SWR2 – Das Ende des 2. Weltkriegs auf der Schwäbischen Alb

SWR2 24. April 2015Als sich heute Morgen eine Nachricht eines Freundes aus Reutlingen mit einem Link zum Thema: „Das Ende des 2. Weltkriegs auf der Schwäbischen Alb“  erhielt, begann meine Suche bei SWR2 danach. Stefan hatte mir geschrieben, dass die letzten 5 Minuten der Sendung für mich interessant sein würden.

Lange habe ich nach der Sendung in der SWR2 Mediathek gesucht – die Suche abgebrochen und noch einmal neu begonnen – und nun ist der Link zur Sendung am 24. April 2015 hier eingebracht. 

Ab etwa Position 0:21-19 beginnt der Beitrag zu Bisingen – Dr. Christine Glauning berichtet über das KZ Bisingen. Ein weiterer kleiner Mosaikstein zur Bekanntmachung der „Gedenkstätten KZ Bisingen“!

SWR2 – Das Ende des 2. Weltkriegs auf der Schwäbischen Alb zum Nachhören

Gedenk-Stelen in Erzingen und Engstlatt – am 3. Mai 2015

HoZoZei 15. April 2015 - Die Stelen liegen bereitHoZoZei 5. April 2015 Erzingen-EngstlattGedenkstelen in Erzingen 3. Mai 2015 - die Stelen in ErzingenMit der Übergabe von jeweils zwei Gedenk-Stelen in zwei weiteren Orten, in denen das Unternehmen „Wüste“ zwei KZ-Lager und eine Produktionsstätte zum Ölschieferabbau im Sommer 1944 errichtet hatte, beginnt sich langsam der Kreis des Erinnerns an dieses menschenverachtende Unternehmen zur Ölschiefergewinnung am Rande der Westalb zu schließen.

Der Arbeitskreis „Wüste“ hatte zum  Sonntag, 5. Mai 2015  zur Übergabe der Gedenk-Stelen an die Öffentlichkeit nach Erzingen, Wüste-Werk 4 und 5 und Engstlatt, Wüste-Werk 3, eingeladen. Die beiden Veranstaltungen wurden von einem jeweils anspruchsvollen musikalischem Rahmenprogramm durch die jeweils örtlichen Musikvereine anschließenden Empfängen mit kleinem Imbis, den die Ortsvereine zur Verfügung stellten, begleitet. 

Nachfolgend Bilder und pdf. Datein von den Veranstaltungsorten – mit herzlichem Dank an Oberbürgermeister Helmut Reitemann, Balingen, an die Ortsvorsteher, Herrn Sautter, Erzingen und Herrn Jetter, Engstlatt, an Immo Opfermann und Michael Walther, die mir ihre Grußworte für die Veröffentlichung auf unserer Seite zur Verfügung stellten.

Erzingen am 5, Mai 2015 um 11.30Uhr geschätzte 90 bis 100 an der Thematik interessierte Besucher nahmen an der Übergabe an die Öffentlichkeit der beiden Stelen am ehemaligen Lager-Gelände teil – im Folgenden Bilder und Reden (pdf.Datein) vom Veranstaltungsort Erzingen. Für mich eine große Überraschung, als Immo Opfermann in seiner Rede erwähnte, dass Robert Salomon ein ehemaliger Häftling des Wüste-Werk Erzingen war. Ich hatte Robert Salomon, 93 Jahre alt, am Sonntag zuvor in Struthof in seiner bewegenden Rede gehört. (Fotos: U. Hentsch):

Gedenkstelen in Erzingen 3. Mai 2015  Grußwort Oberbürgermeister Reitemann, BalingenBegrüßungsworte des OB, Balingen, Helmut Reitemann      

Gedenkstelen in Erzingen 3. Mai 2015 Ortsvorsteher Sautter, EringenBegrüßung von Ortsvorsteher Manfred Sautter Erzingen am 3. Mai 2015

Gedenkstelen in Erzingen 3. Mai 2015 - Rede Immo OpfermannImmo Opfermann – Rede in Erzingen am 3. Mai 2015


Gedenkstelen in Erzingen 3. Mai 2015 Stadtarchivar Balingen (li) & Michael Walther, AK-Wüste%22  (re)
Worte zur Übergabe der Stelen in Erzingen – Stadtarchivar Balingen, Dr. Hans Schimpf-Reinhardt & Michael Walther, Arbeitskreis Wüste

Gedenkstelen in Erzingen 3. Mai 2015 Wüstewerk 4 & 5 ErzingenGedenkstelen in Erzingen 3. Mai 2015 Gedenkstelen in Erzingen 3. Mai 2015 - Die Stelen

Immo Opfermann und Adolf Binder (seit Gründung des Vereins Vereins Gedenkstätten KZ Bisingen im Vorstand)

Immo Opfermann und Adolf Binder (seit Gründung des Vereins Gedenkstätten KZ Bisingen im Vorstand)

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Webseite zum Thema: Übergabe der Gedenkstelen Unternehmen “Wüste“

Am Nachmittag des 3. Mai 2015 wurden zwei Stelen im Engstlatter  Ried der Öffentlichkeit übergeben. Hier in Engstlatt hatte ein Privatbesitzer des vorgesehenen Standorts – das ehemalige Lagergelände – den Platz für die Stelen zur Verfügung gestellt, wofür ihm von den etwa 150 Besuchern der Veranstaltung verdienter Applaus als Dank gegeben wurde.

Das Grußwort von Balingens Oberbürgermeister Helmut Reitemann hatte wenige Abweichungen seines Grußwortes in Erzingen (siehe pdf.Datei oben),  so auch die Reden zur Übergabe der Stelen durch Stadtarchivar Dr. Hans Schmidt-Reinhard und Michael Walther (siehe oben). Engstlatts Ortsvorsteher Klaus Jetter gab in seinem Grußwort Grundstückseigentümer Ruben Jenter einen herzlichen Dank. Auch in Engstlatt gab es ein anspruchsvolles musikalisches Rahmenprogramm vom Musikverein Engstlatt und nach Ende des offiziellen Teils einen Empfang mit kleinem Imbiss.

Gedenkstelen in Engstlatt - 3. Mai 2015 Balinges OB Helmut Reitemeier

Grußwort Oberbürgermeister Helmut Reitemann, Balingen – links: Ortsvorsteher Klaus Jetter, Engstlatt

Klaus Jetter, Ortsvorsteher Engstlatt

Klaus Jetter, Ortsvorsteher Engstlatt – Rede Ortsvorsteher Klaus Jetter, Engstlatt

Immo Opfermann AK "Wüste"

Immo Opfermann AK „Wüste“ – Immo Opfermann – Rede für Engstlatt

Fotos: Stelen in Engstlatt und Trafostation Ines Mayer – alle anderen Uta Hentsch

Gedenkstelen in Engstlatt - 3. Mai 2015 Worte zur Übergabe der Stelen, Michael Walther, AK Wüste, Balingen

Michael Walther, Arbeitskreis „Wüste“ und Stadtarchivar Balingen Dr. Hans Schimpf-Reinhartd (re)

Gedenkstelen in Engstlatt - 3. Mai 2015 Lageplan des Engstlatter Wüstewerks

Gedenkstelen in Engstlatt - 3. Mai 2015 -1

Gedenkstelen in Engstlatt - 3. Mai 2015 Ortsvorsteher Jetter, Engstlatt (li) OB Reitemeier Balingen (re)Gedenkstelen in Engstlatt - 3. Mai 2015

Gedenkstelen in Engstlatt - 3. Mai 2015 -2Gedenkstelen in Engstlatt - 3. Mai 2015 Relikt der Trafo-Station - Wüstewerk 3, Engstlatt

Stabwechsel im Vorstand „Gedenkstätten KZ Bisingen e.V.“

Gedenkstätten KZ Bisingen e.V. - Jahreshauptversammlung am 30, April 2015 -2

Der neue Vorstand von links nach rechts: Susanne Maier, Adolf Binder, Jannik Bitzer, Verema Lohr, Dr. Franziska Blum, Holger Grebe, Dieter Gruoo, Dr. Ines Mayer und Dr. Karl Kleinbach

Der neue Vorstand von links nach rechts: Susanne Maier, Adolf Binder, Jannik Bitzer, Verema Lohr, Dr. Franziska Blum, Holger Grebe, Dieter Gruoo, Dr. Ines Mayer und Dr. Karl Kleinbach

Auf der Jahreshauptversammlung am Donnerstag, 30. April 2015 gab es im Verein Gedenkstätten KZ Bisingen einen umfassenden Stabwechsel. Uta Hentsch, seit Gründung des Vereins, am 28. November 2003 Vorsitzende des Vereins übergab den 1. Vorsitz an Dieter Grupp und Dr. Ines Mayer als stellvertretende Vorsitzende. Mehr darüber kann auch in den beiden Presseberichten nachgelesen werden.  Eine so zahlenmäßig große Gruppe von anwesenden Mitgliedern hat es in den vergangenen elfeinhalb Jahren seit Bestehen des Vereins noch nie gegeben – und so wurde die öffentliche Abstimmung für die verschiedenen Positionen, die jeweils einstimmig erfolgte, zu einem großen Vertrauensbeweis für die neue Zusammensetzung des gesamten, neuen Vorstands des Vereins.

Ein persönlicher Rückblick der bisherigen 1. Vorsitzenden Mein großer Dank geht zunächst an alle bisherigen Vorstände – ohne Euch wäre nichts „gelaufen“ – und Dank Euch allen, dass Ihr mich in den vergangenen elfeinhalb Jahren er- und getragen habt – und Dank Euch allen auch für die Unterstützung für mich in etwas turbulenter Zeit vor etwa zweieinhalb Jahren. Dankbar blicke ich auf eine erfolgreiche Arbeit von uns allen Aktiven in den vergangenen beinahe 12 Jahren zurück – mit vielen Veranstaltungen, mit sehr guten Referenten und unseren Überlebenden und besonders auch an die Zeit der Umgestaltung des Museums 2006 – und unser „10jähriges“ im November 2013

Die Zusammenarbeit mit den Bisinger Schulen hat sich ausgezeichnet entwickelt – z.Z. haben wir die 8. AG-Spurensuche mit 6. und 7.Klässlern der Realschule  Bisingen. Und sogleich geht mein Dank an die Gemeinde Bisingen, an den Gemeinderat Bisingens, Bisingens ehemaligen Bürgermeister Joachim Krüger und Bisingens neuen Bürgermeister Roman Waizenegger für die durchaus nicht selbstverständliche – optimale Unterstützung unserer Arbeit ab dem Tag der Vereinsgründung, am 28. November 2003 bis heute.

Dabei gehen meine Gedanken an Hanne Grunert, die 2005 von der Gemeinde Bisingen für die Museums- und Gedenkarbeit angestellt wurde und deren Stelle nach ihrem Ausscheiden ab Herbst 2012 von der Gemeinde an Franziska Blum übertragen wurde. Als Kooperationspartnerinnen zwischen der Gemeinde Bisingen und dem Verein sind sie unverzichtbare Bindglieder geworden – auch das ist keine Selbstverständlichkeit – andere Gedenk-Initiativen beneiden uns sogar darum.

Unser kleiner Verein hat bei der LpB-Stuttgart, Abteilung Gedenkstättenarbeit einen ausgezeichneten Ruf – in all den Jahren haben wir alle erdenkliche und großzügige finanzielle Unterstützung erhalten, auch und vor allem in der Zeit der Neu- und Umgestaltung der Ausstellung im Museum und der Übernahme der Honorarkosten für unsere Referenten – dafür geht großer Dank nach Stuttgart. Gedenkstätten KZ Bisingen e.V. - Jahreshauptversammlung am 30, April 2015 -6Gedenkstätten KZ Bisingen e.V. - Jahreshauptversammlung am 30, April 2015 -5Gedenkstätten KZ Bisingen e.V. - Jahreshauptversammlung am 30, April 2015 -4

Für Besuche unserer Überlebenden haben wir im Lauf der Jahre großzügige finanzielle Unterstützung von der Stiftung „Erinnerung – Verantwortung – Zukunft“ in Berlin erhalten – auch nach Berlin geht dafür großer Dank. Unser Bekanntheitsgrad in der Arbeit „Gegen das Vergessen“ bezieht sich nicht allein auf unsere unmittelbare Region – sondern ist auch im Ausland bekannt.

Durch die Mitgliedschaft im „Freundskreis Yad Vashem Deutschland e.V.“wurde ein direkter, persönlicher Kontakt zu Yad Vashem hergestellt – alles was Bisingen, und unsere Arbeit betrifft ist im Archiv Yad Vashems hinterlegt – und wird auch weiterhin dort hin getragen werden.

Die Mitgliedschaft als Verein im Verein „Gegen Vergessen – für Demokratie“die wir als Verein vor einigen Jahren von Horst Prautzsch übernommen haben, hat sich ebenfalls positiv ausgewirkt. Auch dorthin ein großer Dank für z.B. eine der Vitrinen, die im unteren Raum des Museums – für mich immer „der Begegnungsraum“ – zur Umgestaltung der Räume gesponsert wurde.

Mit der Gründung des „Gedenkstättenverbund Gäu-Neckat-Alb e.V.“ im April 2010 hat es eine weitere Vernetzung mit den Gedenkstätten-Initiativen durch die Mitgliedschaft unseres Vereins gegeben. Als Beirat im Vorstand dort, werde ich weiterhin die Verbindungen zwischen unseren verschiedenen Synagogen- und KZ-Initiativen pflegen

Unsere seit Oktober 2008 bestehende Internet-Seite wird auch weiterhin von mir gepflegt werden – immer auch unter dem Motto: „lasst Bilder sprechen“! Auch wenn es nur ein „blog“ ist, dafür aber kostenlos, hat er einen sehr erfreulichen internationalen Einzugsbereich und auch die von mir digitalisierte Juso-Broschüre von 1984 „Das KZ Bisingen“ ist im Internet bis heute nicht ohne Besucher geblieben.

Nachdem ich bereits zur Jahreshauptversammlung 2013 mit Wiederholung im März 2014 gesagt hatte, dass ich den Vorsitz abgeben möchte – danke ich nun Dir, liebe Ines und Dir lieber Dieter, dass Ihr Euch am 30. Juli 2014 dazu entschieden habt den Vorsitz bzw. stellvtretenden Vorsitz zu übernehmen. Ich kann mir keine besseren Nachfolger als Euch beide für diese wichtige Arbeit vorstellen – Ihr erinnert Euch sicher noch an meine Reaktion, als Ihr es mir im vergangenen Sommer gesagt habt – und diese Reaktion kam in der Tat aus meinem Herzen – wie mir die Arbeit  von Beginn an – und in all den Jahren eine reine Herzensangelegenheit war. Vieles könnte noch gesagt werden – an dieser Stelle möchte ich jedoch nun einen Schlusspunkt setzen.

Euch beiden, liebe Ines und lieber Dieter und dem gesamten neuen Vorstand unseres Vereins wünsche ich von ganzem Herzen – und wie gut, dass ich dass jetzt auch so sagen kann: den reichen Segen GOTTES – in allen Teilbereichen der wichtigen Arbeit „Gegen das Vergessen“! Vielen Dank liebe anwesende Freunde für Eure Geduld für meine persönlichen Gedanken zum Abschluss meiner Arbeit als Vorsitzende.

Uta Hentsch, Bisingen am Donnerstag, den 30. April 2015

Gruß von Frau Thelen - LPB-Stuttgart, Gedenkstättenarbeit und ein Buch:

Gruß von Frau Thelen – LPB-Stuttgart, Abteilung Gedenkstättenarbeit und ein Buch: „Geschichte der Juden in Deutschland von 1945 bis zur Gegenwart“

Gruß von Bürgermeister Waizenegger und eine wunderschöne weiße Orchidee

Gruß von Bürgermeister Waizenegger und eine wunderschöne weiße Orchidee

Gruß von lieben Vereinsmitgliedern mit einem herrlichen Blumenstrauß

Gruß von lieben Vereinsmitgliedern mit einem herrlichen Blumenstrauß

Strauß vom Vorstand am 30. April 2015←Post, die ich am Donnerstag Abend erhielt – die mich beim Lesen zu Hause zutiefst bewegte – den Sendern sei auch hier ein besonders herzlicher Dank ausgesprochen – Ihr habt mich sehr reich beschenkt!

Schwarzwälder Bote, Montag, 4. Mai 2015

Schwarzwälder Bote, Montag, 4. Mai 2015

Hohenzollerische Zeitung, Samstag, 3. Mai 2015

Hohenzollerische Zeitung, Samstag, 3. Mai 2015

             

Natzweiler-Struthof: „Nationaler Gedenktag der Deportierten“ mit Francois Hollande

Struthof 26. Aprul 2015 - Flaggen Frankreiches und Europas„Rassismus und Antisemitismus sind noch immer da – die Kenntnis der Geschichte schützt uns nicht vor dem Schlimmsten“ so warnte Frankreichs Präsident Francois Hollande am 26. April 2015 am „Nationalen Gedenktag für Millionen Deportierter“ in Natzweiler-Struthof.

Struthof 26. Aprul 2015 - Präsident Hollande bei seiner Rede„Das Schlimmste kann immer noch kommen, indem wir das wissen können wir es verhindern“, betonte er in seiner Rede und erklärte, warum er zu dieser europäischen Gedenkfeier ins ehemalige Konzentrationslager Struthof eingeladen hat, „denn das was hier passierte war ein entsetzliches Verbrechen, begangen in Europa, von Europäern. Und darum. weil in Europa das Schlimmste passiert ist, haben wir, wir Europäer eine ausdrückliche Verpflichtung, eine bessere Welt zu bauen.“

Invitation Natzweiler-Struthof 26. April 2015Zum „Nationalen Tag der Deportation“, an dem der Millionen Deportierten während des Zweiten Weltkriegs erinnert wird, hatte die Vorsitzende der Gedenkstätten KZ Bisingen e.V., wie alle auf deutscher Seite aktiv Beteiligten an den Vorbereitungen zur Ausstellung „Freiheit – SO NAH, SO FERN – Das doppelte Ende des Konzentrationslagers Natzweiler links und rechts des Rheins“, für Sonntag, 26. April 2015 nach Natzweiler–Struthof eine Einladung erhalten.

Bereits am Sonntagvormittag gab es in weitem Umkreis um Natzweiler-Struthof Sicherheitsvorkehrungen für die Anreise vom französischen Präsidenten, Francois Hollande. In Straßburg und Schirmeck waren Kontrollstationen für die Gäste eingerichtet, die dann mit Bussen zum Veranstaltungsort gebracht wurden. Alles war sehr gut organisiert.

Gäste-Zelt

Gäste-Zelt

Struthof 26. Aprul 2015 - das Gäste-Zelt

Ein großes Zelt mit etwa 800 Sitzplätzen war oberhalb des Eingangs ins Lagergelände aufgebaut – auf Monitoren wurde das Programm, das um 15 Uhr beginnen sollte mit seinen diversen Anteilen übertragen – leider verhinderte der starke Lichteinfall ins „durchsichtige“ Zelt eine optimale Sicht auf das außerhalb des Zeltes stattfindenden Programmteile.

Warten auf den Präsidenten Frankreichs

Warten auf den Präsidenten Frankreichs

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Eingang zum Lagergelände

Eingang zum Lagergelände

Das Lager-Gelände

Das Lager-Gelände

Struthof 26. Aprul 2015 - Laterne der TotenStruthof 26. Aprul 2015 - Laterne der Toten zoom

Die Ankunft des französischen Präsidenten verzögerte sich um ein Stunde, zur Überbrückung der Wartezeit wurden an die Gäste von sehr freundlichen Ehrenamtlichen Getränke verteilt und es entstanden eine Reihe von interessanten neuen Begegnungen und Gesprächen, für die Vorsitzende des Bisinger Vereins sogar in deutscher Sprache und ein kleiner, und bei einem noch möglichen „kleinen“ Rundgang können noch ein paar Fotos vom KZ-Gelände aufgenommen werden.  

Struthof 26. Aprul 2015 - Robert Salomon und polit. Prominenz EuropasMit Ankunft von Frankreichs Präsidenten Francois Hollande um 15.50Uhr kamen der Generalsekretär des Europarates, Thorbjørn Jagland, der Präsident des Europäischen Rates, Donald Tusk, die lettischen Regierungschefin, Laimdota Straujuma und der Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz und andere europäische Prominente – (hier im Bild mit dem Überlebenden Robert Salomon)

Die Empfangszeremonien und einzelnen Programmpunkte insgesamt aufzuzählen ist hier nicht möglich. Bevor Präsident Francois Hollande mit den anwesenden EU-Politikern, Überlebenden und Enkeln Überlebender, von Frederique Neau-Dufour, Direktorin der CERDCentre Européen du Résistant Déporté (Europäisches Zentrum der deportierten Widerstandskämpfer, durch das Lagergelände geführt wurden, soll doch ein Programmpunkt besondere Aufmerksamkeit erhalten,

Die zauberhafte kleine Tosca

Die zauberhafte kleine Tosca

der sehr kurzfristig noch mit aufgenommen wurde: ein Lied, vorgetragen von der 8jährigen Tosca, zur Gruppe Überlebender Szinti und Roma gehörend. Schon allein ihre wunderschöne reine Kinderstimme bewirkte viele aufsteigende Tränen bei uns Zuhörenden.

Der gesamte Rundgang der Prominenz wurde über die Monitore übertragen – wie gut, all die Plätze durch vorangegangene Besuche zu kennen – ohne Kenntnis der französischen Sprache konnten die Inhalte der einzelnen Stationen des Lagers nicht nachvollzogen werden.

Robert Salomon im Haäftlingsanzug

Robert Salomon im Häftlingsanzug

Robert Salomon bei seiner Ansprache

Robert Salomon bei seiner Ansprache

Emotionaler Höhepunkt der Veranstaltung war ohne Frage die Rede von Robert Salomon, 93, Überlebender des Lagers und Präsident der Exekutivkommission Struthof, begleitet von einem seiner Nachkommen. Wiederholt versagte ihm beinahe die Stimme und am Ende seiner Rede mussten seine Begleiter ihn auffangen. Minutenlange Standing Ovations gab es ihm zu Ehren von den Zuhörern.

Für professionelle musikalische Umrahmung zeichnete der Chor de l’Armee Fancaise – besonders hervorgehoben werden soll hier das Lied „La Voix du Reve“ – Die Stimme des Traums – des politischen Häftlings Arthur Poitevin, das er im Januar 1944 im Lager Struthof geschrieben hat. Die Zeile „Bientot la Liberte Nous Reviendra“die Freiheit wird bald für uns kommen – ist der französische Titel der Ausstellung „FREIHEIT – SO NAH, SO FERN“, die auch bei uns hier in Bisingen bis zum 29. April 2015zu sehen ist/war.

Zwei neue Gedenktafeln wurden von Präsident Hollande enthüllt und Enkel von Deportierten legten weiße Rosen nieder.

Ein Regenbogen zum Abschluss des Gedenkens

Ein Regenbogen zum Abschluss des Gedenkens

Abschließend bleibt zu sagen: es war eine in allen Teilen großartige, sensible und aufrüttelnde zweistündige Gedenkveranstaltung und es war auch ein Geschenk dabei gewesen sein zu können.

Bilder: U. Hentsch – die Qualität ist leider nicht immer optimal!

Nachfolgend einige interessante Links, z. T. mit kleinen Filmen, mit Pressebeiträgen zum 26. April 2015

Europäisches Gedenken in Natzweiler-Struthof

Frankreich gedenkt der Opfer des Nazi-Terrors

Hollande warnte bei Gedenken für NS-Opfer vor Ausländerhass

Journée de la déportation: François Hollande au Struthof, le seul camp nazi en France

Interview mit Frederique Neau-Dufour 

Hohenzollerische Zeitung 30. April 2015 - Struthof

Schwartwälder Bote 5. April 2015 - Struthof

Gedenkfeier beim Mahnmal in Eckerwald

Einladung zur Gedenkfeier 2015 II-2

Mahnmal des Bildhauers Siegfried Haas

Mahnmal des Bildhauers Siegfried Haas

Liebe Mitglieder und Freunde der Initiative Gedenkstätte Eckerwald,

in diesem Jahr erinnern wir uns während der Begegnungswoche und Gedenkfeier an die Auflösung der WÜSTE-Lager vor 70 Jahren. Für mehr als 5 000 Häftlinge kam dieses Ereignis zu spät. Sie wurden Opfer der „Vernichtung durch Arbeit“.

Diejenigen, die im März und April 1945 noch lebten, aber krank und nicht mehr gehfähig waren, wurden in offenen Viehwaggon in andere Lager abtransportiert. Auf dem tagelangen Transport starben viele. Die anderen wurden auf die Todesmärsche gezwungen. Eine unbekannte Anzahl, von denen, die am Ende ihrer Kraft waren und zusammenbrachen wurde an Ort und Stelle erschossen und verscharrt. Für einige Hundert Männer kam die Befreiung bereits am 22./23. April 1945 in Ostrach und in verschiedenen Orten Oberschwabens.

Einige Häftlingsgruppen wurden jedoch bis Schongau und Mittenwald weiter getrieben. Erst nach einem Leidensweg von über 250 km kam auch für sie die Freiheit. Die Überlebenden blieben für Ihr Leben gezeichnet. Krankheiten, Schmerzen und Traumata bestimmten ihren Alltag. Wir gedenken der Opfer und begegnen im April 2015 den letzten Zeugen, die noch zu uns kommen können. Angehörige, Kinder und Enkel von Opfern werden die Tage des Gedenkens mit uns begehen.

Liebe Mitglieder und Freunde, auf diesem Wege laden wir Sie ein, mit dabei zu sein.

Mit vielen Grüßen für die Initiative

Gertrud Graf, Brigitta Marquart Schad, Alfons Bulach und Helga Hanisch_____________________________!

Ja, auch in diesem Jahr trafen sich am Mahnmal im Eckerwald Überlebende mit Angehörigen und Nachkommen verstorbener ehemaliger Häftlinge mit vielen Freunden der Initiative Eckerwald aus der Region. Es war ein kühler sonniger Sonntagvormittag  an diesem Gedenkort im Eckerwald mit einem anspruchsvollen Programm – zwei Reden sind hier als pdf. Datei nachzulesen und einige Bilder geben einen Eindruck von der Atmosphäre dieses Vormittags wieder.

Annie-Mathilde Sublon

Annie-Mathilde Sublon

Zunächst das Grußwort von Annie-Mathilde Sublon – zu ihr im Link: Initiative Eckerwald zieht Billanz

Guten Tag, liebe Freunde,

sehr bewegt und mit vielerlei Gefühlen komme ich jedes Jahr an diesen geweihten Ort. Ebenso freue ich mich aber auch, Sie alle, liebe Freunde, die Sie so treu an der Erinnerung festhalten, wieder zu sehen.

Jetzt leben nur noch wenige unmittelbare Zeitzeugen und auch deren Kinder sind schon 70 Jahre und älter. Deshalb ist es notwendig, dass die junge Generation den Staffelstab übernimmt und ihn ihrerseits weitergibt. Was wird in einigen Jahren hier noch sein? Friedhöfe? Die Namenslisten auf den Gedenksteinen? Die Überreste der Lager? Einige Seiten in einem Geschichtsbuch? Reicht das?

Nein! Man muss darüber sprechen und immer wieder sprechen, Zeugnis geben, damit unsere Leiden nicht vergessen werden. Die Völker müssen sich dessen bewusst sein, dass solche Verbrechen immer wieder geschehen, überall in unserer unsicheren Welt, wo die extremistischen Bewegungen wieder aufwachen. Hier besteht Gefahr! Vergessen? Das würde bedeuten, dass wir unsere Helden, die ihr Leben gegeben haben, verraten und ebenso die Überlebenden, die am Tag ihrer Befreiung geschworen haben: „Nie wieder so etwas!“ Seit letztem Jahr haben wir Malou Celle verloren, eine Tochter von Robert Egly, Deportierter und Überlebender der Lager. Denken wir einen Moment an sie, die so viel gelitten haben. Ich danke Frau Mohm für die Übersetzung meines Berichtes und werde diesen jetzt vorlesen

Ich wünsche Ihnen allen einen schönen Tag und grüße Sie herzlich!

Ihr Bericht hier als pdf. Datei: Rede von Annie Sublon

Jacek Zieliniewicz

Jacek Zieliniewicz

Jazek

Jacek Zieliniewicz

Jacek Zieliniewicz

Zieliniewicz, 89, einer der letzten Überlebenden, war auch in diesem Jahr wieder Gast der Initiative Eckerwald – auch seine Rede hier als pdf. Datei: Ansprache von Jazek Zieliniewicz

Am Samstag, 25. April 2015 erhielt Jacek Zieliniewicz den Landesverdienstorden von Ministerpräsident Winfried Kretschmann für seine Veröhnungsarbeit. Darüber im nachfolgenden Link: Jacek Zieliniewicz: Er überlebte Auschwitz

Alle nachfolgenden Bilder von U. Hentsch – können per Klick vergrößert werden.

Gerhard Lempp - Initiator der Schüler-Performance

Gerhard Lempp – Initiator der Schüler-Performance

Schüler-Performance mit Schülern des Albertus-Magnus-Gymnasiums Rottweil

Schüler-Performance mit Schülern des Albertus-Magnus-Gymnasiums Rottweil

Gertrud Graf - Vorstand Initiative Eckerwald

Gertrud Graf – Vorstand Initiative Eckerwald

Brigitta Marquardt-Schad - Vorstand Initiative Eckerwald

Brigitta Marquardt-Schad – Vorstand Initiative Eckerwald

Musikalische Umrahmung - Musikschule Rottweil und Herr Prahl

Musikalische Umrahmung – Musikschule Rottweil und Herr Prahl

Jacek Zieleniewicz und U. Hentsch

Jacek Zieleniewicz und U. Hentsch

Über das „Redende Schweigen“ – Johannes Czwalina im Museum Bisingen

17. April 2015 Johannes Czwalina im Museum Bisingen -317. Aproöl 2015 Johannes Czwalina im Musuem Bisingen -1Es war leider nur eine sehr kleine Besuchergruppe, die am Freitagabend, dem 17. April 2015 den Weg in Museum Bisingen fand, um Johannes Czwalin, Riehen/Schweiz und seinem Thema: „Das Schweigen redet – Wann vergeht diese Vergangenheit“, zu zuhören. Wie in Gesprächen mit Besuchern nach Abschluss des offiziellen Teils heraus zu hören war bestand Einstimmigkeit: es war ein hervorragender und wichtiger Abend und jeder der Anwesenden war froh darüber Johannes Czawlina kennengelernt und gehört zu haben.

Franziska Blum hat einen Bericht für die Lokal-Presse geschrieben, den sie an mich für unsere Seite weitergeleitet hat- danke dafür, liebe Franziska:

Johannes Czwalina spricht im Museum Bisingen
über das „Redende Schweigen“

„Das Schweigen redet“ heißt das Buch, über das der Autor Johannes Czwalina am vergangenen Freitag im Museum Bisingen sprach – die Landeszentrale für politische Bildung unterstützte diese Veranstaltung.

17. April 2015 Johannes Czwalina im Museum Bisingen -2Vor einem sehr interessierten Publikum erläuterte Czwalina die verpasste Vergangenheitsbewältigung der Generation des Dritten Reiches. In jahrelangen Gesprächen mit Opfern und Tätern des NS-Regimes sowie deren Nachfahren machte der Theologe und heute als Unternehmensberater tätige Czwalina die Beobachtung, dass nach jahrzehntelangem Schweigen über die NS-Vergangenheit die Belastungen in den nachfolgenden Generationen durchbrechen.

© 2013 ISBN 978-3-86506-462-2

© 2013
ISBN 978-3-86506-462-2

In den 1970er-Jahren zeigten sich diese in der Wut der RAF-Terroristen auf das Schweigen der Elterngeneration, die die Kinder der Täter und Mitläufer selbst zu Tätern werden ließ. Auch die Ursache für die heutige NS-verherrlichende Neonaziszene sieht Czwalina in einer mangelnden Aufarbeitung der Geschichte. „Schweigen ist kein Weg. Die Vergangenheit holt uns irgendwann ein, wenn sie nicht bearbeitet wird“, so der Autor.


17. April 2015 Johannes Czwalina im Museum BisingenAls ein Pionier für Versöhnungsinitiativen in Deutschland stellte Czwalina Albrecht Fürst zu Castell-Castell vor. Der fränkische Unternehmer rief anlässlich des 50. Jahrestages des Kriegsendes 1985 die sogenannten „Versöhnungswege“ ins Leben. Etwa 700 Christen reisten in die Länder, mit denen Deutschland Krieg geführt hatte. Dort stellten sie die Frage: „Könnt ihr uns vergeben?“ Diese Vertreter der Nachfolgegeneration brachten den Menschen ihre tiefe Betroffenheit über die Taten ihrer Eltern zum Ausdruck, wobei sich ergreifende Versöhnungsszenen ereigneten.

Czwalina selbst eröffnete 2011 in seinem schweizerischen Wohnort Riehen bei Basel eine private Gedenkstätte, die an das Schicksal der 35.0000 jüdischen Flüchtlinge während des Zweiten Weltkrieges an der Schweizer Grenze erinnert. Die Schweiz, die mit dem Deutschen Reich kollaborierte, lieferte Unzählige von ihnen wieder an das Deutsche Reich aus, was Deportation, KZ und für die meisten den sicheren Tod bedeutete. Czwalina berichtet wie er Widerstände und Entsetzen über seine Gedenkstätte erfährt. Bei der Frage einer Zuhörerin, ob er aufgrund der Schwierigkeiten nicht schon manchmal aufgeben wollte, antwortete er: „Viele machen mir auch Mut. Und Erfolg ist nicht daran zu messen, ob eine Sache gelingt oder nicht gelingt, sondern, ob sie richtig ist.“

Fotos: U. Hentsch

HoZoZei 15. April 2015  Jojannes CzwalinaHoZoZei 23. April 2015

70 Jahre nach Auflösung des KZ Hessental – ein Nachtrag

4.4. 2015 Idit Gil in HessentalAm 5. April 2015 nahm die Vorsitzende der Vereins „Gedenkstätten KZ Bisingen“ an der Gedenkfeier „70 Jahre nach Auflösung der Konzentrationslagers Hessental“ teil. Die Gedenkstätte, unmittelbar an den Bahngleisen des Bahnhofs Hessental/Schwäbisch Hall gelegen wurde im April 2001 eröffnet und beeindruckt durch ihr Stelenfeld mit Namen der Häftlinge, mit großen Einzeltafeln mit Häftlings- und Täterbiografin und einem Reichsbahngüterwaggon in dem sich eine Dokumentation über den Hessentaler Todesmarsch befindet.

Den Lebenden zur Mahnung. Vom 15, Oktober 1944 buis zum 5. April 1945 bestand hier das KZ-Kommando Hessental. Von 747 Häftlingen kamen mindestens 182 Juden ums Leben

Den Lebenden zur Mahnung. Vom 15, Oktober 1944 buis zum 5. April 1945 bestand hier das KZ-Kommando Hessental. Von 747 Häftlingen kamen mindestens 182 Juden ums Leben

An einer Stützmauer unterhalb des ehemaligen Kz-Geländes wurde 1981 eine Gedenkschrift durch den Verein „Friedenswoche Schwäbisch Hall“ angebracht. Von der Gedenkveranstaltung hatte ich im März 2015  in Bad Urach auf der Jahrestagung der LAGG erfahren – und den ausschlaggebenden Anlass nach Hessental zu fahren war die Gastrednerin aus Tel Aviv, Dr. Idit Gil, die ja im Oktober 2007 mit ihrem Vater Chaim Gil auf dem KZ-Friedhof Bisingen eine Gedenktafel für den Bruder von Chaim Gil aufgestellt hatten (siehe Link unten).

Das Trio

Das Trio „Alakart“ – von li nach re
Lars Rinas, Kontarbaß – Albrecht Kuder, Akkordeon – Armin Rager, Klarinette

Das Trio

Das Trio „Alakart“

Etwa 100+ Besucher nahmen an der Gedenkfeier teil, die von der Gruppe „Alakart“ mit Klezmermusik sehr sensibel und authentisch musikalisch umrahmt wurde. Ihr starker Vortrag des bekannten „Unser Stedtele brennt“ wird vielen Besuchern sicher in besonderer Erinnerung bleiben. Gedenkstätte KZ Hessental 5. April 2015Die 200 Namenstafeln wurden ab Oktober 2014 – an den Stelen angebracht – Manfred Krey, ehrenamtlicher Mitarbeiter hat für die Erforschung der Namen die maßgebliche Forschungsarbeit geleistet, durch viele Besuche des „Internationalen Dokumentationszentrum Arolsen“

Dr. Idit Gil, Tel Aviv

Dr. Idit Gil, Tel Aviv

Dr. Idit Gil, Tel Aviv

Dr. Idit Gil, Tel Aviv

Dr. Idit Gil, Open University Israel,  hielt die Gedenkrede – für ihre Studien wurde sie mehrfach ausgezeichnet – siehe dazu auch im Bild oben. Idit Gil hat mir Ihre Gedenkrede überlassen, die hier abrufbar ist: Gedenkrede Dr. Idi Gil Tel Aviv am 5. April 2015 in Hessental

Presse vom 6. April 2015:  Ineffizient und tödlich: Gedenkfeier 70 Jahre nach Auflösung des KZ-Außenlagers Hessental – mit einer Bilder-Galerie

Alle Fotos U. Hentsch – sie mögen einen kleinen Eindruck über diesen Gedenktag in Hessental wiedergeben.

Blick auf das Gelände

Blick auf das Gelände

Ein ehemaliger Reichsbahn-Güterwaggon

Ein ehemaliger Reichsbahn-Güterwaggon

Information zu den Todesmärschen Reichsbahn-Güterwaggon

Information zu den Todesmärschen imReichsbahn-Güterwaggon

Dr. Idit Gil - Manfred Krey, ehrenamtlicher Mitarbeiter - U. Hentsch, Bisingen

Dr. Idit Gil – Manfred Krey, ehrenamtlicher Mitarbeiter – U. Hentsch, Bisingen

Dr. Idit Gil im Gespräch mit Folker Förtsch, Historiker und Leiter des Stadtarchivs Crailsheim

Dr. Idit Gil im Gespräch mit Folker Förtsch, Historiker und Leiter des Stadtarchivs Crailsheim

Blick aus dem Reichsbahn-Güterwagen auf das Stelenfeld

Blick aus dem Reichsbahn-Güterwagen auf das Stelenfeld

200 Namensschilder wurden ab Oktober 2014 an den Stelen angebracht

200 Namensschilder wurden ab Oktober 2014 an den Stelen angebracht

Gedenkstätte KZ Hessental 5. April 2015 Stelenfeld Detail 1 Stelenfeld

Moszek Wassermann, 19 Jahre alt

Moszek Wassermann, 19 Jahre alt

Gedenkstätte KZ Hessental 5. April 2015 - Szmul HellerGedenkstätte KZ Hessental 5. April 2015 Josef GruGedenkstätte KZ Hessental 5. April 2015 Wolf KirszenbaumGedenkstätte KZ Hessental 5. April 2015 Majer HautmanGedenkstätte KZ Hessental 5. April 2015 Rafael Perel Link zur Gedenkstätte Schwäbisch Hall – Hessental Link zum Besuch von Idit Gil mit Ihrem Vater Chaim Gil in Bisingen im Oktober 2015: Besuch aus Tel Aviv mit einer neuen Gedenktafel für den KZ-Friedhof Bisingen

Ausstellungseröffnung „FREIHEIT – SO NAH SO FERN“ am 10. April 2015

Am Freitag, dem 10. April 2015 wurde aus Anlass des 70. Jahrestag der Auflösung des Konzentrationslagers Natzweiler links und rechtes des Rheins in der Hohenzollernhalle Bisingen die Ausstellung: „BIENTOT LA LIBERTE NOUS REVIENDRA – FREIHEIT – SO NAH, SO FERN“ eröffnet.

Gut fünfzig am Thema interessierte Besucher nahmen am Eröffnungsabend teil und sprachen später während eines kleinen Stehempfangs über „eine außerordentlich gute Eröffnungsveranstaltung“. Die letzten Besucher verließen die Hohenzollernhalle gegen 22.30 Uhr – ein gutes Zeichen für viele gute Begegnungen und Gespräche.

Bürgermeister Waizenegger, Bisingen

Bürgermeister Waizenegger, Bisingen

Das Grußwort von Bürgermeister Waizenegger, Bisingen, zu Beginn des Abends liegt leider nicht vor – nachfolgend das Grußwort der Vorsitzenden des Vereins „Gedenkstätten KZ Bisingen“ – Grußwort – Hentsch – am 10. April 2015 

Das Natzweiler LiedDas „Natzweiler Lied“ enthält den französischen Titel der Ausstellung: „Bientot La Liberte Nous Reviendra“ – mehr dazu im Grußwort von Uta Hentsch

Freiheit - So Nah, So Fern - Gedenkstätten KZ Bisingen e.V.  Kreisarchivar Dr. Andreas Zekorn-Balingen← Die Rede von Kreisarchivar Dr. Andreas Zekorn, Zollernalbkreis -Balingen, enthielt Teile aus seinem Beitrag für die Gedenkstätten-Rundscshau, Nr. 14 / März 2015 „Ende mit Schrecken…“. Hier in der pdf.Datei finden Sie den gesamten Beitrag: Ende mit Schrecken – Die Räumung der Lager des Unternehmens %22Wüste%22 im April 1945

Sr. Silvia Pauli, Riehen(Schweiz

Sr. Silvia Pauli, Riehen(Schweiz

Zwei getanzte Beiträge von 

Sr. Silvia Pauli und Stephan Brit, beide Riehen/Schweiz

Sr. Silvia Pauli, Enkelin von Johannes Pauli, Lagerführer des KZ Bisingen,  in Begleitung von Stephan Brit, Klarinette .

Sr. Silvia Pauli, Enkelin von Johannes Pauli, Lagerführer des KZ Bisingen,  in der Begleitung von Stephan Brit, Klarinette – beide aus Riehen in der Schweiz, gaben dem Abend einen sehr besonders bewegenden Eindruck zum Thema Aufarbeitung der eigenen Familiengeschichte.

Nachfolgend verschiedene Bilder zur Austellung (per „Klick“ vergrößern) – Fotos: Uta Hentsch

Abholung der Rollups in Mannheim - "es passt mal gerade eben so"

Abholung der Rollups in Mannheim – „es passt mal gerade eben so“

Aufbau der Ausstellung am 9. April 2015

Aufbau der Ausstellung am 9. April 2015

Aufbau der Ausstellung am 9. April 2015

Aufbau der Ausstellung am 9. April 2015

Im Foyer der Hohenzollernhalle Bisingen

Im Foyer der Hohenzollernhalle Bisingen

Bürgermeister Waizenegger, Bisingen - Dr. Andreas Zekorn, Kreisarchivar Zollernalbkreis,  - Balingen - Sr. Silvia Pauli - Dieter Grupp, Vorstand - Joachim Krüger, vormals Bürgermeister in Bisingen

Bürgermeister Waizenegger, Bisingen – Dr. Andreas Zekorn, Kreisarchivar Zollernalbkreis, Balingen – Sr. Silvia Pauli – Dieter Grupp, Vorstand – Joachim Krüger, vormals Bürgermeister in Bisingen

Gäste beim Stehempfang

Gäste beim Stehempfang

Dr. Zekorn - Dr. Idit Gil, Bürgermeister Waizenegger - Hanne GrunertTel Aviv -

Dr. Zekorn – Dr. Idit Gil, Bürgermeister Waizenegger – Hanne Grunert

Dieter Grupp und Bürgermeister Waizenegger

Dieter Grupp und Bürgermeister Waizenegger

Uta Hentsch, Sr. Silvia Pauli und Dr. Idit Gil

Uta Hentsch, Sr. Silvia Pauli und Dr. Idit Gil

Mitglieder unseres Vereins im Gespräch

Mitglieder unseres Vereins im Gespräch

Dr. Franziska Blum, Heinz Högerle, Dr. Deigendesch und Sr. Silvia Pauli im Gespräch

Dr. Franziska Blum, Heinz Högerle, Dr. Deigendesch und Sr. Silvia Pauli im Gespräch

Dr. Idit Gil, Hanne Grunert und Dr. Zekorn im Gespräch

Dr. Idit Gil, Hanne Grunert und Dr. Zekorn im Gespräch

Sr. Silvia Pauli und Dr. Idit Gil

Sr. Silvia Pauli und Dr. Idit Gil

HoZoZei 13. April 2015SchwaBo 13. April 2015

Besuch der Ausstellung: Fastnacht der Hölle – Der Erste Weltkrieg und die Sinne

Fastnacht der HölleBeschreibung zur Ausstellung aus dem Internet:

Der Erste Weltkrieg sprengte alle Maßstäbe der Wahrnehmung: Mit infernalischem Lärm von Explosionen und Geschützfeuer an der Front. Mit Kampfgas, das in Mund und Nase kroch. Mit Gerüchen von Verwesung und Exkrementen in den Schützengräben. Mit unermesslichem körperlichen und seelischen Leid. Mit Hungersnöten in der Heimat. Aber auch mit neuen technischen Möglichkeiten wie der Luftaufklärung oder der massenhaften Verbreitung der Fotografie. Propaganda manipulierte zudem die Wahrnehmung durch Auge und Ohr. „Fastnacht der Hölle“ führt den Ersten Weltkrieg vor Augen, bringt den Krieg zu Ohren, macht ihn fühlbar, veranschaulicht seinen Geschmack und Geruch.

Bericht von Franziska Blum über den Besuch der Ausstellung

Unsere kleine Gruppe mit Museumsführer Holtbrügge - re im Bild

Unsere kleine Gruppe mit Museumsführer Holtbrügge – re im Bild

Am Samstag, 28. Februar 2015, machte der Verein Gedenkstätten KZ Bisingen e.V. eine Exkursion ins Haus der Geschichte in Stuttgart. Museumsführer Heiner Holtbrügge führte die kleine Gruppe in einem überaus interessant gestalteten Rundgang durch die Ausstellung „Fastnacht der Hölle – der Erste Weltkrieg und die Sinne“. Dabei ging es weniger um die harten Daten des Krieges, als vielmehr um die veränderte Kriegführung und deren Auswirkung auf die menschlichen Eindrücke. An Sinnesstationen konnten die Besucher Kriegseindrücke nachempfinden – etwa den Gestank im Schützengraben oder den Lärm von Explosionen und Geschützfeuer an der Front. In drei großen Themenblöcken veranschaulichte die Ausstellung die Erfahrungen der Menschen an der Front, der Etappe und in der Heimat. Grundlagen für die Gestaltung bildeten eine Unzahl an Feldpostbriefen und Gegenständen, die das Thema auf einer teilweise sehr persönlichen Ebene vor Augen führte. Auch die Nachwirkungen des Krieges waren Thema: die große Anzahl von Kriegsversehrten, die Elektroschocktherapien und Prothesen erhielten, fanden nur schwer zurück ein normales Leben. Das Schicksal von Theodor Hinsberg macht auf brutale Weise deutlich, wie mit Veteranen umgegangen wurde. Nach einer Verschüttung in Verdun und mehrfachen Verwundungen wurde er 1917 wegen „neurasthenischer Symptome“ in das Reservelazarett der Psychiatrie Freiburg eingeliefert. Da sein Arzt keine Verbindung zwischen dem Kriegsdienst und dem Ausbruch der Erkrankung sah, erhielt er keine Rente. Die folgenden 23 Jahre verbrachte Hinsberg ununterbrochen in psychiatrischen Anstalten. Am 8. Juli 1940 wurde er im Rahmen der T-4-Aktion in Grafeneck ermordet. Dieses Schicksal traf etwa 5.000 Weltkriegsveteranen.

 

Das doppelte Ende des K.L. Natzweiler – Ausstellungseröffnung in der KZ Gedenkstätte Neckarelz

SO NAH - SO FERN - PlakatDie deutsch-französische Ausstellung: „Bientot La Liberte Nous Reviendra/Freiheit so Nah – so Fern“ wird am Freitag, 10. April 2015  im Foyer der Hohenzollernhalle Bisingen eröffnet und ist bis zum Mittwoch, 29. April 2015 zu besichtigen Weitere Einzelheiten werden noch unter „Veranstaltungen“ ab 20. März 2015 bekannt gegeben.

Die Vorsitzende des Vereins „Gedenkstätten KZ Bisingen“ besuchte die Eröffnung der Ausstellung am 1. Februar 2015 in der „KZ Gedenkstätte Neckarelz“, so ist es möglich an dieser Stelle erste Eindrücke über das ausgezeichnete Ergebnis der Zusammenarbeit mit Dorothee Roos, 1. Vorsitzende des Vereins KZ Gedenkstätten Neckarelz e.V. und Frederiqe Neau-Dufour, Leiterin des „Centre Europeen du Resistant Deporte“ und der Gedenkstätte am Ort des ehemaligen KZ Natzweiler, mit einigen Bildern und einem Pressebericht vor zustellen. 

Link: Rhein-Neckar-Zeitung am 2. Februar 2015 Gedenkstätte Neckarelz: Einer „doppelten Befreiung“ gedacht

Bilder 1 – 6  Bilder zur zur Eröffnung und Ausstellung: „Bientot La Liberte Nous Reviendra/Freiheit so Nah – so Fern“ / Bilder 7 -13 zur KZ Gedenkstätte Neckarelz / Fotos: U. Hentsch

Eröffnung der deutsch-französichen Ausstellung Programm

Eröffnung der deutsch-französichen Ausstellung Programm

Das "Natzweiler-Lied" dem auch der französische Titel der Ausstellung zugeordnet ist

Das „Natzweiler-Lied“ dem auch der französische Titel der Ausstellung zugeordnet ist

Dorothee Roos und Arno Huth, Preisträger des 3. Landespreises für seine Forschungsarbeit für Heimatforschung für seine Forschungsarbeit "Das doppelte Ende des KL Natzweiler auf beiden Seiten des Rheins"

Dorothee Roos und Arno Huth, Preisträger des 33. Landespreises für Heimatforschung für seine Forschungsarbeit „Das doppelte Ende des KL Natzweiler auf beiden Seiten des Rheins“

Rundgang durch die Ausstellung

Rundgang durch die Ausstellung

Isak Wasserstein - Überlebender des KZ Bisingen

Isak Wasserstein – Überlebender des KZ Bisingen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die KZ-Gedenksätte Neckarelz

Die KZ-Gedenksätte Neckarelz

Die KZ-Lager rechts und links des Rheins

Die KZ-Lager rechts und links des Rheins

Die Außenlager Detail

Die Außenlager Detail

Ausstellungsraum

Ausstellungsraum

Eine ehemalige  "Kranken"-Baracke

Eine ehemalige „Kranken“-Baracke

Text zur ehemaligen "Kranken"-Barcke

Text zur ehemaligen „Kranken“-Barcke

Blick in die ehemalige "Kranken"-Baracke

Blick in die ehemalige „Kranken“-Baracke