim Krüger, vormals Bürgermeister in Bisingen

Gäste beim Stehempfang

Gäste beim Stehempfang

Dr. Zekorn - Dr. Idit Gil, Bürgermeister Waizenegger - Hanne GrunertTel Aviv -

Dr. Zekorn – Dr. Idit Gil, Bürgermeister Waizenegger – Hanne Grunert

Dieter Grupp und Bürgermeister Waizenegger

Dieter Grupp und Bürgermeister Waizenegger

Uta Hentsch, Sr. Silvia Pauli und Dr. Idit Gil

Uta Hentsch, Sr. Silvia Pauli und Dr. Idit Gil

Mitglieder unseres Vereins im Gespräch

Mitglieder unseres Vereins im Gespräch

Dr. Franziska Blum, Heinz Högerle, Dr. Deigendesch und Sr. Silvia Pauli im Gespräch

Dr. Franziska Blum, Heinz Högerle, Dr. Deigendesch und Sr. Silvia Pauli im Gespräch

Dr. Idit Gil, Hanne Grunert und Dr. Zekorn im Gespräch

Dr. Idit Gil, Hanne Grunert und Dr. Zekorn im Gespräch

Sr. Silvia Pauli und Dr. Idit Gil

Sr. Silvia Pauli und Dr. Idit Gil

HoZoZei 13. April 2015SchwaBo 13. April 2015

Besuch der Ausstellung: Fastnacht der Hölle – Der Erste Weltkrieg und die Sinne

Fastnacht der HölleBeschreibung zur Ausstellung aus dem Internet:

Der Erste Weltkrieg sprengte alle Maßstäbe der Wahrnehmung: Mit infernalischem Lärm von Explosionen und Geschützfeuer an der Front. Mit Kampfgas, das in Mund und Nase kroch. Mit Gerüchen von Verwesung und Exkrementen in den Schützengräben. Mit unermesslichem körperlichen und seelischen Leid. Mit Hungersnöten in der Heimat. Aber auch mit neuen technischen Möglichkeiten wie der Luftaufklärung oder der massenhaften Verbreitung der Fotografie. Propaganda manipulierte zudem die Wahrnehmung durch Auge und Ohr. „Fastnacht der Hölle“ führt den Ersten Weltkrieg vor Augen, bringt den Krieg zu Ohren, macht ihn fühlbar, veranschaulicht seinen Geschmack und Geruch.

Bericht von Franziska Blum über den Besuch der Ausstellung

Unsere kleine Gruppe mit Museumsführer Holtbrügge - re im Bild

Unsere kleine Gruppe mit Museumsführer Holtbrügge – re im Bild

Am Samstag, 28. Februar 2015, machte der Verein Gedenkstätten KZ Bisingen e.V. eine Exkursion ins Haus der Geschichte in Stuttgart. Museumsführer Heiner Holtbrügge führte die kleine Gruppe in einem überaus interessant gestalteten Rundgang durch die Ausstellung „Fastnacht der Hölle – der Erste Weltkrieg und die Sinne“. Dabei ging es weniger um die harten Daten des Krieges, als vielmehr um die veränderte Kriegführung und deren Auswirkung auf die menschlichen Eindrücke. An Sinnesstationen konnten die Besucher Kriegseindrücke nachempfinden – etwa den Gestank im Schützengraben oder den Lärm von Explosionen und Geschützfeuer an der Front. In drei großen Themenblöcken veranschaulichte die Ausstellung die Erfahrungen der Menschen an der Front, der Etappe und in der Heimat. Grundlagen für die Gestaltung bildeten eine Unzahl an Feldpostbriefen und Gegenständen, die das Thema auf einer teilweise sehr persönlichen Ebene vor Augen führte. Auch die Nachwirkungen des Krieges waren Thema: die große Anzahl von Kriegsversehrten, die Elektroschocktherapien und Prothesen erhielten, fanden nur schwer zurück ein normales Leben. Das Schicksal von Theodor Hinsberg macht auf brutale Weise deutlich, wie mit Veteranen umgegangen wurde. Nach einer Verschüttung in Verdun und mehrfachen Verwundungen wurde er 1917 wegen „neurasthenischer Symptome“ in das Reservelazarett der Psychiatrie Freiburg eingeliefert. Da sein Arzt keine Verbindung zwischen dem Kriegsdienst und dem Ausbruch der Erkrankung sah, erhielt er keine Rente. Die folgenden 23 Jahre verbrachte Hinsberg ununterbrochen in psychiatrischen Anstalten. Am 8. Juli 1940 wurde er im Rahmen der T-4-Aktion in Grafeneck ermordet. Dieses Schicksal traf etwa 5.000 Weltkriegsveteranen.

 

Das doppelte Ende des K.L. Natzweiler – Ausstellungseröffnung in der KZ Gedenkstätte Neckarelz

SO NAH - SO FERN - PlakatDie deutsch-französische Ausstellung: „Bientot La Liberte Nous Reviendra/Freiheit so Nah – so Fern“ wird am Freitag, 10. April 2015  im Foyer der Hohenzollernhalle Bisingen eröffnet und ist bis zum Mittwoch, 29. April 2015 zu besichtigen Weitere Einzelheiten werden noch unter „Veranstaltungen“ ab 20. März 2015 bekannt gegeben.

Die Vorsitzende des Vereins „Gedenkstätten KZ Bisingen“ besuchte die Eröffnung der Ausstellung am 1. Februar 2015 in der „KZ Gedenkstätte Neckarelz“, so ist es möglich an dieser Stelle erste Eindrücke über das ausgezeichnete Ergebnis der Zusammenarbeit mit Dorothee Roos, 1. Vorsitzende des Vereins KZ Gedenkstätten Neckarelz e.V. und Frederiqe Neau-Dufour, Leiterin des „Centre Europeen du Resistant Deporte“ und der Gedenkstätte am Ort des ehemaligen KZ Natzweiler, mit einigen Bildern und einem Pressebericht vor zustellen. 

Link: Rhein-Neckar-Zeitung am 2. Februar 2015 Gedenkstätte Neckarelz: Einer „doppelten Befreiung“ gedacht

Bilder 1 – 6  Bilder zur zur Eröffnung und Ausstellung: „Bientot La Liberte Nous Reviendra/Freiheit so Nah – so Fern“ / Bilder 7 -13 zur KZ Gedenkstätte Neckarelz / Fotos: U. Hentsch

Eröffnung der deutsch-französichen Ausstellung Programm

Eröffnung der deutsch-französichen Ausstellung Programm

Das "Natzweiler-Lied" dem auch der französische Titel der Ausstellung zugeordnet ist

Das „Natzweiler-Lied“ dem auch der französische Titel der Ausstellung zugeordnet ist

Dorothee Roos und Arno Huth, Preisträger des 3. Landespreises für seine Forschungsarbeit für Heimatforschung für seine Forschungsarbeit "Das doppelte Ende des KL Natzweiler auf beiden Seiten des Rheins"

Dorothee Roos und Arno Huth, Preisträger des 33. Landespreises für Heimatforschung für seine Forschungsarbeit „Das doppelte Ende des KL Natzweiler auf beiden Seiten des Rheins“

Rundgang durch die Ausstellung

Rundgang durch die Ausstellung

Isak Wasserstein - Überlebender des KZ Bisingen

Isak Wasserstein – Überlebender des KZ Bisingen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die KZ-Gedenksätte Neckarelz

Die KZ-Gedenksätte Neckarelz

Die KZ-Lager rechts und links des Rheins

Die KZ-Lager rechts und links des Rheins

Die Außenlager Detail

Die Außenlager Detail

Ausstellungsraum

Ausstellungsraum

Eine ehemalige  "Kranken"-Baracke

Eine ehemalige „Kranken“-Baracke

Text zur ehemaligen "Kranken"-Barcke

Text zur ehemaligen „Kranken“-Barcke

Blick in die ehemalige "Kranken"-Baracke

Blick in die ehemalige „Kranken“-Baracke

 

 

 

 


 

„ICH KLAGE AN“ – Veranstaltung am 27. Januar 2015

Der 70. Jahrestag der Befreiung des KZ-Auschwitz durch die Rote Armee am 27. Januar 1945 – vom Bundespräsidenten a.D., Roman Herzog, 1996 zum „Nationalen Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus“ ausgewiesen, war auch in diesem Jahr für den Verein Gednkstätten KZ Bisingen Anlass für die erste öffentliche Veranstaltung im Kalenderjahr 2015.

Es soll hier jedoch auch daran erinnert werden, dass die UNO den 27. Januar am 1. November 2005 zum „Internationalen Holocaust-Gedenktag ausgerufen hat!

Zum 27. Januar hatte der Verein „Gedenkstätten KZ Bisingen“ zum nationalsozialistischen Propagandafilm „Ich Klage An“, der am 29. August 1941 uraufgeführt wurde, ins Museum Bisingen eingeladen.

27.1.2015 Dieter Grupp - Museum Gedenktsätten KZ BisingenNeben Dieter Grupp, der die Einführung zum Film gab, 27.1. 2015 Museum Gedenkstätten KZ BisingenDr. Kleinbach, der die anschließende Gesprächsrunde leitete,  der Vorsitzenden des Vereins und Franziska Blum, Gemeinde Bisingen und kooptiertes Mitglied unseres Vereins hatten sich 53 am Thema interessierte Besucher 21. 1. 2015  Museum Gedenkstätten KZ Bisingen - Gesprächsrunde nach dem Filmeingefunden – der kleine Begegnungsraum des Museum war mehr als sehr gut gefüllt.

Der Verlauf des Abends kann nachfolgend unter hinzugefügten Presseberichten nachgelesen werden.  – Fotos: U. Hentsch

Schwarzwälder Bote 29. Januar 2015 „Harmloser Bilder, gefährlicher Inhalt“

HoZoZeo Dienstag, 3. Februar 2015