Bisinger Schüler der GHW- und Realschule und der Realschule gedenken der Opfer des Nationalsozialismus

Montag, 30. Januar 2012 – Bereits zum sechsten Mal fand aus Anlass der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz am 27. Januar 1945 eine Gedenkstunde mit Schülern der GHW- und Realschule im Heimatmuseum Bisingen statt.

Hanne Grunert und Uta Hentsch waren am  27. Januar für die Gedenkfeier im Stuttgarter Landtag angemeldet, daher wurde das Treffen mit den Schülern in diesem Jahr  auf den Wochenbeginn danach verlegt. Mit ihren Lehrern, Frau Billet-Barfuss, Herrn Merz, Herrn Steg und Rektor Tritz kamen Schülerinnen und Schüler der Klassen 8a/8b am Montagmorgen ins Heimatmuseum Bisingen.

Nach der Begrüßung entzündeten zwei Schüler Kerzen und Uta Hentsch informierte über die Bedeutung des 27, Januar, der am 03. Januar 1996 vom damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog zum „Nationalen Gedenktag und die Opfer des Nationalsozialismus“ erklärt wurde. Das Arbeits- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau war das größte, technisch am besten ausgerichtete und grausamste aller Konzentrationslager. Am 27. Januar1945 war es das erste aller Lager, das durch die Rote Armee der Sowjetunion befreit wurde. Am 1. November 2005 verabschiedete die UNO diesen Tag als „Internationalen Holocaust-Gedenktag“. Die Begriffe „Holocaust“ (griechisch) und „Shoa“ (hebräisch) wurden erklärt und es gab einen Hinweis auf die Opfer der Vernichtungsmaschinerie des Nazi-Regimes, Kommunisten, Homosexuelle, 500.000 Szinti und Roma und viele andere, nach Sicht der Nationalsozialisten „minderwertige“ Menschen. Über 6 Millionen Juden von insgesamt 11.000.000 jüdischen Bürgern Europas wurden Opfer der systematischen Vernichtung durch Erschießen und Vergasung mit anschließender Verbrennung

Nach der Einführung wurden die Achtklässler die Akteure: in vier Antikriegsliedern, zu denen jeweils eine Information zum Text gegeben wurde. In Bob Dylans Lied „Die Antwort mein Freund….“ mit seinen vielen unbeantworteten Fragen auf die nur der Wind die Antwort weiß ist ein Lied, dass zu allen Zeiten Ausdruck der Trauer, der Anklage aber auch die Ohnmacht ist  So symbolisiert der amerikanische Songwriter Pete Seeger in seinem „Sag mir wo die Blumen sind….“ den ewigen Kreislauf des Krieges, der nur durchbrochen werden kann, wenn die Menschen endlich beginnen, aus den Fehlern früherer Generationen zu lernen. Mit dem Lied: „So ist Versöhnung, so muss der wahre Friede sein…“ von Jürgen Wert, wird die Hoffnung auf Versöhnung und Frieden durch Vergeben und Verzeihen ausgesprochen.

Hanne Grunert informierte über das Unternehmen „Wüste“ und das KZ Bisingen mit seinen vielen Opfern, die hier vor Ort an Schwäche, Hunger, Misshandlungen, Erschießen und Aufhängen ihr Leben verloren. Nach einem fünfzehnminütigen Film über Auschwitz-Birkenau mit einer Zeitzeugin konnte man eine kleine Zeit eine Stecknadel fallen hören – die Betroffenheit war greifbar und dennoch gab es dann Fragen zum Thema.

Herr Tritz bedankte sich bei den Schülerinnen und Schülern für ihren Fleiß, mit dem sie mit ihren Lehrern die Lieder eingeübt und das Interesse, welches sie mit Beteiligung an dieser Gedenkstunde gezeigt haben. Es gab noch Zeit, die verschiedenen Räume der Ausstellung im Heimatmuseum anzuschauen – Flyer wurden mitgenommen – Schüler fragten nach den Öffnungszeiten des Heimatmuseums. Abschließendes Resume.: es war eine gute und wichtige, wenn auch für die jungen Leute durchaus eine nicht leichte Gedenk- und Unterrichtsstunde.

Zu den nachfolgenden Zeitungsberichten noch eine Richtigstellung/Ergänzung: an der Gedenkstunde in der Realschule Bisingen am 31. Januar 2012 nahmen etwa 70 Shüler der Klassen 9a,b und c und drei Schüler der 10. Klasse teil. Im Deutschunterricht wird sich in der 10. Klasse zum Thema Literatur  mit einem Buch beschäftigt. In diesem Schuljahr war es  das Buch „Grafeneck“ ein Roman von Rainer Gross. Die Schüler haben die Möglichkeit mit der Erarbeitung des Buche ihre Deutschprüfung abzulegen. Konrad Wiget, Religionslehrer, hat in seinem Unterricht anhand des Buches die Schüler mit dem Euthanasie-Projekt des Nazi-Regimes bekannt gemacht und eine Verknüpfung mit den Inhalten der Gedenkstunde zum 27.01.2012 hergestellt. Die drei Zehntklässler trugen wichtige Fakten über Grafeneck vor.  Mit der Vorstellung des Euthanasie-Programm am Beispiel „Grafeneck“  wurde eine Verbindung zwischen den ersten Vergasungen „Vor unsrer Haustür“ zu den  auf der Wannseekonferenz am 20.01.1942 verabschiedeten „Endlösung der Judenfrage“  zu den Gaskammern von Auschwitz hergestellt. Herr Wiegt besucht drei bis vier weiteren Lehrern (je nach Schüleranzahl) vor den Sommerferien schon seit vielen Jahr mit den Schülern der 9. Klassen die Gedenkstätten Natzweiler/Struthof. Alle Lager des Unternehmen „Wüste“ – auch Bisingen –  waren Außenlager von Natzweiler-Struthof. Alle Fotos: U.Hentsch-vorletztes Bild, Rektor Tröger

30. Januar 2012 – Gedenkstunde 27. Januar 2012 – Schüler der Klassen 8a/b der GHW- und Realschule Bisingen:

27. Januar 2012 – Landtag in Stuttgart erinnert an die Opfer des Nationalsozialismus

Am 27. Januar 2012 waren Hanne Grunert (Gemeinde Bisingen) und Uta Hentsch (Vorsitzende des Vereins Gedenkstätten KZ Bisingen) Teilnehmer an der Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus. Viele Gedenkstätten und -Initiativen waren eingeladen und konnten ihre Orte des Gedenkens präsentieren.

Landtagspräsident Guido Wolf  zitierte zu Beginn seiner Rede Golo Mann: „Wo Alles möglich war wird immer Alles möglich sein“ – und bezog sich damit sogleich auf die Mordserie“ vor 10 Jahren, die uns gerade so stark beschäftigt; und weiter „1/5 unserer Bevölkerung ist Gruppen-/judenfeindlich – der braune Ungeist lebt weiter – in Springerstiefeln und grauem Zwirn.“ Drei wichtige Merksätze formulierte Guido Wolf:   1. Nüchterne aber wahre Feststellungen; 2. Zeichen setzen für Geschichtsbewusstsein und 3. Gedenken wird erst richtig zur Gedenkkultur, wenn es unseren Alltag durchdringt. Wolf ging auf die Aufgaben des Verfassungsschutzes ein und beendete seine Rede mit er eindringlichen Feststellung: „Substanziell betrachtet sind wir alle die eigentlichen Verfassungsschützer.“

Prof. Dr. Dr. h.c. Aleida Assmann, Universität Konstanz, erläuterte in ihrer Rede: „Die transformatorische Kraft der Erinnerung“, wie sich die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit von vorangegangener Ablehnung eben eine „verwandelte Kraft „zur Erinnerung hin entwickelt. Die Frage nach dem „warum und der Notwendigkeit“ von Gedenkstätten stellte Prof. Assman drei Leitgedanken vor: 1. Gedächtnisorte sind begehbare Geschichtsbücher;  2. Gedächtnisorte sind wichtige Kontaktzentren für Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft und 3. Gedächtnisorte sind die Stimme historischer Zeugen, die nachträglich zum Sprechen gebracht werden können.

Frau Thelen, Landeszentrale für politische Bildung, Stuttgart, interviewte drei Jugendguides der Gedenkstätten Hailfingen-Tailfingen und stellt so deren Arbeit vor – die Idee dabei: Jugendliche führen Jugendlich (wobei gesagt werden muss,das es dabei um sehr umfangreiche Programme geht, die hier nicht aufgezeigt werden können!).

Als Rahmenprogramm zu den Reden gab  Musikstücke von Bach, John Dowland und Paganini, vorgetragen von drei jungen Preisträgern des „Karl-Adler-Jugendmusikwettbewerb Baden-Württemberg.

Bleibt anzumerken, dass es keine Erwähnung darüber gab , dass der 27. Januar  am 01. November 2005 von der UNO als „Internationaler Holocaust-Gedenktag“ verabschiedet wurde!

Hier im Link eine Pressemitteilung über die Veranstaltung: Gedenkstunde im Landtag Stuttgart am 27.01.2012

Im Erdgeschoss und der ersten Etage hatten die verschiedenen Gedenk-Initiativen aus Baden-Württemberg (insgesamt heute 66 Gedenksorte in BW!)  ihre Infostände – hier einige Bilder. Per Anklick können sie vergrößert und die Namen der Initiativen gelesen werden. Alle Fotos U.Hentsch

27.01.2012 Pressemitteilung

Nachfolgender Link enthält die Reden im Landtag. Wenn die Seite der LpB erscheint „Aktuelles“ anklicken.

Falls es nicht klappt nach dem Link die Reden als pdf. Datei zum runterladen:

Reden im Landtag

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Veranstaltung: 70. Jahrestag der Wannsee-Konferenz / Freitag 20. Januar 2012

Bisisngen Die Wannsse-Konferent - Veranstaltung am 20.01.2012Die Endlösung der Judenfrage – der „verwaltete Mord“ an den Juden Europas    Entscheidungen zum Völkermord in noblem Ambiente bei „Cognac und Häppchen“

Bericht für die Presse von Uta Hentsch

Aus Anlass des 70. Jahrestages der Wannsee-Konferenz zur „Endlösung der Judenfrage“ am 20. Januar 1942 hatte der Verein Gedenkstätten KZ Bisingen am Freitag, 20. Januar 2012 zu einer Gedenkveranstaltung ins Bisinger Heimatmuseum eingeladen.

Zwanzig Besucher, darunter Bisingens Bürgermeister Joachim Krüger, Helmut Gabeli, „Ehemalige Synagoge Haigerloch“ mit seiner Frau und Dr. Norbert Kirchmann, „Alte Synagoge Hechingen“, nahmen sich Zeit für diesen Abend. Die 1984 entstandene deutsche, filmische Rekonstruktion  „Die Wannseekonferenz erhielt seine Authentizität aus den aufgefundenen fünfzehn Protokollen und weiteren Dokumenten, sowie auch aus diesbezüglichen Aussagen von Adolf Eichmann.

Nach Begrüßung der Gäste gab die Vorsitzende des Vereins eine kurze Einführung zum Film. Mit einigen Bildern wurde ein Teil der Protokolle gezeigt. Die fünfzehn Nazi-Größen der Konferenz waren promovierte Juristen, Volkswirte und auch Theologen. Sie alle, auch Heydrich, Sohn eines Komponisten und Direktor eines Konservatoriums, kamen aus guten, scheinbar geordneten Familienverhältnissen. Aus explizit christlich-religiösen Familien kamen sieben der Teilnehmer, Wilhelm Kritzinger, Reichskanzlei, war z.B. Sohn eines Pfarrers.

Weiterhin wies Uta Hentsch auf die Rolle die der Großmufti von Jerusalem, Mohammed Amin-el Husseini, auch der „SS-Mufti“ genannt, spielt, hin. Er wurde zu einem großen Unterstützer der Judenfrage von außen. Im November 1941 nach Berlin angereist mit mehreren Jahren Aufenthalt, paktierte der Großmufti mit Hitler in der „Judenfrage“ in jeder Hinsicht. „Abu Ali“ (Vater Ali), war der Beiname, den der Mufti Hitler gab. Himmler verehrte den Großmufti beinahe unterwürfig, das lassen Grußkarten und Bilder von beiden unzweifelhaft erkennen.

In einem Telegramm an den Mufti schreibt Himmler zum am 02. November 1943: „Die nationalsozialistische Bewegung Großdeutschlands hat seit ihrer Entstehung den Kampf gegen das Weltjudentum auf ihre Fahnen geschrieben, Sie hat deshalb schon immer mit besonderer Sympathie den Kampf der Freiheitsliebenden Araber, vor allem in Palästina gegen die jüdischen Eindringlinge verfolgt. Die Erkenntnis dieses Feindes und der gemeinsame Kampf gegen ihn bilden die feste Grundlage des natürlichen Bündnisses zwischen dem nationalsozialistischen Großdeutschland und den freiheitsliebenden Mohammedanern der ganzen Welt. In diesem Sinne übermittle ich Ihnen am Jahrestag der unseligen Balfour-Deklaration meine herzlichsten Grüße und Wünsche für die glückliche Durchführung Ihres Kampfes bis zum Endsieg.“ Reichsführer der SS – Gez. Heinrich Himmler

Der gemeinsame Hass auf die Juden weltweit und die Rolle, die der Großmufti in der gesamten faschistischen Ideologie spielte ist bis heute in der Öffentlichkeit weitgehend unbekannt und soll offenbar auch unbekannt bleiben. (Tilman Tarach, Der Ewige Sündenbock, Seite 43). Auch für die Besucher der Gedenkveranstaltung im Heimatmuseum war die Dimension dieser unseligen Verbindung weitgehend unbekannt.

Der 1984 entstandene deutsche Film gibt die Atmosphäre dieser folgenschwersten Besprechung der Menschheitsgeschichte unter dem NS-Regime eindrücklich wieder. Es war eine von außerordentlichem Zynismus und Vulgarismus geprägte Sitzung in noblem Ambiente der „Marlier“-Villa, am Großen Wannsee gelegen.  (heute eine Gedenkstätte!). Mit eiskalten Willen fanden die Planungen und Vorgehensweisen zur Vernichtung von 11.000.000 Juden aus ganz Europa bei „Cognac und Häppchen“ nach nur neunzig Minuten ihren „bürokratischen“ Abschluss. (Eichmann dazu im Prozess 1961: „Das geht eben sehr ruhig zu, und es werden nicht viele Worte gemacht. Es dauert auch nicht ehr lange. Es wird dann ein Cognac gereicht durch die Ordonanzen und dann ist die Sache eben vorbei.“) Man mochte eigentlich gar nicht mehr zuhören und/oder zuschauen, so schockierend ging diese Sitzung zur  „verwalteten“ „Endlösung der Judenfrage“ vonstatten. Drei Jahre später endete diese Planung mit der katastrophalen Folge, dem Völkermord an 6.000.000 Juden. Im Klartext wurde von Zu-Tods-Schinden, Erschießung und Vergasung gesprochen. Im Protokoll, nach Aussage von Eichmann im Prozess 1961 von einer Sekretärin geführt und von ihm endgültig abgefasst, war lediglich von Sonderbehandlung die Rede!

Mit Beendigung des Film: „Die Wannseekonferenz“ herrschte im Heimatmuseum Bisingen absolute Stille – der Film führte ganz offensichtlich zunächst einmal zu Sprach- und auch Fassungslosigkeit. Die Vorsitzende fragte nach einer kleinen Zeit dann, ob jemand etwas sagen möchte – daraufhin kam es für eine knappe Stunde zu angeregter Diskussion auf hohem Niveau. Bürgermeister Krüger angefragt für ein abschließendes Wort: „es war ein guter und wichtiger Abend“ wurde von allen bestätigt. Um 22:40h verabschiedeten sich die letzten Teilnehmer aus Haigerloch mit der Anmerkung: Ihr habt ja einen wirklich großartigen Bürgermeister in Bisingen. Am Samstag erhielt die Vorsitzenden einen Anruf mit den Worten: „es war bei aller Entsetzlichkeit eine unvergesslich gute Veranstaltung.“

2 Fotos: Uta Hentsch

Zur Einführung in den Abend Bilder und Texte zum Thema (ppt): Wannsee-Konfernz-Verein Gedenkstätten KZ BIsingen 20.01.2012

Link zur Webseite zu dem Film von INFAMEDIA : Wannseekonferenz Information zum Film

Artikel in der Jüdische Allgemeine Nr 3/12 am 19. Januar 2012: Organisiertes Verbrechen

Artikel in der Jüdische Allgemeine Nr 3/12 am 19. Januar 2012: Bei Getränken und Schnittchen

Artikel Jüdische Allgemeine 20.01.2012Ort deutscher Schande

Diverse Reden von der Veranstaltung in Berlin:

Nachruf zum Tod von Isak Wasserstein – München am 05. Januar 2012


Mit großer Betroffenheit haben wir in Bisingen vom Tod Isak Wassersteins am Donnerstag 05. Januar 2012 in München Kenntnis erhalten. Isak Wasserstein war Überlebender der letzten Station seiner Leidensodysseen, dem  KZ Bisingen, WERK 2 des Unternehmen „Wüste“.

Der Verein „Gedenkstätten KZ Bisingen e.V.“ möchte an dieser Stelle der Familie von Isak Wasserstein seine tiefe Anteilnahme aussprechen und viel Kraft für die Zeit des Abschiednehmens vom geliebten Ehemann, Schwiegervater und Großvater wünschen.

Wir gedenken des Verstorbenen, Isak Wasserstein, mit großer Hochachtung und gedenken der vielen Stunden, in denen er Bisingen zu Veranstaltungen als Zeitzeuge besuchte und die wir mit ihm und seiner Frau Rosel auch im privaten Bereich hier in Bisingen und bei Besuchen in München verleben konnten. Das Bild oben links entstand am 19. November 2006 im Heimatmuseum Bisingen. Isak Wasserstein sitzt vor
seiner  Kurzbiografie. Es war sein letzter Besuch in Bisingen  anlässlich des 10jährigen Bestehens des Heimatmuseum Bisingen mit der Ausstellung zum Gedenken an das KZ Bisingen in der Zeit des Unternehmen „Wüste“ von August 1944 – April 1945. Der Verein hatte für den 19. November 2006 zu einem Generationen-Gespräch eingeladen – Isak Wasserstein und Ute Vogt (damals Landtagsabgeordnete der SPD) waren die Gesprächspartner.


Einige Bilder möchten an Besuche Isak Wassersteins in Bisingen erinnern – wir danken ihm für sein Vertrauen und die Freundschaft, die er dem Vorstand und Mitgliedern unseres Vereins entgegen gebracht hat.

Wir danken Isak Wasserstein, dass er unserem Verein die Autorenrechte an seinem Buch: „Ich stand an der Rampe von Auschwitz“ übertragen hat. Wir haben das Buch 2011 in einer Neuauflage herausgebracht -ISBN 978-3-8448-7415-0 – € 8,- beim Verein erhältlich.Isak Wasserstei n Bisngen-Rede am 25. Oktober 1998Isak Wasserstein in Bisingen-Lesung  am 20. Juni 2005Isak Wasserstein and der Ölschieferabbaukante Juni 2005Isak Wasserstein in Bisingen  nach der lesung am 20. Juni 2005

Isak Wasserstein - Begrüßung im Heimatmuseum 19.11.2006Isak und Rosel Wasserstein mit Bürgermeister Joachim Krüger 19.11.2006Isak Wasserstein mit Luisa. Jürgens (Interview) in München am 11. August 2009

Bilderfolge:

1 Isak Wasserstein, Rede bei der Eröffnung des Geschichtslehrpfads und Enthüllung des Jüdischen Gedenksteins auf dem KZ-Friedhof Bisingen am 25. Oktober 1998 – 2 Lesung in Bisingen am 20. Juni 2005 – 3 nach der Lesung: von li nach re Hanne Grunert (Gemeinde Bisingen), Isak und Rosel Wasserstein, Bürgermeister Joachim Krüger, Uta Hentsch (Vereinsvorsitzende) – 4 nach einem Zeitzeugenbericht im Gymnasium Hechingen – 5 Begrüßung im Heimatmuseum Bisingen am 19. November 2006 – 6 nach dem Generationen-Gespräch Abendessen am 19. November 2006: Isak und Rosel Wasserstein, Bürgermeister Joachim Krüger – 7 Isak Wasserstein und Luisa  Jürgens, damals noch Realschule Bisingen, in München nach einem Interview am 11. August 2009 Interview mit Isak Wasserstein 08:2009.doc  – alle Fotos U. Hentsch

Ein letztes Bild entstand beim Besuch der Vorsitzenden des Vereins in München am 26. Juli 2011. Isak Wasserstein erhielt, wie er sich es gewünscht hatte, Bücher der Neuauflage seines Buches. Wir saßen auf dem Balkon und Isak erzählte mir zum ersten Mal, seit wir uns kennen, die Geschichte, wie er seine Frau Rosel „entdeckte“ und was er anstellen musste, sie wieder zu sehen – seine Augen leuchteten dabei und die Erzählung war begleitet von einem beinahe schelmischen Lächeln. Auch über den Erwerb des Bildes über der Couch von Jose Schneider, welches ja auch auf seinem Buch  erscheint, erzählte er sehr anschaulich und verschmitzt. Danke, lieber Isak, liebe Rosel für diesen wunderbaren Tag, von dem vor einem halben Jahr nicht abzusehen war, dass es eine letzte gemeinsame Begegnung sein würde.

Zu allen Bildern sind die entsprechenden Beiträge  unter den Kategorien: 1998 / 2005 / 2006 /2009 nachzulesen mit viel Bildmaterial und Presseberichten

Nachruf für Isak Wasserstein- Jüdische Allgemeine Nr 3/12 19. Januar 2012: Mit seiner Liebe hat er Maßstäbe gesetzt