5 Jahre KZ-Gedenkstätte Hailfingen-Tailfingen

logo-kz-gendenkstaette-hailfingen-tailfingenLiebe Besucherin, lieber Besucher dieser Seite – Sie fragen sich vielleicht warum auf der Seite der Gedenkstätte KZ Bisingen gelegentlich immer wieder Berichte von anderen KZ-Gedenkstätten in der Region erscheinen. Nun, die Gedenkstätte KZ Bisingen, die Gedenk-Initiative Eckerwald  und die KZ-Gedenkstätte Hailfingen-Tailfingen sind seit der Gründung des Gedenkstättenverbunds Gäu-Necker-Alb als Verein im April 2010 miteinander eng vernetzt, und ihre Mitglieder nehmen u.a. an den jeweiligen Gedenkveranstaltungen und sonstigen Veranstaltungen teil. So findet nun auch der nachfolgen Beitrag über: „5 Jahre KZ-Gdenkstätte Hailfingen-Tailfingen“ eine Erklärung, zu der ich eine Einladung erhalten hatte, hier einen Platz_________________________!

Programm 5 Jahre KZ Gedenkstätten Hailfingen-Taifingen am 28. Juni 2015Volker Mall, der mit Harald Roth die jahrelange, ehrenamtliche Vorarbeit für Entstehung des Projekts „KZ-Gedenkstätte Hailfingen-Tailfingen“ geleistet hatte, überließ mir freundlicherweise den Beitrag von Nadine Dürr, den diese für die Presse geschrieben hatte. Ich gebe den Beginn des Beitrags hier ein – der gesamte Bericht kann in der pdf. Datei aufgerufen werden – sehr empfehlenswert zu lesen! Immer wieder beeindruckend 5 Jahre KZ-Gedenkstätte Hailfingen-Tailfingen 28. Juni 2015 - Namen-Block5 Jahre KZ-Gedenkstätte Hailfingen-Tailfingen 28. Juni 2015 Namen-Block Detailist das Denkmal in seiner Symbolik und den Namen auf dem ehemaligen Flugfeld. Wir stellen uns dabei die Spitze eines Eisbergs vor, dessen wahre Dimensionen in der Tiefe liegen – und die graue Mauer dahinter symbolisiert die Dimension der Aussichtslosigkeit – in ihrer vielfachen Bedeutung für die Häftlinge. Zu Beginn des Gedenktags gab es eine 5 Jahre KZ-Gedenkstätte Hailfingen-Tailfingen 28. Juni 2015 Führung durch die Gedenkstätte mit Birgit Kipfer, Verein Gegen Vergessen - für DemokratieFührung durch die Ausstellung der Gedenkstätte mit  Birgit Kipfer, Sprecherin für Baden-Württemberg beim Verein „Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V.“   und um 11 Uhr dann den Festakt in der 5 Jahre KZ-Gedenkstätte Hailfingen-Tailfingen 28. Juni 2015 - PlenumBürgerhalle mit Grußworten und zwei Vorträgen – siehe nebenstehendes Programm__________!

Aus dem Trennenden wird etwas Verbindendes – Tailfingen: Ein Überlebender und zwölf Angehörige bei Feier zum fünfjährigen Bestehen der Gedenkstätte – von Nadine Dürr

Mordechai Ciechanover, mit Voker Mall und seiner Kombo

Mordechai Ciechanower, mit Voker Mall und Combo

5 Jahre KZ-Gedenkstätte Hailfingen-Tailfingen 28. Juni 2015 Mordechai CiechanoverWenn Mordechai Ciechanowers Stimme zu einem Ghettolied ansetzt, dann schimmert es durch die melancholischen Zeilen: sein bewegtes Leben, das die Erfahrungen in mehreren europäischen KZ entscheidend prägten. Gemeinsam mit den persönlichen Worten von Angehörigen der ehemaligen Häftlinge verliehen diese Lieder am Sonntag der Gedenkfeier zum fünfjährigen Bestehen der KZ-Gedenkstätte Hailfingen-Tailfingen ein sehr persönliches, authentisches Kolorit.

Eric Breuer mit Yehuda Schwarzbaum (vorne im BIld  - 14 Jahre alt - der jüngste Häftling)

Eric Breuer mit Jehuda Schwarzbaum sel. A. (vorne im Bild – 14 Jahre alt – der jüngste Häftling 1930 – 2011)

„Mein Vater war ein unverbesserlicher Optimist mit einer unglaublichen Lebensfreude. Er liebte die Menschen und war ein Inbegriff der Toleranz, obwohl er in seiner Jugend selbst den grausamsten Manifestationen der Intoleranz in der Menschheitsgeschichte ausgesetzt war“, sagte Ron Schwarzbaum vor dem Mahnmal für die ermordeten Häftlinge des KZ-Außenlagers. Auf den Stühlen vor ihm hatten elf weitere Angehörige und ein Überlebender Platz genommen. Alle wissen ihre Geschichten zu erzählen und einige ergriffen am Mikrofon das Wort.

Steve Pelcman

Steven Pelcman

In einer „Dedication Speech“ verdichtete Steven Pelcman  die Gedanken, die seinen verstorbenen Vater beim Besuch des Mahnmals möglicherweise beschäftigt hätten: „Wir stehen hier im Schatten von Millionen Juden und Nicht-Juden und fühlen den Verlust der vielen Leben. Und doch sind wir hier, um diese Leben zu feiern, denn sie gaben der Welt eine Bestimmung“, verlas er. Die Betroffenheit über das Leiden in den KZ habe über die Zeit ein neues Bewusstsein für Humanität geschaffen: „Keine philosophische Ideologie des Hasses kann sich langfristig wirklich durchsetzen.“

Dr. Fredy Kahn

Dr. Fredy Kahn, Nagold und Volker Mall

Auch Fredy Kahn, Ehrenmitglied im Gedenkstätten-Verein und Nachfahre eines KZ-Häftlings aus Baisingen, stellte Vergangenheit und Gegenwart gegenüber: „Diese Gegend erschien Tausenden Zwangsarbeitern wie die Hölle auf Erden. Für mich aber bedeutet dieser Landstrich Heimat.“ Nachdem Pfarrerin

Pfarrerin Sybille Silber von der Evang. Kirchengemeinde Tailfingen

Pfarrerin Sybille Silber von der Evang. Kirchengemeinde Tailfingen

Sybille Silber die Bedeutung der Begegnungen für das fünfjährige Bestehen

KADDISH Maurice Spicer, Mordechai Ciechanover, Dr. Fredy Kahn von li-re

KADDISH
Maurice Spicer, Mordechai Ciechanower, Dr. Fredy Kahn von li-re

hervorgehoben hatte, sprach der KZ-Überlebende Mordechai Ciechanower das Kaddisch.

Bei der Festveranstaltung am Morgen in der Gedenkstätte hatte der Vorsitzende des

Walter Kinkelin, Vorsitzender KZ-Gedenkstätten Hailfingen-Tailfingen

Oliver Schlamp, Mitglied des Vorstandes

Gedenkstättenvereins, Walter Kinkelin, die Geschichte der Entstehung des Erinnerungsorts noch einmal Revue passieren lassen. Er verdeutlichte das Konzept der Gedenkstätte als „begehbares Geschichtsbuch“, das sich in erster Linie an Schüler und Jugendliche wende. Auch in Zukunft wolle man die Arbeit weiterführen und die Gedenkstätte als „lebendigen Ort“ erlebbar machen: „Wir wollen und werden die damit verbundene Verantwortung übernehmen und auch notwendigen Diskussionen nicht aus dem Weg gehen.“

Gesamter Beitrag von Nadine Dürr: Aus dem Trennenden wird etwas Verbindendes ______________________________________________

Volker Mall Begrüßt die Anwesenden Angehörigen, nebst einer jeweilig kurzen Vita der ehemaligen Häftlinge: Anwesende Angehörige am 28. Juni 2015 in Hailfingen-Tailfingen

Eine Widmungs-Rede von Steven Pelcman, Karlsruhe (englisch): Dedication Speech – Steven Pelcman 

Grußwort – Dr. Fredy Kahn, Nagold: Grußwort – Dr. Fredy Kahn, Nagold

Ron li, und Michael Schwarzbaum

Ron li, und Michael Schwarzbaum

Ron Schwarzbaum, mit seinem Bruder Michael aus Wien angereist, erinnerte in einer kurzen, jedoch sehr bewegenden Rede zur Erinnerung an den Vater, Yehuda Schwarzbaum, mit 14 Jahren der jüngste der Hailfinger-Tailfinger Häftling.  Die Rede kann wohl ohne Abstriche als eine Liebeserklärung an den Vater bezeichnet werden – ich habe wenige wichtige Passagen notiert: „Wir hatten das Glück bei einem Vater aufzuwachsen, der die Menschen liebte und der sehr tolerant war. Wir hatten das Glück bei einem Vater aufzuwachsen, der viel Geduld hatte, obwohl er in seiner Kindheit physischen und psychischen Terror und Gewalt erlebt hatte. Er wurde vor 5 Jahren sehr krank …….. – wir danken Dir und wir vermissen Dich sehr.“

Zum Abschluss noch ein paar Impressionen von einem großartigen Tag in Hailfingen Tailfingen, aus Anlass des 5jährigen Bestehens der KZ-Gedenkstätte Hailfingen-Taifingen. Alle Bilder: Uta Hentsch

Walter Kinkelin, Dr. Fredy Kahn, Olver Schlamp. Ortsvorsteher Haillfingen, Mordechai CCiechanover, Harald Roth

Oliver Schlamp,  Dr. Fredy Kahn, Stephan Neher, OB von Rottenburg, Mordechai Ciechanower, Harald Roth – von li nach re

Harald Roth im Interview mit dem SWR4

Harald Roth im Interview mit dem SWR4

Mordechai Ciechanower und Andreas Kroll

Mordechai Ciechanower und Andreas Kroll

Gedenkarbeit am Karl-von-Frisch-Gymnasium in Dußlingen

Notwendige Korrektur des Eintrags vom 4. Juli 2015 Am 3. Juni erhielt ich eine Mail von Sebastian Kämper, Lehrer am Kark-von Frisch-Gymnasium in Dußlingen, mit nachfolgendem Inhalt: Liebe Frau Hentsch, vor einigen Jahren hatten wir im Winter Kontakt miteinander, als Sie meinem Kollegen Dieter Holzer und mir samt einigen Kollegen unserer Partnerschule in Israel (die HofHacarmel Highschool in Maagan Michael) die Bisinger Gedenkstätte und Ihre Arbeit vorstellten. Zwar haben Sie den Vorsitz mittlerweile an Dieter Grupp – einem von mir sehr geschätzten Kollegen – übergeben, dennoch würde ich Sie für ein kurzes Referat/kurze Vorstellung Ihres Erinnerungsengagements anfragen.

Die einzige Projekt-Arbeit, die am 15. Juni noch zu sehen war

Die einzige Projekt-Arbeit, die am 15. Juni noch zu sehen war

Worum geht es? Wir haben seit gut 10 Jahren in unserem Schulcurriculum fest das Geschichtsthema Unternehmen Wüste drin, an das sich verschiedene Themen angliedern, die projektorientiert von den Schülern (9. Klassen) erarbeitet und präsentiert werden. Der Nachbereitungstag war immer der Vorstellung der „Künstlergruppe“ vorbehalten, die sich mit Erinnerungsformen theoretisch wie praktisch auseinandergesetzt hat. Zusätzlich hatten wir standardmäßig ein Zeitzeugengespräch mit Mieciu Langer integriert, aus dem die Schüler immer beeindruckt gegangen sind. Leider ist ja Herr Langer verstorben, sodass dieser Zeitzeuge nunmehr nicht mehr „live“ befragt werden kann (eine Gruppe unseres Projekts befasst sich dem Buch Miecius später Bericht, das nicht mehr aufgelegt wird). Karävon-Frisch-Gymnasium GedenkarbeitSo hatte ich für den diesjährigen Nachbereitungstag die Idee, Erinnerungsarbeit in der Region vorzustellen (Formen, Geschichte, Probleme, Chancen etc.pp.). Und wer könnte dies kompetenter als Sie? Konkret: Es geht um den Montag, 15.6. 2015, ca. 10 – 12 h. Martin Ulmer von der Geschichtswerkstatt Tübingen hat auch schon zugesagt für ca. ein dreiviertel Stunde (Das Thema muss nicht sklavisch an das Unternehmen Wüste gebunden sein, d.h. Sie und Martin Ulmer könnten sich im Fall des Falles bestens ergänzen). Der Termin ist leider fix, da der betreffende Montag der Nachbereitungstag unserer Langprojektwoche ist. Die Schüler werden dann ihre Themen erarbeitet und vorgestellt sowie am 10.6. den Gedenkpfad Eckerwald und Natzweiler besucht haben. Ich würde mich sehr freuen, wenn ich Sie für diesen kleinen Vormittag gewinnen könnte. Herzliche Grüße, Ihr Sebastian Kämper, OStR, Karl-von-Frisch Gymnasium, Auf dem Höhnisch, 72144 Dusslingen _______________________! Martin Ulmer, Geschichtswerkstatt Tübingen

Martin Ulmer, Geschichtswerkstatt Tübingen

Martin Ulmer, Geschichtswerkstatt Tübingen

Max-von-Frisch-Gymnasium 15. Juni 2015 -1Max-von-Frisch-Gymnasium 15. Juni 2015 -2 Der Einladung konnte ich zusagen, und so trafen Martin Ulmer und ich am 15. Juni um 10 Uhr für eine gute Doppelstunde die SchülerInnen der 9. Klassen. zum Nachbereitungstag. Von mir selbst gab es Informationen über die Gedenkstätten KZ Bisingen (Beginn der Aufarbeitung 1982 durch eine kleine JUSO-Gruppe und ihre Arbeit danach bis zur Vereinsgründung und aktuellem Stand heute – mit begleitender Powerpoint-Präsentation) und Martin Ulmer berichtete über die Geschichte der Juden in Tübingen während der NS-Zeit und zeigte eindrückliche Ausschnitte von Zeitzeugenaussagen per DVD von Überlebenden Tübingern und Tübingerinnen.

Bleibt zu wünschen und zu hoffen, dass den SchülernInnen diese Zeit der intensiven Beschäftigung zum Thema „Vergangenheit vor der Haustür während des NS-Zeit“ für ihre Zukunft präsent bleibt Dank sei der Schulleitung des Max-von-Frisch-Gymnasiums für die Möglichkeit, ihren SchülerInnen durch solche Projektwochen die Vergangenheit, im engen Zusammenhang auch ihres räumlichen Standorts „auf dem Höhnisch“ und dem „Wüste“-Werk“ 1, bekannt werden zu lassen. Dank auch allen LehrernInnen, wie Sebastian Kämper, des Max-von-Frisch-Gymnasiums, die sich für Erarbeitung für solche Projektwochen und die fachliche Begleitung der SchülerInnen in dieser Zeit zur Verfügung stellen.

Übrigens: dass wir im Mai 2013 in Bisingen die Ausstellung „BESA – eine Sache der Ehre“ zeigen konnte hatte ihre gedankliche „Geburt“ im Max-von-Frisch-Gymnasium. Sie hatte dort Eröffnung ein Jahr zuvor. pdf. Datei: Informationen Projekt Unternehmen Wüste

Zeitzeugen – 70 Jahre danach

Beinahe wäre der Bericht „Zeitzeugen – 70 Jahre danach“ in der Hohenzollerischen Zeitung vom Freitag, 8. Mai 2015 verlorengegangen. Ich hatte die Zeitung mit anderen Exemplaren an Freunde weitergegeben – und nicht mehr daran gedacht. Gut, wenn man gute Freunde hat – sie hoben den ganzseitigen Bericht mit Bisinger Zeitzeugen zum Unternehmen „Wüste“ auf und überreichten ihn mir am 23. Juni 2015. An die Redaktion der Hohenzollerischen Zeitung geht an dieser Stelle mein Dank, sie sendeten mir eine pdf.-Datei von dem Bericht (siehe unten), die hier per Klick geöffnet werden kann – zum besseren Lesen einfach per klick vergrößern.

Shalom Stamberg mit Schülern un Rektor Tröger am 29. November 2013 - Foto. U. Hentsch

Shalom Stamberg mit Schülern und Rektor Tröger am 29. November 2013 – Foto. U. Hentsch

Am 24. April 205 erhielt ich einen Anruf von  Samira Eisele, Redaktion Hechingen.  Sie sagte mir, dass sie zum Thema „70 Jahre danach“, einen Bericht schreiben möchte, und ob ich ihr zum Thema „Bisinger Zeitzeugen zum Unternehmen Wüste“ Namen nennen könnte, mit denen Sie Kontakt aufnehmen kann. Dazu fiel mir Hubert Schoy, Bisingen ein – und gab ihr seine Telefon Nummern. Frau Eisele konnte  dann persönlich mit Hubert Schoy sprechen, und so konnte dann auch dieser ausgezeichnete Beitrag von dem Bisinger Zeitzeugen, Hubert Schoy, entstehen. Er hat sich sehr hat sich darüber gefreut, wie er mir in einem Telefongespräch erzählte – die beiden Fahrkarten einer Mutter nach Rastatt will er, evtl. mit einem Bild seiner Mutter, dem Museum Bisingen schenken.

Wir sprachen auch über unsern einzigen noch lebenden Überlebenden des KZ Bisingen, Schalom Stamberg in Haifa – und wir verblieben so, dass ich Frau Eisele meine Notizen über Aussagen von Shalom Stamberg, die ich auf unserer „KZ Bisingen-Gedenkstättenseite“ zusammengestellt habe, senden würde. Samira Eisele ist eine sehr gute Zusammenstellung gelungen – dafür vielen Dank!

Gesamter Artikel: In Buchenwald kam die Erinnerung – Hohenzollerische Zeitung 8. Mai 2015

HoZoZei 8. Mai 2015

 

Kleine Leute als große Helfer – Vortragsabend mit Carsten Arbeiter

Kleine Leute-große Helfer 11. Juni 205 Gedenkstätten KZ Bisingen e.V. Kleine Leute als große HelferEs war ein sehr besonderer Abend am 11. Juni 2015  im Museum Bisingen zum Thema:  „Kleine Leute – große Helfer“. Trotz Gefahr für das eigene Leben war es für sie selbstverständlich, jüdischen Bürgern  während der Verfolgung jüdischer Bürger unter dem Nazi Regime in Deutschland und Europa durch Fluchthilfe und Verstecken zum Überleben zu verhelfen. Unser Dank geht an die Abteilung „Gedenkstättenarbeit“ bei der Landeszentrale für politische Bildung in Stuttgart, für die Bereitstellung des Honorars für unseren Referenten.Kleine Leute-große Helfer 11. Juni 205 Gedenkstätten KZ Bisingen e.V.Dieter GruppKleine Leute-große Helfer 11. Juni 205 Gedenkstätten KZ Bisingen e.V. - Carsten Arbeiter -2

Dieter Grupp, seit dem 30. April 2015 erster Vorsitzender des Vereins Gedenkstätten KZ Bisingen hatte Carsten Arbeiter, Lehrer an der Geschwister-Scholl-Schule in Konstanz und Fachberater beim Regierungspräsidium Freiburg, wie auch Landesbeauftragter des Kultusministeriums Baden-Württemberg, nach Bisingen eingeladen. 

Dem Text auf dem Bild von Otto Marquard (Fluchthelferist nichts hinzuzufügen – das Begreifen des Inhalts seines Gebets macht betroffen und stumm.  Kleine Leute-große Helfer 11. Juni 205 Gedenkstätten KZ Bisingen e.V. Besucher des Vortrags -2Kleine Leute-große Helfer 11. Juni 205 Gedenkstätten KZ Bisingen e.V. Carsten Arbeiter Vierundzwanzig, am Thema interessierte Besucher, folgten den Ausführungen Arbeiters, der die Geschichte über „die kleinen Leute, die zu großen Helfern wurden“ unterstützt von sehr gut zusammengestellten Bildmaterial, mit großem Engagement vortrug. Absolut erstaunlich ist, wie gut das „Fluchthelfer“-Netzwerk in der damaligen Zeit ohne Internet und „Apps“ funktionierte. Kleine Leute-große Helfer 11. Juni 205 Gedenkstätten KZ Bisingen e.V. Fluchtperioden der SchweizKleine Leute-große Helfer 11. Juni 205 Gedenkstätten KZ Bisingen e.V. Das Fluchthilfe Netzwerk um Luise Meier & josef HöflerKleine Leute-große Helfer 11. Juni 205 Gedenkstätten KZ Bisingen e.V. Netzwerk der Flucht von Lotte KahleKleine Leute-große Helfer 11. Juni 205 Gedenkstätten KZ Bisingen e.V. Die Flucht von Lotte KahleKleine Leute-große Helfer 11. Juni 205 Gedenkstätten KZ Bisingen e.V. Humanes SchaffhausenKleine Leute-große Helfer 11. Juni 205 Gedenkstätten KZ Bisingen e.V. Politik des vollen Bootes - 2Kleine Leute-große Helfer 11. Juni 205 Gedenkstätten KZ Bisingen e.V. Bewertung des Höfler-Meier- NetzwerkesKleine Leute-große Helfer 11. Juni 205 Gedenkstätten KZ Bisingen e.V. Große Heden?

Mehr darüber kann in den beiden Presseberichten nachgelesen werden (per Klick vergrößern!). Bilder: Uta Hentsch

Link Schwarzwälder Bote – Samstag, 13. Juni 2015: Kleine Leute werde zu großen Helfern

Link Hohenzollerische Zeitung, Samstag, 13. Juni 2015: Helden im Verborgenen HoZoZei - Samstag, 13. Juni 2915 - Carsten ArbeiterSchwaBo 13. Juni 2015 - Carsten Arbeiter  

Einladung zum Vortrag: „Fluchthilfe in die Schweiz“ am 11. Juni 2015

11. Juni 2015 Carsten Arbeiter - Plakat : FlyerSehr herzlich laden wir zu einem Vortagsabend am Donnerstag, 11. Juni 2015 in Museum Bisingen ein.

Unser Referent Carsten Arbeiter, ist Landeskundebeauftragter für den Kreis Konstanz, Fachberater für Geschichte und Lehrer an der Geschwister Scholl-Schule in Konstanz.

Kleine Leute als große Helden?

Carsten Arbeiter wird das Fluchthilfenetzwerk um die Berliner Witwe Luise Meier und den Gottmadinger Arbeiter Josef Höfler vorstellen und zeigen, dass auch „kleine Leute“ die Unmenschlichkeit des NSRegimes erkannten und mutig genug waren, bei großem persönlichem Risiko anderen Menschen zu helfen. 28 Juden konnten dank Luise Meier und Josef Höfler in den Jahren 1943 und 1944 in die Schweiz fliehen. Damit gehört dieses Fluchthilfe-Netzwerk zu den erfolgreichsten in Deutschland.

SWR2 – Das Ende des 2. Weltkriegs auf der Schwäbischen Alb

SWR2 24. April 2015Als sich heute Morgen eine Nachricht eines Freundes aus Reutlingen mit einem Link zum Thema: „Das Ende des 2. Weltkriegs auf der Schwäbischen Alb“  erhielt, begann meine Suche bei SWR2 danach. Stefan hatte mir geschrieben, dass die letzten 5 Minuten der Sendung für mich interessant sein würden.

Lange habe ich nach der Sendung in der SWR2 Mediathek gesucht – die Suche abgebrochen und noch einmal neu begonnen – und nun ist der Link zur Sendung am 24. April 2015 hier eingebracht. 

Ab etwa Position 0:21-19 beginnt der Beitrag zu Bisingen – Dr. Christine Glauning berichtet über das KZ Bisingen. Ein weiterer kleiner Mosaikstein zur Bekanntmachung der „Gedenkstätten KZ Bisingen“!

SWR2 – Das Ende des 2. Weltkriegs auf der Schwäbischen Alb zum Nachhören

Gedenk-Stelen in Erzingen und Engstlatt – am 3. Mai 2015

HoZoZei 15. April 2015 - Die Stelen liegen bereitHoZoZei 5. April 2015 Erzingen-EngstlattGedenkstelen in Erzingen 3. Mai 2015 - die Stelen in ErzingenMit der Übergabe von jeweils zwei Gedenk-Stelen in zwei weiteren Orten, in denen das Unternehmen „Wüste“ zwei KZ-Lager und eine Produktionsstätte zum Ölschieferabbau im Sommer 1944 errichtet hatte, beginnt sich langsam der Kreis des Erinnerns an dieses menschenverachtende Unternehmen zur Ölschiefergewinnung am Rande der Westalb zu schließen.

Der Arbeitskreis „Wüste“ hatte zum  Sonntag, 5. Mai 2015  zur Übergabe der Gedenk-Stelen an die Öffentlichkeit nach Erzingen, Wüste-Werk 4 und 5 und Engstlatt, Wüste-Werk 3, eingeladen. Die beiden Veranstaltungen wurden von einem jeweils anspruchsvollen musikalischem Rahmenprogramm durch die jeweils örtlichen Musikvereine anschließenden Empfängen mit kleinem Imbis, den die Ortsvereine zur Verfügung stellten, begleitet. 

Nachfolgend Bilder und pdf. Datein von den Veranstaltungsorten – mit herzlichem Dank an Oberbürgermeister Helmut Reitemann, Balingen, an die Ortsvorsteher, Herrn Sautter, Erzingen und Herrn Jetter, Engstlatt, an Immo Opfermann und Michael Walther, die mir ihre Grußworte für die Veröffentlichung auf unserer Seite zur Verfügung stellten.

Erzingen am 5, Mai 2015 um 11.30Uhr geschätzte 90 bis 100 an der Thematik interessierte Besucher nahmen an der Übergabe an die Öffentlichkeit der beiden Stelen am ehemaligen Lager-Gelände teil – im Folgenden Bilder und Reden (pdf.Datein) vom Veranstaltungsort Erzingen. Für mich eine große Überraschung, als Immo Opfermann in seiner Rede erwähnte, dass Robert Salomon ein ehemaliger Häftling des Wüste-Werk Erzingen war. Ich hatte Robert Salomon, 93 Jahre alt, am Sonntag zuvor in Struthof in seiner bewegenden Rede gehört. (Fotos: U. Hentsch):

Gedenkstelen in Erzingen 3. Mai 2015  Grußwort Oberbürgermeister Reitemann, BalingenBegrüßungsworte des OB, Balingen, Helmut Reitemann      

Gedenkstelen in Erzingen 3. Mai 2015 Ortsvorsteher Sautter, EringenBegrüßung von Ortsvorsteher Manfred Sautter Erzingen am 3. Mai 2015

Gedenkstelen in Erzingen 3. Mai 2015 - Rede Immo OpfermannImmo Opfermann – Rede in Erzingen am 3. Mai 2015


Gedenkstelen in Erzingen 3. Mai 2015 Stadtarchivar Balingen (li) & Michael Walther, AK-Wüste%22  (re)
Worte zur Übergabe der Stelen in Erzingen – Stadtarchivar Balingen, Dr. Hans Schimpf-Reinhardt & Michael Walther, Arbeitskreis Wüste

Gedenkstelen in Erzingen 3. Mai 2015 Wüstewerk 4 & 5 ErzingenGedenkstelen in Erzingen 3. Mai 2015 Gedenkstelen in Erzingen 3. Mai 2015 - Die Stelen

Immo Opfermann und Adolf Binder (seit Gründung des Vereins Vereins Gedenkstätten KZ Bisingen im Vorstand)

Immo Opfermann und Adolf Binder (seit Gründung des Vereins Gedenkstätten KZ Bisingen im Vorstand)

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Webseite zum Thema: Übergabe der Gedenkstelen Unternehmen “Wüste“

Am Nachmittag des 3. Mai 2015 wurden zwei Stelen im Engstlatter  Ried der Öffentlichkeit übergeben. Hier in Engstlatt hatte ein Privatbesitzer des vorgesehenen Standorts – das ehemalige Lagergelände – den Platz für die Stelen zur Verfügung gestellt, wofür ihm von den etwa 150 Besuchern der Veranstaltung verdienter Applaus als Dank gegeben wurde.

Das Grußwort von Balingens Oberbürgermeister Helmut Reitemann hatte wenige Abweichungen seines Grußwortes in Erzingen (siehe pdf.Datei oben),  so auch die Reden zur Übergabe der Stelen durch Stadtarchivar Dr. Hans Schmidt-Reinhard und Michael Walther (siehe oben). Engstlatts Ortsvorsteher Klaus Jetter gab in seinem Grußwort Grundstückseigentümer Ruben Jenter einen herzlichen Dank. Auch in Engstlatt gab es ein anspruchsvolles musikalisches Rahmenprogramm vom Musikverein Engstlatt und nach Ende des offiziellen Teils einen Empfang mit kleinem Imbiss.

Gedenkstelen in Engstlatt - 3. Mai 2015 Balinges OB Helmut Reitemeier

Grußwort Oberbürgermeister Helmut Reitemann, Balingen – links: Ortsvorsteher Klaus Jetter, Engstlatt

Klaus Jetter, Ortsvorsteher Engstlatt

Klaus Jetter, Ortsvorsteher Engstlatt – Rede Ortsvorsteher Klaus Jetter, Engstlatt

Immo Opfermann AK "Wüste"

Immo Opfermann AK „Wüste“ – Immo Opfermann – Rede für Engstlatt

Fotos: Stelen in Engstlatt und Trafostation Ines Mayer – alle anderen Uta Hentsch

Gedenkstelen in Engstlatt - 3. Mai 2015 Worte zur Übergabe der Stelen, Michael Walther, AK Wüste, Balingen

Michael Walther, Arbeitskreis „Wüste“ und Stadtarchivar Balingen Dr. Hans Schimpf-Reinhartd (re)

Gedenkstelen in Engstlatt - 3. Mai 2015 Lageplan des Engstlatter Wüstewerks

Gedenkstelen in Engstlatt - 3. Mai 2015 -1

Gedenkstelen in Engstlatt - 3. Mai 2015 Ortsvorsteher Jetter, Engstlatt (li) OB Reitemeier Balingen (re)Gedenkstelen in Engstlatt - 3. Mai 2015

Gedenkstelen in Engstlatt - 3. Mai 2015 -2Gedenkstelen in Engstlatt - 3. Mai 2015 Relikt der Trafo-Station - Wüstewerk 3, Engstlatt

Stabwechsel im Vorstand „Gedenkstätten KZ Bisingen e.V.“

Gedenkstätten KZ Bisingen e.V. - Jahreshauptversammlung am 30, April 2015 -2

Der neue Vorstand von links nach rechts: Susanne Maier, Adolf Binder, Jannik Bitzer, Verema Lohr, Dr. Franziska Blum, Holger Grebe, Dieter Gruoo, Dr. Ines Mayer und Dr. Karl Kleinbach

Der neue Vorstand von links nach rechts: Susanne Maier, Adolf Binder, Jannik Bitzer, Verema Lohr, Dr. Franziska Blum, Holger Grebe, Dieter Gruoo, Dr. Ines Mayer und Dr. Karl Kleinbach

Auf der Jahreshauptversammlung am Donnerstag, 30. April 2015 gab es im Verein Gedenkstätten KZ Bisingen einen umfassenden Stabwechsel. Uta Hentsch, seit Gründung des Vereins, am 28. November 2003 Vorsitzende des Vereins übergab den 1. Vorsitz an Dieter Grupp und Dr. Ines Mayer als stellvertretende Vorsitzende. Mehr darüber kann auch in den beiden Presseberichten nachgelesen werden.  Eine so zahlenmäßig große Gruppe von anwesenden Mitgliedern hat es in den vergangenen elfeinhalb Jahren seit Bestehen des Vereins noch nie gegeben – und so wurde die öffentliche Abstimmung für die verschiedenen Positionen, die jeweils einstimmig erfolgte, zu einem großen Vertrauensbeweis für die neue Zusammensetzung des gesamten, neuen Vorstands des Vereins.

Ein persönlicher Rückblick der bisherigen 1. Vorsitzenden Mein großer Dank geht zunächst an alle bisherigen Vorstände – ohne Euch wäre nichts „gelaufen“ – und Dank Euch allen, dass Ihr mich in den vergangenen elfeinhalb Jahren er- und getragen habt – und Dank Euch allen auch für die Unterstützung für mich in etwas turbulenter Zeit vor etwa zweieinhalb Jahren. Dankbar blicke ich auf eine erfolgreiche Arbeit von uns allen Aktiven in den vergangenen beinahe 12 Jahren zurück – mit vielen Veranstaltungen, mit sehr guten Referenten und unseren Überlebenden und besonders auch an die Zeit der Umgestaltung des Museums 2006 – und unser „10jähriges“ im November 2013

Die Zusammenarbeit mit den Bisinger Schulen hat sich ausgezeichnet entwickelt – z.Z. haben wir die 8. AG-Spurensuche mit 6. und 7.Klässlern der Realschule  Bisingen. Und sogleich geht mein Dank an die Gemeinde Bisingen, an den Gemeinderat Bisingens, Bisingens ehemaligen Bürgermeister Joachim Krüger und Bisingens neuen Bürgermeister Roman Waizenegger für die durchaus nicht selbstverständliche – optimale Unterstützung unserer Arbeit ab dem Tag der Vereinsgründung, am 28. November 2003 bis heute.

Dabei gehen meine Gedanken an Hanne Grunert, die 2005 von der Gemeinde Bisingen für die Museums- und Gedenkarbeit angestellt wurde und deren Stelle nach ihrem Ausscheiden ab Herbst 2012 von der Gemeinde an Franziska Blum übertragen wurde. Als Kooperationspartnerinnen zwischen der Gemeinde Bisingen und dem Verein sind sie unverzichtbare Bindglieder geworden – auch das ist keine Selbstverständlichkeit – andere Gedenk-Initiativen beneiden uns sogar darum.

Unser kleiner Verein hat bei der LpB-Stuttgart, Abteilung Gedenkstättenarbeit einen ausgezeichneten Ruf – in all den Jahren haben wir alle erdenkliche und großzügige finanzielle Unterstützung erhalten, auch und vor allem in der Zeit der Neu- und Umgestaltung der Ausstellung im Museum und der Übernahme der Honorarkosten für unsere Referenten – dafür geht großer Dank nach Stuttgart. Gedenkstätten KZ Bisingen e.V. - Jahreshauptversammlung am 30, April 2015 -6Gedenkstätten KZ Bisingen e.V. - Jahreshauptversammlung am 30, April 2015 -5Gedenkstätten KZ Bisingen e.V. - Jahreshauptversammlung am 30, April 2015 -4

Für Besuche unserer Überlebenden haben wir im Lauf der Jahre großzügige finanzielle Unterstützung von der Stiftung „Erinnerung – Verantwortung – Zukunft“ in Berlin erhalten – auch nach Berlin geht dafür großer Dank. Unser Bekanntheitsgrad in der Arbeit „Gegen das Vergessen“ bezieht sich nicht allein auf unsere unmittelbare Region – sondern ist auch im Ausland bekannt.

Durch die Mitgliedschaft im „Freundskreis Yad Vashem Deutschland e.V.“wurde ein direkter, persönlicher Kontakt zu Yad Vashem hergestellt – alles was Bisingen, und unsere Arbeit betrifft ist im Archiv Yad Vashems hinterlegt – und wird auch weiterhin dort hin getragen werden.

Die Mitgliedschaft als Verein im Verein „Gegen Vergessen – für Demokratie“die wir als Verein vor einigen Jahren von Horst Prautzsch übernommen haben, hat sich ebenfalls positiv ausgewirkt. Auch dorthin ein großer Dank für z.B. eine der Vitrinen, die im unteren Raum des Museums – für mich immer „der Begegnungsraum“ – zur Umgestaltung der Räume gesponsert wurde.

Mit der Gründung des „Gedenkstättenverbund Gäu-Neckat-Alb e.V.“ im April 2010 hat es eine weitere Vernetzung mit den Gedenkstätten-Initiativen durch die Mitgliedschaft unseres Vereins gegeben. Als Beirat im Vorstand dort, werde ich weiterhin die Verbindungen zwischen unseren verschiedenen Synagogen- und KZ-Initiativen pflegen

Unsere seit Oktober 2008 bestehende Internet-Seite wird auch weiterhin von mir gepflegt werden – immer auch unter dem Motto: „lasst Bilder sprechen“! Auch wenn es nur ein „blog“ ist, dafür aber kostenlos, hat er einen sehr erfreulichen internationalen Einzugsbereich und auch die von mir digitalisierte Juso-Broschüre von 1984 „Das KZ Bisingen“ ist im Internet bis heute nicht ohne Besucher geblieben.

Nachdem ich bereits zur Jahreshauptversammlung 2013 mit Wiederholung im März 2014 gesagt hatte, dass ich den Vorsitz abgeben möchte – danke ich nun Dir, liebe Ines und Dir lieber Dieter, dass Ihr Euch am 30. Juli 2014 dazu entschieden habt den Vorsitz bzw. stellvtretenden Vorsitz zu übernehmen. Ich kann mir keine besseren Nachfolger als Euch beide für diese wichtige Arbeit vorstellen – Ihr erinnert Euch sicher noch an meine Reaktion, als Ihr es mir im vergangenen Sommer gesagt habt – und diese Reaktion kam in der Tat aus meinem Herzen – wie mir die Arbeit  von Beginn an – und in all den Jahren eine reine Herzensangelegenheit war. Vieles könnte noch gesagt werden – an dieser Stelle möchte ich jedoch nun einen Schlusspunkt setzen.

Euch beiden, liebe Ines und lieber Dieter und dem gesamten neuen Vorstand unseres Vereins wünsche ich von ganzem Herzen – und wie gut, dass ich dass jetzt auch so sagen kann: den reichen Segen GOTTES – in allen Teilbereichen der wichtigen Arbeit „Gegen das Vergessen“! Vielen Dank liebe anwesende Freunde für Eure Geduld für meine persönlichen Gedanken zum Abschluss meiner Arbeit als Vorsitzende.

Uta Hentsch, Bisingen am Donnerstag, den 30. April 2015

Gruß von Frau Thelen - LPB-Stuttgart, Gedenkstättenarbeit und ein Buch:

Gruß von Frau Thelen – LPB-Stuttgart, Abteilung Gedenkstättenarbeit und ein Buch: „Geschichte der Juden in Deutschland von 1945 bis zur Gegenwart“

Gruß von Bürgermeister Waizenegger und eine wunderschöne weiße Orchidee

Gruß von Bürgermeister Waizenegger und eine wunderschöne weiße Orchidee

Gruß von lieben Vereinsmitgliedern mit einem herrlichen Blumenstrauß

Gruß von lieben Vereinsmitgliedern mit einem herrlichen Blumenstrauß

Strauß vom Vorstand am 30. April 2015←Post, die ich am Donnerstag Abend erhielt – die mich beim Lesen zu Hause zutiefst bewegte – den Sendern sei auch hier ein besonders herzlicher Dank ausgesprochen – Ihr habt mich sehr reich beschenkt!

Schwarzwälder Bote, Montag, 4. Mai 2015

Schwarzwälder Bote, Montag, 4. Mai 2015

Hohenzollerische Zeitung, Samstag, 3. Mai 2015

Hohenzollerische Zeitung, Samstag, 3. Mai 2015

             

Natzweiler-Struthof: „Nationaler Gedenktag der Deportierten“ mit Francois Hollande

Struthof 26. Aprul 2015 - Flaggen Frankreiches und Europas„Rassismus und Antisemitismus sind noch immer da – die Kenntnis der Geschichte schützt uns nicht vor dem Schlimmsten“ so warnte Frankreichs Präsident Francois Hollande am 26. April 2015 am „Nationalen Gedenktag für Millionen Deportierter“ in Natzweiler-Struthof.

Struthof 26. Aprul 2015 - Präsident Hollande bei seiner Rede„Das Schlimmste kann immer noch kommen, indem wir das wissen können wir es verhindern“, betonte er in seiner Rede und erklärte, warum er zu dieser europäischen Gedenkfeier ins ehemalige Konzentrationslager Struthof eingeladen hat, „denn das was hier passierte war ein entsetzliches Verbrechen, begangen in Europa, von Europäern. Und darum. weil in Europa das Schlimmste passiert ist, haben wir, wir Europäer eine ausdrückliche Verpflichtung, eine bessere Welt zu bauen.“

Invitation Natzweiler-Struthof 26. April 2015Zum „Nationalen Tag der Deportation“, an dem der Millionen Deportierten während des Zweiten Weltkriegs erinnert wird, hatte die Vorsitzende der Gedenkstätten KZ Bisingen e.V., wie alle auf deutscher Seite aktiv Beteiligten an den Vorbereitungen zur Ausstellung „Freiheit – SO NAH, SO FERN – Das doppelte Ende des Konzentrationslagers Natzweiler links und rechts des Rheins“, für Sonntag, 26. April 2015 nach Natzweiler–Struthof eine Einladung erhalten.

Bereits am Sonntagvormittag gab es in weitem Umkreis um Natzweiler-Struthof Sicherheitsvorkehrungen für die Anreise vom französischen Präsidenten, Francois Hollande. In Straßburg und Schirmeck waren Kontrollstationen für die Gäste eingerichtet, die dann mit Bussen zum Veranstaltungsort gebracht wurden. Alles war sehr gut organisiert.

Gäste-Zelt

Gäste-Zelt

Struthof 26. Aprul 2015 - das Gäste-Zelt

Ein großes Zelt mit etwa 800 Sitzplätzen war oberhalb des Eingangs ins Lagergelände aufgebaut – auf Monitoren wurde das Programm, das um 15 Uhr beginnen sollte mit seinen diversen Anteilen übertragen – leider verhinderte der starke Lichteinfall ins „durchsichtige“ Zelt eine optimale Sicht auf das außerhalb des Zeltes stattfindenden Programmteile.

Warten auf den Präsidenten Frankreichs

Warten auf den Präsidenten Frankreichs

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Eingang zum Lagergelände

Eingang zum Lagergelände

Das Lager-Gelände

Das Lager-Gelände

Struthof 26. Aprul 2015 - Laterne der TotenStruthof 26. Aprul 2015 - Laterne der Toten zoom

Die Ankunft des französischen Präsidenten verzögerte sich um ein Stunde, zur Überbrückung der Wartezeit wurden an die Gäste von sehr freundlichen Ehrenamtlichen Getränke verteilt und es entstanden eine Reihe von interessanten neuen Begegnungen und Gesprächen, für die Vorsitzende des Bisinger Vereins sogar in deutscher Sprache und ein kleiner, und bei einem noch möglichen „kleinen“ Rundgang können noch ein paar Fotos vom KZ-Gelände aufgenommen werden.  

Struthof 26. Aprul 2015 - Robert Salomon und polit. Prominenz EuropasMit Ankunft von Frankreichs Präsidenten Francois Hollande um 15.50Uhr kamen der Generalsekretär des Europarates, Thorbjørn Jagland, der Präsident des Europäischen Rates, Donald Tusk, die lettischen Regierungschefin, Laimdota Straujuma und der Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz und andere europäische Prominente – (hier im Bild mit dem Überlebenden Robert Salomon)

Die Empfangszeremonien und einzelnen Programmpunkte insgesamt aufzuzählen ist hier nicht möglich. Bevor Präsident Francois Hollande mit den anwesenden EU-Politikern, Überlebenden und Enkeln Überlebender, von Frederique Neau-Dufour, Direktorin der CERDCentre Européen du Résistant Déporté (Europäisches Zentrum der deportierten Widerstandskämpfer, durch das Lagergelände geführt wurden, soll doch ein Programmpunkt besondere Aufmerksamkeit erhalten,

Die zauberhafte kleine Tosca

Die zauberhafte kleine Tosca

der sehr kurzfristig noch mit aufgenommen wurde: ein Lied, vorgetragen von der 8jährigen Tosca, zur Gruppe Überlebender Szinti und Roma gehörend. Schon allein ihre wunderschöne reine Kinderstimme bewirkte viele aufsteigende Tränen bei uns Zuhörenden.

Der gesamte Rundgang der Prominenz wurde über die Monitore übertragen – wie gut, all die Plätze durch vorangegangene Besuche zu kennen – ohne Kenntnis der französischen Sprache konnten die Inhalte der einzelnen Stationen des Lagers nicht nachvollzogen werden.

Robert Salomon im Haäftlingsanzug

Robert Salomon im Häftlingsanzug

Robert Salomon bei seiner Ansprache

Robert Salomon bei seiner Ansprache

Emotionaler Höhepunkt der Veranstaltung war ohne Frage die Rede von Robert Salomon, 93, Überlebender des Lagers und Präsident der Exekutivkommission Struthof, begleitet von einem seiner Nachkommen. Wiederholt versagte ihm beinahe die Stimme und am Ende seiner Rede mussten seine Begleiter ihn auffangen. Minutenlange Standing Ovations gab es ihm zu Ehren von den Zuhörern.

Für professionelle musikalische Umrahmung zeichnete der Chor de l’Armee Fancaise – besonders hervorgehoben werden soll hier das Lied „La Voix du Reve“ – Die Stimme des Traums – des politischen Häftlings Arthur Poitevin, das er im Januar 1944 im Lager Struthof geschrieben hat. Die Zeile „Bientot la Liberte Nous Reviendra“die Freiheit wird bald für uns kommen – ist der französische Titel der Ausstellung „FREIHEIT – SO NAH, SO FERN“, die auch bei uns hier in Bisingen bis zum 29. April 2015zu sehen ist/war.

Zwei neue Gedenktafeln wurden von Präsident Hollande enthüllt und Enkel von Deportierten legten weiße Rosen nieder.

Ein Regenbogen zum Abschluss des Gedenkens

Ein Regenbogen zum Abschluss des Gedenkens

Abschließend bleibt zu sagen: es war eine in allen Teilen großartige, sensible und aufrüttelnde zweistündige Gedenkveranstaltung und es war auch ein Geschenk dabei gewesen sein zu können.

Bilder: U. Hentsch – die Qualität ist leider nicht immer optimal!

Nachfolgend einige interessante Links, z. T. mit kleinen Filmen, mit Pressebeiträgen zum 26. April 2015

Europäisches Gedenken in Natzweiler-Struthof

Frankreich gedenkt der Opfer des Nazi-Terrors

Hollande warnte bei Gedenken für NS-Opfer vor Ausländerhass

Journée de la déportation: François Hollande au Struthof, le seul camp nazi en France

Interview mit Frederique Neau-Dufour 

Hohenzollerische Zeitung 30. April 2015 - Struthof

Schwartwälder Bote 5. April 2015 - Struthof

Gedenkfeier beim Mahnmal in Eckerwald

Einladung zur Gedenkfeier 2015 II-2

Mahnmal des Bildhauers Siegfried Haas

Mahnmal des Bildhauers Siegfried Haas

Liebe Mitglieder und Freunde der Initiative Gedenkstätte Eckerwald,

in diesem Jahr erinnern wir uns während der Begegnungswoche und Gedenkfeier an die Auflösung der WÜSTE-Lager vor 70 Jahren. Für mehr als 5 000 Häftlinge kam dieses Ereignis zu spät. Sie wurden Opfer der „Vernichtung durch Arbeit“.

Diejenigen, die im März und April 1945 noch lebten, aber krank und nicht mehr gehfähig waren, wurden in offenen Viehwaggon in andere Lager abtransportiert. Auf dem tagelangen Transport starben viele. Die anderen wurden auf die Todesmärsche gezwungen. Eine unbekannte Anzahl, von denen, die am Ende ihrer Kraft waren und zusammenbrachen wurde an Ort und Stelle erschossen und verscharrt. Für einige Hundert Männer kam die Befreiung bereits am 22./23. April 1945 in Ostrach und in verschiedenen Orten Oberschwabens.

Einige Häftlingsgruppen wurden jedoch bis Schongau und Mittenwald weiter getrieben. Erst nach einem Leidensweg von über 250 km kam auch für sie die Freiheit. Die Überlebenden blieben für Ihr Leben gezeichnet. Krankheiten, Schmerzen und Traumata bestimmten ihren Alltag. Wir gedenken der Opfer und begegnen im April 2015 den letzten Zeugen, die noch zu uns kommen können. Angehörige, Kinder und Enkel von Opfern werden die Tage des Gedenkens mit uns begehen.

Liebe Mitglieder und Freunde, auf diesem Wege laden wir Sie ein, mit dabei zu sein.

Mit vielen Grüßen für die Initiative

Gertrud Graf, Brigitta Marquart Schad, Alfons Bulach und Helga Hanisch_____________________________!

Ja, auch in diesem Jahr trafen sich am Mahnmal im Eckerwald Überlebende mit Angehörigen und Nachkommen verstorbener ehemaliger Häftlinge mit vielen Freunden der Initiative Eckerwald aus der Region. Es war ein kühler sonniger Sonntagvormittag  an diesem Gedenkort im Eckerwald mit einem anspruchsvollen Programm – zwei Reden sind hier als pdf. Datei nachzulesen und einige Bilder geben einen Eindruck von der Atmosphäre dieses Vormittags wieder.

Annie-Mathilde Sublon

Annie-Mathilde Sublon

Zunächst das Grußwort von Annie-Mathilde Sublon – zu ihr im Link: Initiative Eckerwald zieht Billanz

Guten Tag, liebe Freunde,

sehr bewegt und mit vielerlei Gefühlen komme ich jedes Jahr an diesen geweihten Ort. Ebenso freue ich mich aber auch, Sie alle, liebe Freunde, die Sie so treu an der Erinnerung festhalten, wieder zu sehen.

Jetzt leben nur noch wenige unmittelbare Zeitzeugen und auch deren Kinder sind schon 70 Jahre und älter. Deshalb ist es notwendig, dass die junge Generation den Staffelstab übernimmt und ihn ihrerseits weitergibt. Was wird in einigen Jahren hier noch sein? Friedhöfe? Die Namenslisten auf den Gedenksteinen? Die Überreste der Lager? Einige Seiten in einem Geschichtsbuch? Reicht das?

Nein! Man muss darüber sprechen und immer wieder sprechen, Zeugnis geben, damit unsere Leiden nicht vergessen werden. Die Völker müssen sich dessen bewusst sein, dass solche Verbrechen immer wieder geschehen, überall in unserer unsicheren Welt, wo die extremistischen Bewegungen wieder aufwachen. Hier besteht Gefahr! Vergessen? Das würde bedeuten, dass wir unsere Helden, die ihr Leben gegeben haben, verraten und ebenso die Überlebenden, die am Tag ihrer Befreiung geschworen haben: „Nie wieder so etwas!“ Seit letztem Jahr haben wir Malou Celle verloren, eine Tochter von Robert Egly, Deportierter und Überlebender der Lager. Denken wir einen Moment an sie, die so viel gelitten haben. Ich danke Frau Mohm für die Übersetzung meines Berichtes und werde diesen jetzt vorlesen

Ich wünsche Ihnen allen einen schönen Tag und grüße Sie herzlich!

Ihr Bericht hier als pdf. Datei: Rede von Annie Sublon

Jacek Zieliniewicz

Jacek Zieliniewicz

Jazek

Jacek Zieliniewicz

Jacek Zieliniewicz

Zieliniewicz, 89, einer der letzten Überlebenden, war auch in diesem Jahr wieder Gast der Initiative Eckerwald – auch seine Rede hier als pdf. Datei: Ansprache von Jazek Zieliniewicz

Am Samstag, 25. April 2015 erhielt Jacek Zieliniewicz den Landesverdienstorden von Ministerpräsident Winfried Kretschmann für seine Veröhnungsarbeit. Darüber im nachfolgenden Link: Jacek Zieliniewicz: Er überlebte Auschwitz

Alle nachfolgenden Bilder von U. Hentsch – können per Klick vergrößert werden.

Gerhard Lempp - Initiator der Schüler-Performance

Gerhard Lempp – Initiator der Schüler-Performance

Schüler-Performance mit Schülern des Albertus-Magnus-Gymnasiums Rottweil

Schüler-Performance mit Schülern des Albertus-Magnus-Gymnasiums Rottweil

Gertrud Graf - Vorstand Initiative Eckerwald

Gertrud Graf – Vorstand Initiative Eckerwald

Brigitta Marquardt-Schad - Vorstand Initiative Eckerwald

Brigitta Marquardt-Schad – Vorstand Initiative Eckerwald

Musikalische Umrahmung - Musikschule Rottweil und Herr Prahl

Musikalische Umrahmung – Musikschule Rottweil und Herr Prahl

Jacek Zieleniewicz und U. Hentsch

Jacek Zieleniewicz und U. Hentsch