2002 – Jahresabschlußtreffen des Gesprächkreis „Möglichkeiten des Erinnerns“

Die Jahre 1999/2000/2001/ bleiben ausgespart, da es erst ab Ende des Jahres 2002 mit deutlichen bis in die heutige Zeit reichenden Veränderungen weiterging. In der Zeit bis Ende 2002 gab es öffentliche Veranstaltung, die der Gesprächskreis initiierte, es gab wiederholt den Versuch einen Verein zu gründen – ohne weitreichenden Erfolg, es gab Besuche von Holocaust-Überlebenden – aber auch immer wieder eine Art Stillstand in allen ernsthaften Bemühungen, die Arbeit „gegen das Vergessen“ nachhaltiger in der Öffentlichkeit etablieren zu können.

Am 04. Dezember 2002 traf sich der Gesprächskreis „Möglichkeiten des Erinnerns“ mit Bisingens Bürgermeister, Herrn Joachim Krüger zur letzten Sitzung des Jahres. Ich selber war nach meiner Rückkehr aus dem Dienst in Israel im Dezember 2000 durch eine gute Freundin zum Gesprächskreis eingeladen worden und nahm in dieser Zeit an einigen Treffen teil – jedoch nicht an o.g. 04. 12.2002 – da ich zu dieser Zeit in Israel war.

Laut Protokoll waren an diesem elf Personen anwesend und das Thema war  ein weiteres Mal (u.a): Gründung eines Vereins. Wie dem Protokoll zu entnehmen ist sprachen sich neben Bürgermeister Krüger noch zwei weitere Teilnehmer für eine Vereinsgründung aus – 3 Teilnehmer waren dagegen – 4 trugen diverse Bedenken vor. So blieb für diesen Tagesordnungspunkt wieder alles offen.

Nach dem Ausscheiden von Christine Glauning, siehe Kategorien „das KZ Bisingen“, „1969“ und „1998“ hatte der Gemeinderat Bisingen darüber beraten und beschlossen, dass eine 325,- Euro Stelle  zur Verfügung gestellt werden kann, so berichtet Bürgermeister Krüger den Anwesenden. Und weiter: für eine zweite Stelle fehle es schlichtweg an finanziellen Mitteln  und nach Auffassung des Gemeinderats müsse sich die ehrenamtliche Arbeit durchsetzen.

Ein weiterer TOP war die Bekanntgebe, das im Werk ZEDAKAH – Israel, dem Gästehaus für Holocaust-Überlebende in Shavei Zion, ein Gast im Gespräch mit einer Volontärein erzählt hat, dass er im KZ Bisingen war. Seine Adresse würde bereits vorliegen und die Anwesenden des Abends meinten, Shaom Stamberg sollte nach Bisingen eingeladen werden. Damit beende ich an dieser Stelle die Protokoll-Inhalte und komme zu meinem Besuch bei Shalom Stamberg im Dezember 2000 – nächster Artikel: „Erster Besuch bei Shalom Stamberg, Holocaust-Überlebende des KZ Bisingen, in Haifa“

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