Besuch von Isak Wasserstein und seiner Frau Rosel in Bisingen

Ein dritter Höhepunkt im ersten Halbjahr von 2005 war der Besuch von Isak Wasserstein mit seiner Frau Rosel aus München. Der Verein und die Gemeindebücherei Bisingen hatten ihn zu einer Lesung über seine Lebenstationen eingeladen. Verbunden wurde der Besuch mit zwei Zeitzeugenberichten in der Kaufmännischen Schule in Hechingen und in der 12. Klasse des Gymnasiums Ebingen. Die nachfolgenden Zeitungsberichte und Bilder (alle Fotos U. Hentsch) geben ausführliche Information über den Besuch, der von diversen privaten Einladungen begleitet wurde.

Sechstklässler der Realschule Bisingen singen zur Begrüßung „Hevenu Shalom Aleichem“

Isak Wasserstein liest aus seinem Buch: „Ich stand an der Rampe von Auschwitz“

Gespräche nach der Lesung: Rosel Wasserstein und Bürgermeister Joachim Krüger

Ein Autogramm für Hanne Grunert

Zeitzeugenbericht in der Kaufmännischen Schule Hechingen

Nach dem Vortrag – Zeit für Autogramme

Im Gespräch mit Schülerinnen

Auf dem Geschichtslehrpfad – hier am Steg, dem vermutlichen Eingang zum Lager und Apeelplatz

Geschichtslehrpfad: am ehemaligen „Ölbunker“

Geschiichtslehrpfad: an der Ölschiefer-Abbaukante

Geschichtslehrpfad: Iska Wasserstein an einer Info-Tafel an der Ölschiefer-Abbaukante

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Bisinger Gemeinderat stimmt der Umgestaltung des Heimatmuseum zu / Gruppe aus den USA im Heimatmuseum

Auf der Gemeindratssitzung am 27. Juli 2005 gab es uneingschränkte Zustimmung für die Umgestaltung des Heimatmuseum – siehe „Nachrichtenblatt Bisingen“.

Konrad Flegr, Bisingen, Mitarbeiter eier Internationalen Jugendaustausch-Organisation besuchte mit dreizehn Jugendlichen aus den USA das Heimatmuseum Bisingen.  Er schloß den Besuch mit den Worten ab: „Mag das KZ-Museum eine besondere finanzielle Belastung für die Gemeinde Bisingen sein, so ist es auf jeden Fall auch ein einzigartiger, unersetzlicher Ort der Geschichtsbewahrung, der über Bisingen hinaus Wirkung zeigt.“


Informations-und Gedenkfahrt „Unternehmen Wüste“

Im September 2005 hatte der Verein zu einer „Spurensuchen“ Gedenkfahrt eingeladen zu der sich neun Teilnehmer meldeten. Hans Martin führte die kleine Gruppe zu verschiedenen Plätzen, an denen sich noch Relikte der ehemals 10 „Wüste“-Werke befanden und zu den 3 KZ-Friedhöfen auf denen insgesamt 3480 Opfer (aus Massengräbern exhumierte) Opfer, viele davon namenlos wie z. B. in Bisingen, an die Dimension des Wahnsinns des Unternehmen „Wüste“ erinnern.

Bereich B27-Abfahrt nach Haigerloch/von Moos überdeckter Kontrollschacht der Wasserleitung, die von der Böllatmühle zum Kuhloch von den Häftllicngen des KZ Bisingen unter unvorstellbaren Bedingungen verlegt werden musste.

An der "Böllatmühle"

Stauwehr "Böllatmühle" - hier befand sich ein Pumpenhaus und eine Trafostation

In Erzingen, Dormettingen und Schörzingen rote Ziegelstein-Relikte, in denen sich u.a. Elektrogebläse und Trafostationen befanden

EIne kleine Kapelle auf dem KZ-FRiedhof in Schörzingen (549 Opfer). In der Kapelle sind Namenstafeln mit Herkunftsland angebracht

"Lege, HERR, einen Schrecken auf sie, dass die Heiden erkennen, dass sie Menschen sind." Psalm 9,21 - Hebräische Inschrift auf dem Gedenkstein in Schörzingen

Achteckiges "Öltank"-Relikt im Eckerwald

Ein Gebäudeblock, dessen Decke irgenwann einstürtzte hat die "Initiative Eckerwald" als Feilichmuseum eingerichtet

Oktober 2005 – Vorstandswahl und Vorschau für 2006

Bei der Jahreshauptversammlung mit Wahlen am 26. Oktober 2005 wurde der Vorstand bestätigt.  Hanne Grunert, seit 15.01.2005 als „wissenschaftliche Mitarbeiterin“ bei der Gemeinde Bisngen tätig, wurde vom Verein als kooptierte Sachverständige und Mitglied im Verein aufgenommen. Ein Rückblick auf die Aktivitäten der vergangenen zwei Jahre kann in Hinsicht auf die Mitgliederzahl und finanzielle Möglichkeiten als durchaus positiv bewertet werden.

In 2006 wird sich der Verein voll auf die Umgestaltung der Ausstellung im Heimatmuseum zum 10-jährigen Bestehen im Oktober konzentrieren.